Fossiler Serpuliden-Vielborster nach Alice Cooper benannt!
Dänische Wissenschaftler haben vor einiger Zeit einen neuen Fossilfund aus dem Erdzeitalter Jura entdeckt, den sie nach der Shock-Rock-Ikone Alice Cooper benannt haben.
Es handelt sich um eine Art Meeresorganismus, genauer gesagt einen Serpuliden-Vielborster, dem der Name ‚Serpula alicecooperi‚ gegeben wurde. Das 190 Millionen Jahre alte Meeresfossil wurde von der dänischen Amateurgeologin Mette Hoftstedt entdeckt.
Serpuliden-Vielborster zeichnen sich dadurch aus, dass sie in einer verkalkten Röhre leben, die am Meeresboden befestigt ist, aus deren oberen Ende ein Fächer von Tentakeln herausragt, mit denen sie das Meerwasser filtern. Bei drohender Gefahr ziehen sie sich mit dem Tentakelfächer in die Röhre zurück.
Hoftstedt fand das Fossil in Sandsteinschichten auf der dänischen Insel Bornholm; den Fund haben folgende Forscher eingehend untersucht: Arden Basforth (Nationalmuseum Dänemark), Tomas Koči (Nationalmuseum aus Prag) sowie Jesper Milàn und Sten Lennart Jakobsen (Geologische Fakultät Dänemark).
Serpuliden-Würmer erlebten genau in dem Zeitalter, aus dem der Fossilfund stammt, ihre Blütezeit und stellten ein abundantes Element der damaligen Meeresökosysteme dar. Ihre nahen Verwandten sind noch heute anzutreffen — auch in der Adria.
Die mit dem neuen Fossilfund verbundene Studie kannst du in voller Länge auf der offiziellen Website der Dänischen Geologischen Gesellschaft nachlesen.
Cooper ist nicht der einzige Rockstar, dem in der Vergangenheit eine solche Ehre zuteilwurde. Dazu zählen: Tony Iommi (Black Sabbath), Lemmy (Motörhead), Alex Webster (Cannibal Corpse), King Diamond, Ian Paice (Deep Purple), Tomas Haake (Meshuggah) sowie Künstler wie u. a. Gojira und Rotting Christ.
Auf dem Foto: Alice Cooper während seines Auftritts am 12. 8. 2010 auf dem Gelände der Area Festeggiamenti im italienischen Ort Majano, nahe Udine – RockLine Fotoarchiv 2006-2024, alle Rechte vorbehalten. Die vollständige RockLine-Rezension dieses Konzerts kannst du HIER nachlesen.
