Clutch präsentierten das Buch der schlechten Entscheidungen in der ausverkauften Zagreber Tvornica

Ameriška zasedba Clutch že drugič razprodala koncert v Zagrebu

0 375
Location: Tvornica Kulture, Zagreb, Kroatien
Datum: Sonntag, 9. 12. 2018

Die amerikanischen Rocker Clutch erfreuen sich in den letzten Jahren enormer Beliebtheit. Mit ihrer neuen Tour, die erneut in der kroatischen Hauptstadt Halt machte, gelang es der Band zum zweiten Mal in Folge, die Tvornica Kulture, die rund 1000 Menschen fasst, auszuverkaufen. Clutch waren auf der Tour nicht allein – mit dabei waren die deutschen The Picturebooks sowie die französischen The Inspector Cluzo.

Als Erste präsentierten sich The Inspector Cluzo im noch halb leeren Saal. Das französische Duo versprach anfangs nicht allzu viel, doch mit jedem Song wurden sie interessanter. Das Duo begeisterte mit einer unterhaltsamen Kombination aus Rock, Funk und Swing. Mit jedem Stück boten sie etwas anderes. Dazu unterhielten sie mit witzigen Ansagen. Der Vokalist griff dabei gelegentlich zu recht hohem Gesang, was ihn sogar ein wenig an The Mars Volta erinnern ließ. In einer der Ansagen bedankte er sich bei seiner Frau, die zuhause den Hof schmeißt, damit er durch Europa touren kann – nur eine von vielen komischen Einlagen der Band. Was eigentlich fehlte, war ein Bass für einen volleren Sound. Aber die Show selbst war mit all den komischen Einlagen wirklich sehenswert. The Inspector Cluzo sind eine jener Bands, die einen Uneingeweihten angenehm überraschen können – so sehr, dass man ihnen auch danach noch mehr Aufmerksamkeit widmet.

Es folgte ein weiteres Duo. Die deutschen The Picturebooks kamen rauer daher. Zumindest war das an der Seite des Schlagzeugers deutlich zu sehen, der auf die Drums mitunter auch mit bloßen Händen einschlug, was das Klangbild noch mächtiger machte. Einen Bassisten gab es erneut nicht – der wurde eigentlich auch gar nicht gebraucht. Das Duo servierte einen eher schlichten Blues-Rock ohne große Ausreißer nach oben. Beim Schlagzeuger war aber definitiv viel Eigenständigkeit zu spüren, der zusätzliche Unterstützung vom Mischpult bekam. Bei der Gitarre hingegen wirkte es eher wie ein bewährtes Rezept. Der Publikumsresponse war bei The Picturebooks besser, und man sah dem Duo an, dass es den Spaß genoss.

Dann folgte mehr als eine halbe Stunde Pause für die Stars des Abends. Die Tvornica füllte sich bis in den letzten Winkel. Nach dem langen Warten tauchte das Quartett aus dem Städtchen Maryland auf der Bühne auf und verkündete, dass es Party will. Und so purzelten die Neuheiten vom diesjährigen Album Book of Bad Decisions nur so. Natürlich hatte die Band auch ein paar ältere Songs im Gepäck. Gespielt wurden bekannte Nummern wie Earth Rocker, The Mob Goes Wild, Electric Worry und mehr. Ein deutlicher Schwerpunkt lag auf den letzten drei Alben, mit denen die Band auch ordentlich an Popularität gewonnen hat.

Die Form der Band ist solide. Der herausragendste Akteur war ohne Frage Neil Fallon, der Vokalist der Truppe, der auch zur Gitarre oder Mundharmonika griff. Der charismatische Sänger erwies sich als großartiger Entertainer. Mit seinen Moves und seinem Humor machte er klar, dass ihm Live-Auftritte echten Spaß machen. Die anderen Mitglieder kamen irgendwie nicht so richtig zur Geltung. Am besten stach noch der Schlagzeuger mit seinem guten Spiel heraus, während Gitarrist und Bassist eher statisch wirkten. Man muss aber zugeben, dass alles korrekt gespielt wurde, sodass die Statik am Ende gar nicht so störend war. Trotz dieser Anmerkung rastete das Publikum während des gesamten Konzerts aus. Die vorderen Reihen reagierten sogar mit einem Moshpit – was für eine solche Band doch ziemlich unerwartet ist.

Clutch servierten größtenteils eher eingängige Songs, zwischendurch tauchte aber auch mal was Langsameres auf, wie etwa Spacegrass, mit dem die Band auch an psychedelischen Rock herantastet. Ansonsten dominierte Southern Rock, wie es sich für Clutch gehört. Für mehr Abwechslung mischten sie noch Blues-Rock- und Hard-Rock-Elemente ein. Nach guter Stunde verabschiedete sich die Band mit X-Ray Visions, nach einer kurzen Pause kehrten Clutch aber noch mal zurück und spielten zwei weitere Songs. Man hätte sich noch etwas mehr wünschen können, aber Clutch sind nicht mehr die Jüngsten – also musste man sich mit einem Set von unter 90 Minuten zufrieden geben.

Das Konzert war zweifellos ein Erfolg. Clutch haben gemeinsam mit The Picturebooks und The Inspector Cluzo an einem kalten Sonntagabend mit einem unvergesslichen Konzert die Herzen vieler Hartrock-Fans erwärmt. Clutch haben mit diesem Auftritt bestätigt, dass sie live eine erstklassige Band sind – und etwas ganz Besonderes.

Fotos: Tina Rus

Pošlji komentar

Your email address will not be published.

Ta stran uporablja piškotke z namenom zagotavljanja spletne storitve, oglasnih sistemov in funkcionalnosti, ki jih brez piškotkov ne bi mogli nuditi. Z obiskom in uporabo spletnega mesta soglašate s piškotki. Sprejmi Preberi več

Zasebnost&piškotki