Das vierte Album von Nation of Language erschienen: „Dance Called Memory“
Dance Called Memory, das bezaubernde vierte Album von Nation of Language und ihr Erstling für das Label Sub Pop, erschien am Freitag, dem 19. September. Das Album enthält 10 Songs, darunter die Single »Inept Apollo«, die in die Top 20 der AAA-Charts einstieg, sowie die herausragenden Tracks »I’m Not Ready For The Change« und »Silhouette«. Das Album wurde in New York von langjährigem Weggefährten und Produzenten Nick Millhiser aufgenommen, produziert und gemixt, in Brooklyn gemastert von Heba Kadry.
Synthpop, Minimal Wave, Post-Punk, Goth, New Romantic – Fans und Kritiker haben tief in ihre Vokabulare gegriffen, um das bezaubernde Werk von Nation of Language zu beschreiben. Und wenn man die Band nicht ganz in Worte fassen kann – das ist der Punkt. Sänger Ian Richard Devaney hat sich darin geübt, die Grenzen dessen zu verschieben, was synthesizerbasierende Musik auslösen kann, was seinen Werkkörper gleichermaßen zur außersinnlichen Reise wie zum menschlichen Zielort macht. Mit dieser Erfahrung im Sinn schrieb er das vierte Album der Band – das spektrale, weitschwingende Dance Called Memory – auf die bescheidenste Weise: indem er die Melancholie verjagte, während er mit einer Gitarre dasaß. »Das ist eine tolle Ablenkung«, sagt er, »wenn man depressiv ist.«
Das ist Devaneys Berufung: individuelle Verzweiflung spirituell in tröstliche, kollektive Trauer zu übersetzen. Diese Eindringlichkeit durchdringt das gesamte Album. Die Single »Now That You’re Gone«, die vernichtende Gefühle ausstrahlt, wurde durch den Tod seines Paten an amyotropher Lateralsklerose inspiriert und durch die Rolle seiner Eltern als Pflegepersonen für den sterbenskranken Freund. »Pflegeperson zu sein – sein Zuhause in eine Art Krankenhausflügel zu verwandeln und sein Leben um die schweren Bedürfnisse einer anderen Person zu strukturieren – ist eine so harte, aber kraftvolle Geste der Liebe und Freundschaft«, sagt Devaney. »Es wird noch schwerer durch unser Wirtschaftssystem, das das nicht annähernd so wertschätzt, wie es abverlangt.« Im Kern ist der Song eine Reflexion darüber, wie sehr Freunde füreinander da sein können, und betont gleichzeitig ein Thema, das sich durch das gesamte Album zieht: den Schmerz und die verlorenen Versprechen zerrissener Freundschaften.
Dieses Konzept spiegelt sich auch in »I’m Not Ready for the Change« wider, einem Song über das psychologische Unbehagen, das sich immer wieder durchs Leben zieht. Devaney sagt: »Ich stieß auf ein Foto von einer Party – es war voller Paare, die nicht mehr zusammen waren, Freunde, die sich auseinandergelebt hatten. Es stammte gar nicht aus weit zurückliegender Vergangenheit, aber allein die Tatsache, dass sie sich nicht mehr zusammenfinden konnten, traf mich am stärksten. Manchmal hat man das Gefühl, als würden sich die Seiten des Lebens schneller umblättern, als man es sich vorstellen kann.«
Für Dance Called Memory tat sich die Band erneut mit Freund und Strange Disciple-Produzent Nick Millhiser (LCD Soundsystem, Holy Ghost!) zusammen. »Das Beste an der Arbeit mit Nick ist, dass er uns das Gefühl gibt, wir müssen nicht das tun, was von uns erwartet wird, oder einem bestimmten Sound nachjagen«, sagt Keyboarderin Aidan Noell, die zusammen mit Bassist Alex MacKay den Kern der Band bildet. Das Ergebnis ist eine verschobene Klangpalette – gesampelte, zerhackte Drum Breaks in »I’m Not Ready for the Change« bringen einen Hauch der My Bloody Valentine-Ära von Loveless, während alle Percussion in »In Another Life« durch einen Synthesizer läuft, was dem Song einen Elektronik-Touch der frühen 2000er verleiht.
Das eigentliche Ziel war, rohe Verletzlichkeit und Menschlichkeit in ein Album voller Synthesizer einzuweben. »Zwischen der Denkschule von Kraftwerk und der Denkschule von Brian Eno gibt es eine Dichotomie, die mich zu verschiedenen Zeiten angezogen hat. Obwohl Kraftwerk unseren Sound maßgeblich geprägt hat, habe ich mich mit diesem Album viel stärker Enos Denkschule zugewandt. Dass diese Arbeit so natürlich und warm wie möglich sein soll. In einer Zeit, die den Aufstieg der Künstlichen Intelligenz, die menschliche Schöpfer verdrängt, immer deutlicher wahrnimmt, konzentriere ich mich auf den menschlichen Zustand – und die Musik muss das widerspiegeln.«
Die UK- und EU-Tournee beginnt mit zwei aufeinanderfolgenden Konzerten in Dublin (IE), am Donnerstag, dem 6. November, und Freitag, dem 7. November, im Club Opium, und endet am Freitag, dem 28. November, in Lissabon (PT) in der LAV Hall. Die Band wird dabei auch ihre bisher größten Solokonzerte im UK und in der EU spielen.
„Das Echte …“ – Mojo
„Für Dance Called Memory tat sich das Trio – Devaney, seine Frau und Synth-Spielerin Aidan Noell sowie Bassist Alex MacKay – erneut mit Nick Millhiser, Mitglied von LCD Soundsystem/Holy Ghost!, als Produzenten zusammen. Gemeinsam haben sie die Grenzen des NOL-Sounds verschoben und etwas geschaffen, das weit genug ist, um das Gewicht der Trauer und des Verlusts zu tragen, der diese neuen Songs durchdringt.“ – Stereogum
„Dance Called Memory setzt die Erkundung des Synth-Pop der späten Siebziger und frühen Achtziger fort. Das neue Album mischt mehr Gitarren hinein und mildert das Mechanische mit einem menschlichen Touch.“ – New York Times
„Sofort packender Synthpop-Track, melodisch und zurückgenommen. Wächst mit jedem Hören.“ [»Inept Apollo«] – Brooklyn Vegan
»Das New Yorker Trio fängt die Spannung zwischen dem Drang nach kreativem Ausdruck und seiner Sinnlosigkeit mit romantischem, mitreißendem Synth-Pop ein.« [»Inept Apollo«] – Consequence of Sound, 100 beste Songs des Jahres 2025 (bisher)
Nation of Language
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