Im Alter von 82 Jahren ist Mick Abrahams, der Originalgitarrist von Jethro Tull, gestorben!

foto: Michael Ochs Archives/Getty Images
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Mick Abrahams, der ursprüngliche Gitarrist der britischen Progressive-Rock-Ikone Jethro Tull, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Abrahams starb am Freitag, den 19. Dezember, wie Freunde und Familienmitglieder mitteilten.

Martin Barre, der Abrahams bei Jethro Tull nachfolgte, erwies dem Gitarristen auf Facebook die letzte Ehre.

„Mein Freund und Mentor Mick Abrahams ist gestorben“, schrieb Barre. „Er war unglaublich freundlich zu mir, und das werde ich niemals vergessen. Was für ein großartiger Gitarrist, der uns so viel gegeben hat. Ruh in Frieden.“

Abrahams, geboren am 7. April 1943 in Luton, schloss sich Ende 1967 The John Evan Band an, kurz bevor diese ihren Namen in Jethro Tull änderte.

Abrahams spielte Gitarre auf dem Jethro Tull-Debütalbum „This Was“ (RockLine Rezension) von 1968, das stärker von Blues und Jazz geprägt war als das, was später folgte und womit sich Jethro Tull den Ruf einer der Pionier-Bands des Progressive Rock erarbeiteten.

Abrahams verließ die Band nach der Veröffentlichung von „This Was“ wegen Spannungen mit Frontmann Ian Anderson.

Nach Abrahams‘ eigener Erzählung lief die Geschichte ungefähr so: Ian Anderson nervte ihn gewaltig mit seiner Haltung, Jethro Tull als sein persönliches Projekt zu behandeln, bei dem nur der Sänger und Flötist das Sagen hatte. Ian war schlicht nicht bereit, irgendjemand anderem zu erlauben, eigene Ideen und Impulse in die Band einzubringen. Deshalb entschied sich Abrahams zu gehen — erklärte den anderen aber, er bleibe so lange Gitarrist, bis sie einen geeigneten Ersatz gefunden hätten. Die Anekdote besagt, dass kurz darauf ein Treffen zwischen ihm und Band-Manager Terry Ellis einberufen wurde. Ellis eröffnete ihm, dass Ian und der Rest von Jethro Tull ihn nicht mehr in der Besetzung haben wollten und er daher gefeuert sei. Abrahams entgegnete, er verstehe nicht, wie man ihn feuern könne, wenn er die Band bereits vor drei Wochen selbst verlassen habe. Auch der Abschied von Ellis verlief alles andere als harmonisch — Abrahams schickte ihn kurzerhand zum Teufel.

Nach seinem Abgang bei Jethro Tull gründete Abrahams Blodwyn Pig, veröffentlichte die Alben „Ahead Rings Out“ (1969) und „Getting to This“ (1970) und trat bei den Festivals Bath Festival Of Blues, Isle Of Wight und Reading auf.

Nach der Auflösung der Band 1972 gründete er das kurzlebige Projekt Wommett, dem dann The Mick Abrahams Band folgte.

Abrahams war danach als Solomusiker aktiv und schloss sich gelegentlich wieder Blodwyn Pig und der Mick Abrahams Band an.

Trotz eines Herzinfarkts im Jahr 2009, der Abrahams erheblich einschränkte, hörte der Musiker nicht auf zu spielen und aufzunehmen. Sein jüngstes und letztes Album war „Revived“ aus dem Jahr 2015.


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