Ace Frehley (Kiss) 27. 4. 1951 – 16. 10. 2025

Ace Frehley (via Kiss official Facebook profile)
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Kiss-Gitarrist Ace Frehley ist im Alter von 74 Jahren gestorben.

In den frühen Morgenstunden des 16. Oktober wurde bekannt, dass Frehley im Krankenhaus an lebenserhaltenden Geräten lag – er hatte einen Monat zuvor bei einem Sturz eine Hirnblutung erlitten, weshalb er seine bevorstehenden Konzerte absagen musste.

Frehley wurde 1951 in der Bronx in New York geboren und wuchs in einem musikalischen Umfeld auf. Nachdem er in einer Reihe lokaler Bands gespielt hatte, nahm er Ende 1972 an einem Vorsingen für eine Band teil, die später zu Kiss werden sollte, und war das letzte Mitglied der klassischen Besetzung, das zur Gruppe stieß – zu Sänger/Gitarrist Paul Stanley, Sänger/Bassist Gene Simmons und Schlagzeuger Peter Criss.

„Ich wollte die Band Fuck nennen“, sagte Frehley, der bei Kiss die Rolle des ‚The Spaceman‘ übernahm, als die Gruppe ihr markantes Make-up und ihre Kostüme auswählte. „Aber Paul fand, dass Kiss für die Medien passender sei, und wir stimmten zu. Die Idee für das Kiss-Logo habe ich mit einem Filzstift entworfen. Paul hat meine Zeichnung dann mit einem Rapidograph verfeinert – er hatte immer ruhigere Hände.“

Die Band nahm ihr Debüt auf, nachdem Manager Bill Aucoin einen Vertrag mit Casablanca Records abgeschlossen hatte. In der Anfangszeit der Gruppe galt jedoch, dass die Studioaufnahmen den epischen Charakter ihrer immer spektakuläreren Live-Auftritte nicht einzufangen vermochten. Das änderte sich mit dem Konzertalbum „Alive!“ aus dem Jahr 1975.

„Kiss Alive! war das Album, das uns den Durchbruch brachte und das Wesen von Kiss auf den Punkt brachte – unsere Konzerte waren unsere größte Stärke. Vieles war choreografiert, mit Spezialeffekten: Bomben, Feuer und Raketen, die ich aus meiner Gitarre abschoss“, sagt Frehley.

Frehley spielte Gitarre auf allen klassischen Kiss-Alben der 70er Jahre, und als alle vier Bandmitglieder 1978 am selben Tag je ein Soloalbum veröffentlichten, war seines das am besten aufgenommene und meistverkaufte. Diesen Erfolg verdankte Frehley zu einem großen Teil dem Hit New York Groove. Diese vier Alben erschienen noch vor dem experimentellen „Music From The Elder“ von 1981, das die Fans der Band völlig schockierte – allerdings war Frehley am nächsten Kiss-Album „Creatures Of The Night“ von 1982 nicht beteiligt, obwohl er auf dessen Cover zu sehen ist.

Frehley’s erstes (gleichnamiges) Album mit Frehley’s Comet erschien 1987, nachdem er einen Vertrag mit dem Pionier-Metalllabel Megaforce Records (im Besitz von Jon Zazula) unterzeichnet hatte. Der damalige A&R-Mann des Labels, Eddie Trunk, vermittelte den Deal mit Frehley.

Da zu jener Zeit viele Geschichten über Frehley’s Alkoholprobleme kursierten, war sich Trunk bewusst, wie riskant es war, einen Vertrag mit dem Gitarristen abzuschließen. Viele hatten eine Zusammenarbeit mit ihm abgelehnt. Doch Jon Zazula überzeugte Trunk, indem er ihn bat, den Gitarristen aufzusuchen und zu sehen, was er aus ihm herausholen könne. Das Treffen trug Früchte: Zazula unterzeichnete einen Vertrag mit Frehley, und Trunk arbeitete schließlich mit ihm an vier Studioalben.

Frehley nahm 1988 das zweite Frehley’s Comet-Album auf, dem im Jahr darauf noch ein weiteres Soloalbum folgte. 1996 stieß er wieder zu Kiss und spielte auf einer Tour, die fast 18 Monate dauerte und sich enorm ausgezahlt hat – Kiss spielten dabei 140 Millionen Dollar ein. Auf dem Album „Psycho Circus“ von 1998 war er allerdings nur auf zwei Tracks zu hören, da Produzent Bruce Fairbairn auch auf andere Studiomusiker zurückgriff.

Er begleitete Kiss auf der Farewell-Tour (der noch 13 weitere Touren folgen sollten) und verließ die Band Ende 2001 erneut. Seitdem veröffentlichte er noch sechs Soloalben, das jüngste davon, „10,000 Volts“, erschien im vergangenen Jahr. Vor seinem Tod arbeitete er an einem Album mit dem Titel „Origins Vol. 4“, das die Reihe seiner Cover-Alben fortführen sollte.

Frehley’s durchaus erfolgreiche Solokarriere in der späteren Phase seines Schaffens war stets von dauernden Auseinandersetzungen mit Paul Stanley und Gene Simmons begleitet. Deshalb nahm er auch nicht am letzten Kiss-Konzert in New York Ende 2023 teil, obwohl er anfangs seine Bereitschaft signalisiert hatte, sich der End Of The Road-Tour anzuschließen, die wegen COVID verschoben worden war.


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