Fleshcrawl-Sänger Sven Groß ist gestorben!
Sven Groß, Sänger der deutschen Death-Metal-Formation Fleshcrawl, verlor am Freitag, dem 11. 6. 2021, seinen langen Kampf gegen den Krebs. Er wurde nur 45 Jahre alt.
Svenson stieß 1997 zu Fleshcrawl und nahm mit der Band sechs Studioalben auf, zuletzt „Into The Catacombs Of Flesh“ im November 2019.
Zum Abschied an seinen Kameraden schrieb der Schlagzeuger von Fleshcrawl folgende Zeilen:
„Svenson,
Es fällt mir schwer, in einer Situation wie dieser die richtigen Worte zu finden. Wahrscheinlich gibt es sie gar nicht. Für mich persönlich ist das hier wirklich etwas, das ich nur schwer verarbeiten werde. Wir kannten uns seit mehr als 25 Jahren.
In all dieser Zeit gab es kaum einen Tag, an dem wir nicht zusammen Zeit verbracht haben – beim Quatschen, beim Musikschreiben, beim Diskutieren, beim Trinken, beim Grillen, beim Schmieden unzähliger Pläne, bei Konzerten, Soundchecks, auf Reisen, beim Warten in unzähligen Backstage-Bereichen und so weiter. Dein Weggang hinterlässt eine riesige Leere in meinem Herzen, die sich niemals mehr füllen lässt.
Danke, dass du mein bester Freund warst, eines der wertvollsten Menschen überhaupt, ein einzigartiger und ikonischer Frontmann, Teamkamerad und verdammter Fleshcrawl-Sänger. Ich habe jede einzelne Sekunde genossen, in der ich zusehen durfte, wie du auf der Bühne „ausgerastet“ bist – wie ein echter Krieger des Todes –, während ich hinter dir die ganze Wut aus meinen Drums rausgehauen habe. Danke für die unvergessliche Fahrt.
Du hast dein Leben immer in vollen Zügen gelebt – mach genau das weiter, wo auch immer du gerade bist. Wir werden eines Tages auf der anderen Seite wieder zusammen spielen. Ich kümmere mich darum und bring ein paar Wasseralfinger mit.
Mein tiefstes Mitgefühl gilt Svens Frau Dany und beiden Familien“
Basti
Auf dem Foto: Sven Groß beim Auftritt von Fleshcrawl am 12. 7. 2013 im Rahmen des ersten Tages des Bang Your Head!!!-Festivals im deutschen Balingen (RockLine Fotoarchiv 2006–2021, alle Rechte vorbehalten). Die vollständige RockLine-Rezension dieses Festivaltages könnt ihr HIER nachlesen.