Šesti – ‚Resnično obrita‘: satirisches Punk-Experiment und schwarzes Schaf des Albums ‚Zmeden‘
Šesti haben letzten November ihren Erstling ‚Zmeden‘ rausgehauen, und heute präsentieren sie den mutigsten Track des Albums: ‚Resnično obrita‘. Die neue Single ist so etwas wie das schwarze Schaf des Debüts – sie geht mit Punk-Energie und einem satirischen Text gegen die seichte Unterhaltung vor.
Wenn Reality-TV zur Inspirationsquelle für einen Song wird
Der Track entstand als Reaktion auf eine Reality-Show bzw. auf das, was darin passierte: „Als kritisch denkende (damals noch) Studierende wollte uns das Rasieren des Schambereichs vor laufender Kamera einfach nicht in den Kopf. Nicht nur die Aktion selbst, sondern auch die Berichterstattung darüber und das ganze Aufbauschen. Wir haben uns gegen dieses Opium fürs Volk und den Blendwerk für die Masse gewehrt – auf die Art, die wir am besten kennen und können: Wir haben einen Song geschrieben,“ erzählen Šesti über die Entstehung des Stücks. Der Song entstand auf der Akustikgitarre und lebt von der Aussagekraft des Textes. Und weil der Text im Vordergrund steht, haben Šesti ihn im Punk-Genre aufgenommen. In knapp zwei Minuten spucken sie Wahrheit und Parodie aus, wobei Mitja (Gitarre) und Krištof (Gesang) im Song die Rollen tauschen. Das finale Arrangement haben sie mit Simon Hribovšek, Soundhit production, erarbeitet.
Bei den Dreharbeiten wurde kein Tier verletzt – es war sowieso keines echt!
Zum Song haben sie auch ein Musikvideo gedreht, das auf der Kippe steht: Darin spielen Šesti mit Täuschungen und Wahrheit, mit Diktatorenreden und der Primitivität von Schafen. „Wir wollten, dass wir ein bisschen Schiss haben, wenn das Video draußen ist. Wir sind bis an die obere Grenze unserer Komfortzone gegangen – mit noch ein bisschen Reserve.“ Bei den Dreharbeiten wurde kein Tier verletzt oder beschädigt – tatsächlich ist im Video überhaupt kein Tier echt. Geschweige denn wirklich rasiert. Das Video kannst du dir hier ansehen:
Šesti stecken gerade in ihrer kreativen Blase und arbeiten an neuer Musik. Das zweite Album ist in Arbeit und bereits teilweise durchdacht – aber noch offen für das ein oder andere neue schwarze Schaf.