Opfer von Jed Gordon spricht erstmals öffentlich; Parkway Drive-Bassist bedauert alte Aufnahmen
Das Opfer von Jed Gordon, dem Bruder von Parkway Drive-Schlagzeuger Ben Gordon, hat erstmals öffentlich über den Missbrauch gesprochen, der letzte Woche zu Gordons Verurteilung vor einem Gericht in Byron Bay in Australien geführt hat.
Jed Gordon, der in der Vergangenheit auch am Online-Merchandising von Parkway Drive mitgearbeitet hat, bekannte sich im März schuldig, sexuellen Kontakt mit einer Person zwischen 14 und 16 Jahren gehabt zu haben.
Laut australischen Medienberichten nahm Gordon 2002 im Alter von 21 Jahren Kontakt zu einem 15-jährigen Mädchen auf. Der Kontakt setzte sich auch 2003 fort. 2021 versuchte das Opfer, Kontakt zu Gordon aufzunehmen, zwei Jahre später erstattete es Anzeige bei der Polizei.
Gerichtsdokumente, die Rolling Stone AU/NZ vorliegen, zeigen, dass Gordon zu einem dreijährigen Community Correction Order verurteilt wurde, der von Mai 2026 bis Mai 2029 läuft. Zusätzlich muss er 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und steht unter Bewährungsaufsicht.
Die Frau, die sich nun öffentlich als Rachel Kila zu erkennen gegeben hat, sprach gegenüber ABC über die anhaltenden Auswirkungen, die der Missbrauch auf ihr Leben hatte.
„Er war ein Erwachsener, und ich war noch ein Kind – das sind die Fakten“, sagte Kila gegenüber ABC.
Kila ist eine von 35 Personen, die gegenüber ABC über ihre Erfahrungen beim Aufwachsen in Byron Bay Anfang der 2000er gesprochen haben, als die lokale Hardcore-Szene einen starken Aufschwung erlebte. Mehrere Frauen beschrieben ein Umfeld, in dem sexueller Missbrauch, unangemessene Beziehungen zwischen Erwachsenen und Minderjährigen sowie Machtmissbrauch an der Tagesordnung waren.
In ihrer vor Gericht verlesenen Opferaussage schilderte Kila, dass sie wegen Gordons Taten viele Jahre lang mit Scham und Trauma gelebt hat.
„Der sexuelle und emotionale Missbrauch, dem er mich ausgesetzt hat, hat meine Fähigkeit beeinträchtigt, romantische, freundschaftliche, familiäre und berufliche Beziehungen aufzubauen und zu pflegen“, heißt es in der Aussage.
Der Fall hat auch eine breitere Diskussion über die Kultur ausgelöst, die damals in Teilen der lokalen Musikgemeinschaft vorherrschte.
Nachdem ABC alte Rap-Aufnahmen des aktuellen Parkway Drive-Bassisten Jia O’Connor veröffentlicht hatte, in denen abwertende Verweise auf minderjährige Mädchen und sexuelle Gewalt vorkommen, entschuldigte sich der Musiker öffentlich.
„Für einige dieser Songs schäme ich mich zutiefst“, schrieb O’Connor. „Auch wenn manches davon in einer anderen Zeit und einem anderen Umfeld entstand, ändert das nichts daran, dass es Menschen verletzt hat. Ich entschuldige mich aufrichtig dafür, zu einer solchen Kultur beigetragen zu haben.“
Auch Parkway Drive veröffentlichten ein Statement, in dem sie ein solches Verhalten verurteilten.
„Verhaltensweisen wie Machtmissbrauch, fehlende Einwilligung und Einschüchterung waren allgegenwärtig. Mädchen und Frauen trugen dabei häufig die schlimmsten Konsequenzen. Das ist herzzerreißend und inakzeptabel“, schrieb die Band.
Frontmann Winston McCall hatte das Thema bereits im März in einem Video-Statement angesprochen und erklärt, die Band verurteile dies „ohne jeden Vorbehalt“.
Quelle: Rolling Stone AU/NZ

Victim of Jed Gordon Speaks Out; Parkway Drive Bassist Apologises for Past Music
The victim of Jed Gordon, brother of Parkway Drive drummer Ben Gordon, has publicly spoken about the abuse that led to Gordon’s conviction in an Australian court last week.
Gordon, who previously worked with Parkway Drive’s online merchandise team, pleaded guilty in March to having sexual intercourse with a person between the ages of 14 and 16.
According to Australian media reports, Gordon was 21 years old when he began communicating with a 15-year-old girl in 2002. The contact continued into 2003. The victim reportedly attempted to contact Gordon in 2021 before reporting the matter to police in 2023.
Court documents obtained by Rolling Stone AU/NZ show that Gordon was sentenced to a three-year Community Correction Order running from May 2026 until May 2029. He will also be required to complete 300 hours of community service and remain under supervision.
The woman, now publicly identified as Rachel Kila, spoke to ABC about the lasting impact the abuse has had on her life.
„The facts are that he was an adult, and I was still a child,“ Kila said.
Kila is one of 35 individuals who spoke to ABC about growing up in Byron Bay during the early 2000s, when the town’s hardcore music scene was rapidly expanding. Several women described an environment in which sexual abuse, inappropriate relationships between adults and minors, and abuses of power were prevalent.
In her victim impact statement presented to the court, Kila explained that she had spent much of her life dealing with shame and trauma resulting from Gordon’s actions.
„The sexual and emotional abuse that he subjected me to has hindered my ability to navigate romantic, platonic, family and professional relationships,“ the statement read.
The case has also sparked broader discussions about the culture that existed within parts of the local music community at the time.
After ABC obtained old rap recordings by current Parkway Drive bassist Jia O’Connor containing derogatory references to teenage girls and sexual violence, the musician issued a public apology.
„I am deeply ashamed of some of those songs,“ O’Connor said. „While some of that material was created in a different time and environment, that does not excuse the harm it caused. I am deeply sorry for contributing to that culture.“
Parkway Drive also released a statement condemning such behaviour.
„Behaviours like power imbalances, consent issues and bullying were everywhere. Girls and women often bore the brunt of it. It’s heartbreaking and unacceptable,“ the band said.
Frontman Winston McCall previously addressed the issue in a video statement, saying the band „condemns this without hesitation.“
Source: Rolling Stone AU/NZ