Ex-Saxon-Drummer Nigel Durham ist tot!

Nigel Durham (Saxon archives, via FB)
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Der ehemalige Saxon-Drummer Nigel Durham (Jahrgang 1965), der das Schlagzeug auf dem Album „Destiny“ eingespielt hat, ist verstorben. „Destiny“ ist das neunte Saxon-Album und erschien im März 1988 bei EMI.

Die traurige Nachricht haben Saxon am 24.10.2026 in den sozialen Netzwerken verkündet (Original unten).

Mit „Destiny“ wollte die Band den Durchbruch auf dem US-Markt schaffen. Die Platte setzt auf eine weichere Produktion mit stark in den Vordergrund gerückten Keyboards, die weltweit die Radiowellen erobern sollte. Herausgesprungen sind dabei zwei Singles: ein Cover des berühmten Yacht-Rockers Christopher Cross namens Ride Like A Wind (erschienen im Februar 1988) und die Ballade I Can’t Wait Anymore (erschienen im April 1988). Das Album entpuppte sich als kommerzieller Flop, und EMI beendete die Zusammenarbeit mit Saxon.

1989 erschien bei Roadrunner Records das Livealbum „Rock ‚N‘ Roll Gypsies“ mit Mitschnitten von der „Destiny“-Tour – natürlich mit Durham im Line-up. Nach diesem kommerziellen Schiffbruch erlebten Saxon tiefgreifende Besetzungswechsel und taten sich eine Zeit lang schwer, ein neues Label zu finden. 1990 erbarmte sich dann doch Virgin Records, und es folgte eine Serie von vier Alben: „Solid Ball Of Rock“ (1991), „Forever Free“ (1992), „Dogs of War“ (1995) und „Unleash The Beast“ (1997). Durch die ganzen Neunziger hielt allein der deutsche Markt die Band über Wasser – die genannten Alben landeten in der Regel praktisch nur in den deutschen Top 100 der Albumcharts.

Zwischen 2000 und 2010 war Durham bei Oliver/Dawson Saxon mit dabei. Im Juni 2002 etwa spielten sie im Friauler Städtchen Osoppo, 25 km nordwestlich von Udine, auf einem Biker-Festival, dessen Headliner Ronnie James Dio war.

2001 trommelte Durham auf dem Baileys-Comet-Album „Judgement Day“, 2002 spielte er auf dem Soloalbum „Pandemonium Circus“ des ehemaligen Saxon-Bassisten Steve Dawson. 2013 schloss sich Durham den Heavy-Metallern Morpheus Rising an und veröffentlichte mit ihnen 2014 das Album „Eximius Humanus“.

Die Todesursache wurde nicht bekanntgegeben.


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