Zwei Konzerte von Roger Waters in Polen wegen seiner Haltung zur Ukraine-Krise abgesagt

Live Nation 2022
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Roger Waters, der ikonische britische Rocker und musikalische Visionär, der vor allem durch seine Arbeit mit Pink Floyd sowie seine Solokarriere bekannt ist, wird auf seiner neuen „This Is Not A Drill“ Konzerttournee, die für nächstes Jahr in Europa angekündigt ist, nicht in Polen auftreten.

Laut Berichten der BBC ist der Hauptgrund dafür Waters‘ Haltung zur aktuellen Situation in der Ukraine. Waters hätte im April 2023 bei zwei Konzerten in Krakau auftreten sollen, die nun nicht stattfinden werden.

In einem offenen Brief, den Waters an die First Lady der Ukraine, Olena Zelenska, gerichtet hat, führte der berühmte Rocker u. a. an, dass extreme Nationalisten in der Ukraine ihr Land auf den Weg eines verheerenden Krieges gedrängt hätten, während er ihren Mann und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beschuldigte, seine Wahlversprechen zur Herstellung des Friedens in der Donbass-Region nicht erfüllt zu haben. Waters erwähnte in dem Brief an keiner Stelle die russische Verantwortung für den Krieg.

In einem Tweet erwiderte Frau Zelenska gegenüber Waters, dass die russische Invasion in der Ukraine diejenige sei, die Städte und Zivilisten zerstöre, wobei sie noch hinzufügte: „Roger Waters, Ihre Forderung nach Frieden sollten Sie an den Präsidenten eines anderen Landes richten.“

Dieses Thema ging auch an Łukasz Wantuch, einem Stadtrat von Krakau, nicht vorbei, der es eilig hatte, die Bewohner der Stadt aufzurufen, beide angekündigten Waters-Konzerte zu boycottieren. Mehr noch: Wantuch brachte einen Antrag auf Abstimmung über eine Resolution ein, in der Waters zur unerwünschten Person der Stadt Krakau erklärt werden soll. Die Abstimmung darüber findet am 28. 9. 2022 statt. Polen ist nämlich ein enger Verbündeter der Ukraine seit Beginn der Ukraine-Krise.

„Angesichts des verbrecherischen Angriffs Russlands auf die Ukraine sowie der zunehmenden Zahl all der anderen Verbrechen, die ans Licht kommen und die russische Soldaten begangen haben und begehen, sind wir Stadträte entsetzt über die Haltungen und Äußerungen von Herrn Waters in Bezug auf die russische Invasion in der Ukraine“, heißt es in Wantuchs Antrag.

In seiner Antwort war Waters kurz und bündig: „Hey Łukasz Wantuch, lass die Kinder in Ruhe“, wobei er sich auf eine Textzeile des Pink Floyd-Hits Another Brick in the Wall pt. 2 bezog.

Der Konzertveranstalter Live Nation Poland hat keine offizielle Stellungnahme zur Absage beider Konzerte abgegeben.

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