John Sykes (Whitesnake, Thin Lizzy) 29. 7. 1959 – 20. 1. 2025

foto: ALEŠ PODBREŽNIK 2008
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John Sykes, ehemaliger Gitarrist von Thin Lizzy und Whitesnake, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. In einer offiziellen Erklärung in den sozialen Medien wurde u. a. bekannt gegeben, dass Sykes nach einem schweren Kampf gegen den Krebs verstorben ist.

Sykes wurde 1959 in Reading in Berkshire geboren und begann als Teenager Gitarre zu spielen, inspiriert von der Musik Eric Claptons. Seiner ersten Band Streetfighter schloss er sich 1978 an und nahm mit ihr nur einen einzigen Song auf – She’s No Angel –, der 1980 auf der Kompilation „New Electric Warriors“ erschien, die dem frühen NWOBHM gewidmet war. Noch im selben Jahr stieß er zu den Tygers Of Pan Tang und spielte auf deren zweitem und drittem Album, „Spellbound“ und „Crazy Nights“.

Nachdem er die Tygers of Pan Tang 1982 verlassen hatte, nahm Sykes die Solo-Single Please Don’t Leave Me mit einer Band auf, in der auch drei Mitglieder von Thin Lizzy mitwirkten: die ‚Hauptfigur‘ und Bassist Phil Lynott, Keyboarder Darren Wharten und Schlagzeuger Brian Downey. Die Chemie stimmte, und Sykes bekam bald die Einladung, der Band beizutreten – als Ersatz für den scheidenden Snowy White.

Sykes‘ einziges Album mit der Band war zugleich ihr letztes. „Thunder And Lightning“ strotzte vor Energie – Sykes brachte seine NWOBHM-Einflüsse mit ein und schuf das härteste Album, das Thin Lizzy je aufgenommen hatte.

Als die Lizzy auseinanderbrachen, wollte Sykes zunächst weiter mit Lynott in dessen neuer Band Grand Slam zusammenarbeiten, nahm aber Anfang 1984 die Einladung an, David Coverdales Whitesnake beizutreten – genau zu dem Zeitpunkt, als die Gitarrenparts für die Single Slide It In eingespielt werden mussten, die das damalige US-Label jedoch nicht veröffentlichen wollte.

Das Album „Slide It In“ verkaufte sich weltweit über sechs Millionen Mal; das Nachfolgealbum „1987“ war noch größer und ging allein in den USA über acht Millionen Mal über den Ladentisch.

Trotz des Erfolgs war das Verhältnis zwischen Sykes und Coverdale zerrüttet, und Sykes musste Whitesnake nach dem Erscheinen des Albums „1987“ verlassen. Er gründete die Band Blue Murder, die drei Alben veröffentlichte: das gleichnamige 1989, gefolgt von „Nothin‘ but Trouble“ (1993) und dem Livealbum „Screaming Blue Murder: Dedicated to Phil Lynott“ (1994).

Nachdem das Livealbum erschienen war, trennte das Label die Wege mit Blue Murder, und Sykes gründete eine neue Version von Thin Lizzy, die ausschließlich live auftrat. Brian Downey, Scott Gorham und Darren Wharton stießen dazu. 1995 veröffentlichte er sein erstes Solo-Studioalbum „Out Of My Tree“.

Sykes‘ letztes Soloalbum war „Nuclear Cowboy“ aus dem Jahr 2000. Es folgten zwei Jahrzehnte der Stille. 2021 veröffentlichte Sykes zwei neue Singles – Dawning Of A Brand New Day und Out Alive – und deutete an, dass noch mehr neues Material folgen würde. Leider kam es nicht dazu.

Auf dem Foto: John Sykes beim Auftritt von Thin Lizzy am 8. 10. 2008 in der Wiener Arena (RockLine Fotoarchiv 2006-2025, alle Rechte vorbehalten). Die vollständige RockLine-Rezension dieses Konzerts könnt ihr HIER nachlesen.

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