Phil Chevron (The Pogues): 1957 – 2013
Autor: Urban Bolta
Heute ist im Alter von 57 Jahren nach langem Kampf gegen den Krebs der Gitarrist der legendären irischen Spaßvögel The Pogues, Phil Chevron, gestorben.
Im Jahr 2007 wurde dem Gitarristen dieser britischen Proto-Punk-Band bereits Krebs am Hals und im Kopf diagnostiziert, den er nach einigen Jahren des Kampfes erfolgreich besiegte.
Letztes Jahr fanden die Ärzte jedoch neue Krebsgeschwüre, die sich operativ nicht entfernen ließen, da der Eingriff zu riskant gewesen wäre. In einer offiziellen Erklärung hielten The Pogues damals fest, dass Philip und die Ärzte im Juni vergangenen Jahres einen neuen Tumor in einem Bereich entdeckt hätten, wo eine Operation unmöglich sei, und kündigten an, dass der Tumor für den Gitarristen früher oder später fatal sein werde. Im Mai dieses Jahres teilte Chevron in einer öffentlichen Erklärung mit, dass ihm nicht mehr zu helfen sei, und bedankte sich bei allen Freunden, Bekannten und der Familie für ihre Unterstützung. Zuletzt war er im August in der Öffentlichkeit aufgetaucht – nach qualvollen letzten Tagen hörte sein Herz heute endgültig auf zu schlagen.
Phil Chevron startete seine Karriere bei der Band Radiators From Space, die in Großbritannien in der zweiten Hälfte der Siebziger, in der goldenen Ära des Punk, entstand. Die Musikwelt wird ihn aber für immer als Gitarristen von The Pogues in Erinnerung behalten. Die Band wurde in den Achtzigern zu einem der beliebtesten irischen Punk-Rock-Exportprodukte und genießt auf der Heiminsel bis heute Kultstatus – ihr Gitarrist Chevron gilt als eine der bedeutendsten Figuren des keltischen Rock und Punk überhaupt. Zum Gedenken an die Legende könnt ihr unten dem bekanntesten Song der Pogues lauschen: Dirty Old Town.
https://www.youtube.com/watch?v=llD8M9BfHPg
Auf dem Foto: Phil Chevron (links) bei einem Auftritt in Zagreb vor zwei Jahren – Rockline-Reportage HIER.
