Decline the fall mit neuem Videoclip Sinister
Nachdem sie sich erfolgreich in ihrem neuen Zuhause im Schutz der slowenischen Hügel eingelebt haben und mit ihrem ersten Auftritt nach 22 Monaten – dem ersten vor slowenischem Publikum – die Besucher des Centra mladih Koper begeistert haben, widmeten sich Decline the fall der Aufnahme eines neuen Songs/Videoclips, der gleichzeitig zumindest einen kleinen Vorgeschmack auf das liefert, was uns auf ihrem zweiten Album erwartet. Ihr neues Werk mit dem Titel Sinister enthüllten die energiegeladenen Jungs, die von Malta nach Slowenien ausgewandert sind, Ende November der Öffentlichkeit.
Die Premiere begleiteten sie mit dem Geständnis, dass der Videoclip so etwas wie ein Wendepunkt auf ihrem bisherigen kreativen Weg ist – denn alles, was wir hören und sehen, ist das Ergebnis der Fähigkeiten, des Einsatzes und der Arbeit der Mitglieder der Bruderschaft, wie sie sich selbst gerne nennen. Doch das bringt laut Frontmann und Sänger John Castiel neben der künstlerischen Freiheit auch besondere Anforderungen mit sich.
„Weil wir alles selbst machen, reicht eine tolle Idee allein nicht aus – sie muss auch realistisch genug sein, damit wir sie umsetzen können,“ erklärte er.
Nun, ganz alles haben sie dann doch nicht selbst gemacht – Mix und Mastering vertrauten sie den Händen und Ohren von Produzent Jona de Hara an. Als Kulisse wählten sie das Zimmer von Schlagzeuger Ehren, der damit im Namen der Musik ein paar Tage komfortablen Schlaf in seinem Bett opferte.
„Wir haben Ehrens Schlafzimmer gewählt, weil es das kleinste ist, und einen kleineren Raum kann man leichter in die gewünschte Szene verwandeln. Ein paar Tage hat er wirklich auf der Couch geschlafen, jetzt liegt er wieder in seinem eigenen Bett. (lacht) Zum Glück haben wir dank Kris, der Fotograf ist, die gesamte Ausrüstung, die wir brauchen, und das Tüpfelchen auf dem i ist Matthew, der Cutter,“ verriet John das Geheimnis ihres ‚Do-it-yourself‘-Projekts.
Aus dem einst einladenden und gemütlichen Zimmerchen haben sie einen Raum geschaffen, in dem alles bedrohlich wirkt, und sie selbst verwandeln sich in unbeugsame Rebellen – passend zum Thema des Songs. Der ist wieder gesellschaftskritisch, denn es geht um das allzu verbreitete gegenseitige Verurteilen. Damit ist auch John mehr als einmal konfrontiert worden.
„Sinister handelt davon, wie Menschen dazu neigen, andere negativ zu beurteilen. Ich habe viele Erfahrungen gemacht, bei denen ich wegen meines Aussehens oder weil ich Träumen gefolgt bin, die andere vielleicht nicht verstehen, verurteilt wurde. Normalerweise macht mir das nichts aus, denn das macht mich anders – aber manchmal kann ein böser Blick mich negativ beeinflussen. Vor allem wenn ich nichts getan habe, um ihn zu verdienen. Mit dem Song sage ich also auf sarkastische Weise: ‚Hier bin ich, urteile ruhig über mich‘,“ erklärte er.
Für die maltesische Bruderschaft ist auch das ständige Experimentieren mit neuen Ansätzen charakteristisch, weshalb sich der neue Song deutlich von den bisherigen unterscheidet.
„Wir haben die Sechssaiter gegen eine Siebensaiter getauscht und konnten so mit einem neuen Sound experimentieren. Als Folge davon ist der Song der bisher ‚heavyste‘. Seit uns Covid in die Ecke gedrängt hat, haben wir als Musiker enorm dazugelernt, weil wir mehr Zeit hatten, über dieses Album und die Richtung, in die wir gehen, nachzudenken und zu planen,“ erzählte John weiter.
Und zum Schluss noch eine wichtige Neuigkeit. Mit dem neuen Song haben sie in der Band auch ein neues offizielles Mitglied begrüßt, durch das sie noch ein bisschen ’slowenischer‘ geworden sind. Mit Bassist Aljaž Črešnik aus dem benachbarten Slovenske Konjice arbeiten sie zwar schon seit einiger Zeit zusammen, aber laut John war seine Aufnahme in die ‚Familie‘ ein sehr großer und wichtiger Schritt.
Wer Decline the fall schon kennt, weiß genau, dass die Jungs in jeden Song Herzblut stecken – was bedeutet, dass alles gut durchdacht ist und man sich deshalb bei der Umsetzung vollständig dem Fluss hingeben kann. Das Ergebnis ist in jeder Sekunde des Videoclips zu sehen. Überzeugt euch selbst!