Der slowenische Musikproduzent Aco Razbornik ist gestorben

Aco Razbornik (arhiv: Studio Tivoli)
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Aco Razbornik, einer der bedeutendsten Namen in der Produktion slowenischer Musikalben, ist im Alter von 77 Jahren verstorben.

Im Laufe seiner Karriere und in seinem Studio Tivoli produzierte und nahm er über 500 Alben auf. Darunter Werke einiger der renommiertesten slowenischen Musikkünstler sowie Künstler aus dem ehemaligen gemeinsamen Staat Jugoslawien.

Razbornik, der sich mit seinem Beitrag schon vor Jahren den Status einer absoluten Legende in der slowenischen Musikproduktion gesichert hatte, wurde 1946 geboren. Die Rolle des Musikproduzenten übernahm er erstmals beim kultigen Album des slowenischen Liedermachors Tomaž Pengov mit dem Titel „Odpotovanja“, das 1973 erschien.

In der Anfangsphase, als er für die klangliche Gestaltung einiger der kultischsten Musikwerke verantwortlich war – darunter u. a. das einzige Studioalbum des Trios Oko „Raskorak“, Buldožers Debüt „Pljuni istini u oči“ und die Mini-EP „Živi bili pa vidjeli“, das Debüt der Gruppe September „Zadnja avantura“, das gleichnamige Debüt der Gruppe Izvir sowie zuvor die Sieben-Zoll-Single derselben Gruppe „Ljetna afera/Mojih sanj svet“, aber auch Alben von Künstlern aus dem Gebiet des ehemaligen gemeinsamen Staates, allen voran die ersten beiden Alben von Atomsko sklonište, das Debüt von Gordi mit dem Titel „Čovek“ und das Album von Tihomiro Pop Asanović „Pop“ – wurden die Alben in dieser frühen Phase nach dem Do-it-yourself-Prinzip und vollständig unabhängig aufgenommen.

In den Achtzigern und mit der Gründung seines eigenen Studios, das auch ein 24-Kanal-Mischpult besaß, sicherte sich Aco Razbornik seine Wettbewerbsfähigkeit im Raum des ehemaligen Jugoslawiens. In diesem Studio entstanden wie am Fließband die wichtigsten Alben, die die slowenische Musikszene auf die Beine stellten, u. a.: Pankrti, Tomaž Domicelj, Andrej Šifrer, Lačni Franz, Janez Bončina Benč, Prizma, Oto Pestner, Janko Ropret, Vlado Kreslin, Don Mentony Band, Sokoli, Martin Krpan, Videosex, Miladojka Youneed, Begnagrad, Borghesia, Mary Rose, Rdeči Baron, Šank Rock, Demolition Group, Magnifico, Laibach, Big Foot Mama und Siddharta. Die Liste ist noch lange nicht vollständig!

Im Studio Tivoli wurden auch Alben von Musikkünstlern aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens aufgenommen, u. a.: Električni orgazam, Paraf, Mizar, Majke, Josipa Lisac, Arsen Dedič, Oliver Dragojevič, Sead Memič Vajta, Mišo Kovač, Novi Fosili, Tony Cetinski, Zabranjeno pušenje,…

Darüber hinaus war Aco ein äußerst wichtiges Glied bei der Wissensweitergabe an jüngere Generationen angehender Tontechniker, wo er ebenfalls einen unauslöschlichen Abdruck hinterließ.

Das Vermächtnis, das dieser ikonische Produzent hinterlassen hat – und vor allem der Wert seiner Substanz – bleibt unbeschreiblich, und Aco hat sich mit seiner Arbeit gewiss ein kolossales Monument für die Ewigkeit gesetzt.

Doch Gestalt und Werk Razbornikcs bleiben unsterblich, unvergänglich, immergrün. Generationen von Slowenen verbringen ihre Tage – bewusst oder unbewusst – in Begleitung der zeitlosen Klänge der Musik, die der berühmte slowenische Musikproduzent geprägt hat. So war es, so ist es, und so wird es bleiben.

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