Iron Butterfly lösen sich auf
Autor: Urban Bolta
Nachdem auch Sänger / Gitarrist Charlie Marinkovich die Band verlassen hat, ist die Geschichte der legendären Psychedelic-Rocker Iron Butterfly wohl für immer zu Ende.
Sein Abgang von der Band ist damit der letzte Nagel in einen Sarg, der bereits letztes Jahr durch den Tod von Gitarrist Larry Reinhardt (er erlag einem Nierenversagen) und Langzeit-Bassist Lee Dorman gehörig vorbereitet wurde. Auch Langzeit-Schlagzeuger und einziges verbliebenes klassisches Bandmitglied Ron Bushy kämpft mit seiner Gesundheit und wird sich laut Marinkovich wohl nie mehr erholen, weshalb Iron Butterfly mehr oder weniger schon der Vergangenheit angehören dürften. »Für mich persönlich war die Zusammenarbeit mit Iron Butterfly eine wunderbare Erfahrung, aber irgendwann läuft bei jeder Sache die Zeit ab, und Iron Butterfly sind da keine Ausnahme – zumindest für mich nicht«, sagte Marinkovich, der seit 2002 Mitglied der Band war. Laut Wikipedia hat die Band ihre Arbeit bereits letztes Jahr eingestellt, und Marinkovichs jüngste Aussage bestätigt diese Angaben nur noch weiter.
Zur Band: Iron Butterfly sind Giganten des Psychedelic Rock der amerikanischen Westküste, bekannt vor allem für das Album »In-A-Gadda-Da-Vida« (1968), das mit rund 25 Millionen verkauften Exemplaren bis heute zu den meistverkauften Alben aller Zeiten gehört und laut verfügbaren Daten den ehrenwerten 31. Platz belegt. Wegen des 17-minütigen Titelstücks, einer Handvoll weiterer ähnlich schwer-psychedelischer Exzesse und nicht zuletzt wegen des Titels ihres Debütalbums (»Heavy«) gelten Iron Butterfly als eine der Pionier-Bands des Heavy Metal; gleichzeitig waren sie eine der ersten Hardrock-Bands, die im Radio gespielt wurden. Ihren kreativen Höhepunkt erlebten sie, wie die meisten vergleichbaren Westküsten-Bands, in der zweiten Hälfte der Sechziger, und die Band war in verschiedenen Besetzungen bis letztes Jahr live aktiv.