Klaus Schulze 4. 8. 1947 – 26. 4. 2022
Klaus Schulze, deutscher Pionier der elektronischen Musik, ist im Alter von 75 Jahren verstorben.
Die Nachricht wurde zuerst offiziell von seinem Sohn Max in einer kurzen Erklärung bekanntgegeben, die Folgendes besagt:
„Mit tiefstem Schmerz müssen wir euch mitteilen, dass Klaus gestern plötzlich verstorben ist, im Alter von 74 Jahren, nach einem langen Kampf gegen eine Krankheit.
Er hinterlässt ein riesiges musikalisches Erbe. In seinem Namen und im Namen unserer Familie möchten wir euch von Herzen danken für all eure Treue und Unterstützung über die Jahre – das hat ihm nämlich unendlich viel bedeutet.
Seine Musik wird bleiben, und die Erinnerungen werden bleiben.
Es gäbe noch viele Dinge, die man über seine Persönlichkeit und auch über ihn als Künstler schreiben könnte, aber er selbst würde uns wahrscheinlich sagen, dass bereits genug gesagt wurde.
Entsprechend seinen Wünschen werden wir uns im engsten Familienkreis von ihm verabschieden. Ihr kennt ihn und kennt auch das, was er schon immer sagte: „Was zählt, ist meine Musik, nicht die Persönlichkeit….“
Maximilian Schulze“
Klaus Schulze ist vor allem als Solokünstler bekannt – im Laufe seiner Karriere hat er über sechzig eigenständige Studioalben veröffentlicht, darunter die hochgelobten „Timewind“ aus dem Jahr 1975 und Moondown aus dem Jahr 1976. Zu den herausragenden Werken zählt auch das Album „Dune“ aus dem Jahr 1979, auf dem Arthur Brown die Vocals beisteuerte. Schulze begann seine Karriere 1969 als Schlagzeuger der Band Psy Free und schloss sich anschließend Tangerine Dream an, mit denen er 1970 das Debütalbum „Electronic Meditation“ veröffentlichte.
Nachdem er Tangerine Dream verlassen hatte, gründete er gemeinsam mit Manuel Göttsching und Hartmut Enke die Krautrock-Formation Ash Ra Temple, entschied sich jedoch erneut, auch diese Band zu verlassen – nach gerade einmal einem Jahr der Zusammenarbeit. Diesmal schlug er einen eigenständigen musikalischen Weg ein und veröffentlichte 1972 sein Solodebüt „Irrlicht“.
1976 schloss er sich dem japanischen Schlagzeuger und Komponisten Stomu Yamashta in dessen Supergroup Go an, in der auch Steve Winwood und Al Di Meola mitwirkten. Schulze veröffentlichte einige Studioalben auch unter dem Pseudonym Richard Wahnfried. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er außerdem mit den Krautrock-Musikern The Cosmic Jokers zusammen, sowie mit dem Pop-Phänomen Alphaville, Lisa Gerrard und Hans Zimmer.
Ende März dieses Jahres kündigte Schulze an, am 10. 6. 2022 beim deutschen Label SPV/Steamhammer sein neues Studioalbum „Deus Arrakis“ zu veröffentlichen.