GHB mit „Vrane“ auf dem Höhenflug in neue Sphären musikalischer Kreativität (2020)
Grega Habič ist ein Gitarren-As aus Jesenice, wie man sie nicht mehr baut. Ein abgebrühter, vielseitiger Gitarrenvirtuose, der ein Unikat ist. Einzigartig. Er gilt als einer der aktivsten slowenischen Musiker, auf die das Attribut „Unabhängigkeit“ wirklich passt wie der Schlüssel ins Schloss. Grega hat auf seinem eigenwilligen musikalischen Weg sechs Instrumentalalben aneinandergereiht, doch mit dem siebten – dem neuesten, das am 1. 7. 2020 wieder im Eigenverlag erschienen ist und den Titel Vrane trägt – hat er sich zu einer markanten künstlerischen Kehrtwende entschlossen. Er hat ein Vokalalbum aufgenommen. Es ist auch das erste echte Album, bei dem die Bezeichnung „Gemeinschaftsalbum“ wirklich Sinn ergibt. Ein Album der Band GHB, die zuvor nur auf Bühnen gelebt hatte. Nun lebt sie auch auf dem neuen Album weiter, und so wird es, wie es aussieht, auch in Zukunft bleiben. Mit dem Album „Vrane“ (Rockline Rezension) hat Grega im künstlerisch-kreativen Sinne eine Fülle neuer artistischer Ansatzpunkte erschlossen, mit denen er sich selbst provokant neue musikalische Horizonte aufgetan hat. In dieser neuen kreativen Sphäre hat er einen Reichtum an Reife bewiesen und dabei all seine ureigene artistische Eigenständigkeit bewahrt.
Ort: Ljubljana / Točka 213 / Slowenien
Datum: 24. 7. 2020
RockLine: Zwischen dem neuen „Vrane“ und dem vorherigen Album „Songs of Breathing Freely“ (Rockline Rezension) liegen gerade mal zwei Jahre, und das neue Album bringt im Vergleich zu deiner bisherigen musikalischen Ausrichtung eine konkrete künstlerische Kehrtwende. GHB ist unter anderem plötzlich eine Vokalband geworden.
Grega: Ich habe Nina kennengelernt (Nina Bauman, Sängerin, Anm. d. A.). Hätte ich sie früher kennengelernt, hätte ich auch früher begonnen, solche Musik zu schreiben wie auf dem Album „Vrane“. Gelegentlich habe ich bereits solche Musik geschaffen, fand aber keinen geeigneten Sänger oder keine geeignete Sängerin, damit das Ganze hätte realisiert werden können.
RockLine: Ja. Einige deiner Stücke aus der Vergangenheit enthielten Gesang.
Grega: Stimmt. Ich habe diese Ideen mit Gesang ausprobiert. Z. B. mit Jesse Adams, mit dem uns eine langjährige Zusammenarbeit sowohl auf meinen als auch auf seinen Platten verbindet. Aber er ist vokal eher zuhause im Rap, kommt auch gut mit Metal zurecht, bei allem anderen wird es schon schwieriger. Was wir jetzt erschaffen, wäre mit Jesse unmöglich gewesen. Der Hauptgrund war also Nina. Na ja, und der zweite Grund ist auch der, dass ich ein bisschen älter geworden bin und, wie man so sagt, reifer und ein wenig ruhiger. Die Energie, die ich zuvor ziemlich aggressiv in die Kritik an der Welt gelenkt habe, habe ich auf diesem Album lieber für versöhnlichere Töne genutzt. Aber angesichts der aktuellen Weltlage habe ich das Gefühl, dass in meiner zukünftigen Kompositionsarbeit bald wieder eine rebellische Note auftauchen wird.
RockLine: Diese Abwechslungen sind willkommen, zumindest im Sinne der Überraschung, wenn nicht auch im Sinne der Selbsterforschung als Musikschaffender – denn dadurch erkundest du neue expressive Horizonte, so weit dein aktuelles musikalisches Visionärtum eben reicht. In diesem Moment. Jetzt gerade.
Grega: Genau. Wenn ich bedenke, dass wir sechs Instrumentalalben hintereinander aufgenommen haben, war es höchste Zeit für einen neuen Schritt, eine neue künstlerische Herausforderung, eine neue musikalische Geschichte. Ich hatte sehr viel Gitarrenmusik geschrieben und spürte eine Art Sättigung, also war es Zeit, mir eine neue Herausforderung zu stellen. In meinen Instrumentalwerken dominiert die Gitarre, die gelegentlich auf eine Art den Gesang ersetzt – aber das ist nicht dasselbe. Die menschliche Stimme ist die menschliche Stimme, und nichts kann sie ersetzen.
Klemen: Angesichts der Tatsache, dass wir auf dem neuen Album auf ein anderes Kompositionssystem umgestiegen sind, war die Integration des Gesangs eigentlich unumgänglich.
Grega: Ja. Den Gesang können wir nicht durch Instrumente ersetzen. Ich spreche natürlich von Gesang vom Kaliber einer Nina, die wirklich eine phänomenale Sängerin ist. Dazu gehört auch ihre Meisterschaft bei den Hintergrundvokalen, deretwegen wir dieses Mal nicht einmal besonders auf den Einsatz von Keyboards angewiesen waren.
RockLine: Das Album „Vrane“ ist also eine Art künstlerische Transition. Werdet ihr also auch auf zukünftigen Studioalben in diese Richtung forschen?
Grega: Auf jeden Fall. Die Bandbesetzung ist ideal für Musik mit Schwerpunkt auf Gesang. Nina hat aus der Gruppe Panda auch den Schlagzeuger Damjan Mulej mitgebracht. Außerdem hat sich uns noch der Gitarrist der Gruppe John F. Doe, Aleš Svetina, angeschlossen. Natürlich steht im Kern von GHB immer die Freiheit beim Ausdruck an erster Stelle – wohin uns die musikalischen Wasser tragen werden, werden wir sehen. Aber der Gesang bleibt.
Klemen: Jetzt, wo wir Aleš haben, kommen auch Terzen und all das in Frage, was zwei Gitarren in einer Band ermöglichen.
Grega: Genau das. Auch in instrumentaler Hinsicht können wir jetzt deutlich präziser sein. Mit einem Gitarristen wie Aleš lässt sich die Musik von unseren Platten, auf denen nicht wenige Gitarren aufgenommen sind, viel leichter reproduzieren. Eine ganze Weile haben wir GHB als Trio gespielt, und dabei sind bestimmte Dinge live verlorengegangen.
RockLine: Das neue Album bietet mehrere Genres. Die Stücke weichen genremäßig voneinander ab.
Grega: Auch in der Vergangenheit haben wir uns stets in verschiedenen Musikgenres ausprobiert und waren dabei immer ziemlich vielseitig. Je nach aktueller Stimmung beim Schreiben der Songs – und die Herausforderung beim Komponieren muss zumindest für mich immer vorhanden sein. Natürlich spürt man, so hoffe ich zumindest, durch meine Musik, dass ich es bin – unabhängig vom Stil.
RockLine: Du bist einer der wenigen slowenischen Musikschaffenden, der in Sachen regelmäßiger Veröffentlichung neuer Alben Konstanz beweist. Neue Eigenkomposition. In dem Sinne, dass du Alben in normalen Zwei-bis-Drei-Jahres-Abständen herausbringst, natürlich. Dass sich dieses Mal etwas Neues zusammenbraut, deutete schon der Song Ljubav Nije Stih an, der, glaube ich, irgendwann im Frühling letzten Jahres erschienen ist – gesungen auf Serbokroatisch und mit der Sängerin Blažka Udir. Auch das Video ist sehr lustig.
Grega: Ja, in dieser Zwischenphase, in der es GHB als solches eigentlich nicht wirklich gab, haben wir trotzdem weiterhin Musik erschaffen. Das war die Zeit nach dem Abgang unseres langjährigen Schlagzeugers Blaž Soklič – und wir alle brauchten ein bisschen mehr Spaß und Leichtigkeit. Blažka hat in dieser Zeit auch beim Song Breathing Freely mitgewirkt, für den wir damals ebenfalls ein Musikvideo gedreht haben. Wir haben eine gute Zeit gehabt, aber es hat nicht lange gedauert.
RockLine: Jesenice konnte sich früher mit einem konkreten kreativen Puls in Sachen Metal und Rock rühmen. Wie ist es heute? Wie viele Bands „rühren sich“ dort noch, abgesehen von GHB?
Grega: Die einzigen, die mir im Moment einfallen, sind Within Destruction, 30 Stopinj V Senci und Samuel Blues. Es gibt noch ein paar Bands, die Cover spielen, was besser ist als nichts, aber für meinen Begriff ist das nicht wirklich kreativ. Ansonsten ist die aktuelle Szene, was die Musik selbst betrifft, bei uns ziemlich trostlos. Jesenice hat immer noch keinen vernünftigen Musikclub, in dem Junge und alte Nachwuchstalente ihre Musik präsentieren könnten. Vielleicht ist die Szene hier deshalb momentan so bescheiden. Dafür haben wir hier die meisten Einkaufszentren pro Einwohnerzahl in ganz Slowenien. Ich glaube, es ist sicher zu sagen, dass Musik und Kultur in Jesenice bei den Herren im Rathaus nicht an erster Stelle stehen.
Klemen: Es gibt noch die Gruppe Kabaret 5, die sich mit dem Spielen von Coverversionen beschäftigt.
RockLine: Die letzten beiden Songs des Albums Vrane sind theatralisch sehr düster und melancholisch – vor allem Ad Infinitum, wo Nina mit jenem Schrei am Ende des Stücks überrascht.
Grega: Wie ich schon sagte, hängt es vom aktuellen Befinden in dem jeweiligen Moment des Schaffens ab. Das Album „Vrane“ ist konzeptuell in seinem Kern eine Liebesgeschichte. Liebe ist das stärkste Gefühl, über das die Menschheit verfügt, und hat wie alles zwei Seiten – von der Seligkeit, die sie bringt, bis hin zur Destruktivität und Melancholie. Die letzten beiden Songs sind eine Beschreibung von Letzterem. Mit Nina habe ich das Glück, dass sie beide Pole durch ihre Stimme interpretieren kann, einschließlich der Schreie.
RockLine: Klemen, du giltst als eine Art biblischer Urvater des Rock’n’Roll auf der slowenischen Szene. Du hast die Achtziger mit einer der ersten Thrash-Metal-Bands in Slowenien, Game Over, geatmet. Grega kennst du höchstwahrscheinlich einen Großteil deines Lebens. Sag mir: Grega ist wirklich ein vielschichtig geformter Musiker, die Ideen, mit denen er umgeht, sind sehr unterschiedlich. Wie schaffst du es, ihm zu folgen, und wie verständigt ihr euch bei all diesen musikalisch-kompositorischen Herausforderungen?
Klemen: Wenn du mit Grega spielen willst, musst du viel üben. Ich übe viel. Die ganze Zeit. Was die letzte Platte betrifft, war es zumindest aus meiner Perspektive insgesamt doch ein bisschen leichter. Die Songs sind nicht mehr so komplex wie früher. Vor allem jetzt, wo auch der Gesang dazugekommen ist. Was wir jetzt erschaffen und unser neuer Zugang zur Musik – das gefällt mir sehr.
RockLine: Und du, Nina – wie hat es bei dir mit Grega und den anderen gefunkt?
Nina: 2018 hat alles angefangen. Eigentlich über Facebook. Klemen hat mich eines Tages in den Proberaum eingeladen, den GHB nutzen und den sie Kevder nennen. Die Chemie hat sofort gestimmt. Wir haben uns auf Anhieb verstanden. Charakterlich und auch was die Interpretation der Musik betrifft. Zuerst haben wir den Song Nad nama aufgenommen.
Grega: Beim Proben mit dieser Crew herrscht eine völlig andere Stimmung als vorher. Man spürt, dass wir auf derselben Wellenlänge sind, und dementsprechend spielen wir auch viel besser.
RockLine: Auf dem neuen Album ist es dir gelungen, deinen Eklektizismus beizubehalten. Du hast ein völlig anderes Album abgeliefert und trotzdem eines, das alle elementaren Markenzeichen trägt, für die der Name GHB steht.
Grega: Das war entscheidend. Für das neue Album haben wir 16 Songs vorbereitet und dann eine Auswahl getroffen. Das heißt: Wir haben das Beste aus dem ausgewählt, was wir erschaffen haben. Ich war vor allem darauf fokussiert, dass alles, was mir zu generisch klang, auf diesem neuen Album nichts zu suchen hatte. Einige davon waren ordentliche Songs, klangen aber zu sehr „slowenisch“. Das haben wir vermieden.
RockLine: Was ist in diesem Fall „slowenisch“?
Grega: Zum Beispiel, dass du klingen willst wie ein anderer Musiker – oder so, wie es gerade populär ist.
Nina: Für mich persönlich war es sehr wichtig, aus dem gewohnten Rahmen herauszutreten und mich so mit GHB, die eine völlig andere musikalische Geschichte sind als zum Beispiel Panda, auch in anderen musikalischen Sphären auszuprobieren. Das bedeutet, dass ich die Stimme auf verschiedene Arten einsetzen kann. Es war mir schon immer ein Ansporn, mich in verschiedenen Musikgenres auszuprobieren – von Pop über Jazz und Rock bis hin zu Erfahrungen mit volkstümlicher Musik. In einer Band vom Kaliber GHB zu sein, ist für mich eine Herausforderung. Und Grega hat mir, das muss ich zugeben, noch zusätzliches Selbstvertrauen im Ausdruck gegeben, was sich auch bei Panda stark bemerkbar macht. Ich habe begonnen, mich leichter auszudrücken, mich zu entspannen. Ich gebe zu, an einem bestimmten Punkt fehlte mir etwas an Selbstvertrauen – jetzt bin ich noch mehr ich selbst geworden …
Grega: Ja. Nina ist von Herzen eine Rockerin. Und für Damjan habe ich das Gefühl, dass er es auch ist. Bei Panda kann er nicht auf die Art schlagzeugen, wie er es bei GHB kann. Wir sind eben eine etwas härtere Band. Bei uns kann er das Gaspedal voll durchdrücken und ohne Einschränkungen schlagzeugen. Auch mit Damjan haben wir uns sofort verstanden. Im Nu.
RockLine: Und wie kommt es, dass ausgerechnet Damjan und kein anderer Schlagzeuger?
Grega: Das hat Nina geregelt.
Nina: Ich hab ihn eigentlich zum GHB-Proben gelockt.
RockLine: Okay, das Schlagzeug. Du hattest die Angewohnheit, es einfach selbst reinzuklicken. Was gibt es Neues auf dem neuen Album – hat sich da etwas geändert?
Grega: Von jeher wollte ich einen Schlagzeuger im Studio. Alle, mit denen ich bisher zusammengearbeitet habe, waren ziemlich gute Schlagzeuger, aber zu konkreten Studioaufnahmen von Schlagzeug sind wir nie gekommen … Z. B. Blaž (Blaž Soklič, Anm. d. A.) war wirklich ein ausgezeichneter Schlagzeuger, aber …
Klemen: … er war mit dem Kopf nicht völlig bei unserer Musik.
Grega: Jetzt haben wir Damjan, der mit allem, was wir jetzt angehen, ideal funktioniert, und ich glaube, dass wir mit ihm endlich auch bei zukünftigen Studioaufnahmen zu richtigen Schlagzeugaufnahmen kommen werden.
Nina: Für Damjan habe ich wirklich aufrichtig die Daumen gedrückt. Ich habe darauf bestanden, dass er der neue GHB-Schlagzeuger werden muss. Ich hatte das Gefühl, dass die Jungs mit Damjan klicken würden. Und meistens habe ich eine gute Intuition.
Grega: Auch charakterlich. Super Mensch und ausgezeichneter Schlagzeuger mit einem ganz eigenen Spielstil, was unbezahlbar ist.
RockLine: Was ist mit Aleš Svetina? Hat sein Vater früher bei Heavy Company gespielt?
Grega: Wie sein Vater ist auch Aleš ein ausgezeichneter Gitarrist und von sehr ruhiger, unkomplizierter Natur. Letzteres ist besonders wichtig, wenn zwei Gitarristen in einer Band sind, bei denen oft ein etwas zu ausgeprägtes Ego typisch ist und die Dinge schnell in unnötige Rivalität ausarten können. Ich habe das Gefühl, dass wir an den Gitarren ein ideales Gespann sind, weil er etwas ruhiger spielt und ich etwas kantiger.
RockLine: Ihr habt auch in Sachen Videoproduktion zugelegt. Da ist noch jemand bei euch. Das stille, unsichtbare sechste Bandmitglied?
Grega: Mitja Ploj. Ein Künstler im wahren Sinne des Wortes. Er ist ein Steirer, der in Jesenice lebt, und mein langjähriger Freund. Bei uns kümmert er sich um die Videoproduktion, er hat das Plattencover gestaltet. Er kümmert sich um unser offizielles Merchandise, T-Shirts, die Gestaltung von Motiven. Mitja ist Teil unseres Teams, sein Status ist eigentlich der Status eines GHB-Mitglieds.
RockLine: Angesichts der Situation, in der wir uns mit diesem „Koronismus“ befinden, musste sich die Band anpassen. Während Konzerte konkret lahmgelegt sind, öffnet sich auf der anderen Seite mehr Raum für das Erschaffen neuer Musik.
Nina: Wir überlegen, ein Konzert direkt aus unserem Proberaum zu streamen.
Grega: Die Situation diesbezüglich ist frustrierend. Wir sind gerade in absoluter Topform. Ich behaupte, dass ich noch nie eine Crew hatte, die performancemäßig so gut gespielt hat. Schade, dass es jetzt so schwer ist, auf die Bühne zu gehen. Ausgerechnet jetzt.
RockLine: Grega, wie seid ihr mit den Gesangslinien umgegangen? Hast du sie selbst entwickelt und dann an Nina übergeben, oder hast du ihr die Freiheit gelassen und sie hat ihre Gesangslinien selbst gestaltet?
Grega: Nein, nein, da habe ich Nina alle Freiheit gelassen.
Nina: Gesangslinien innerhalb eines Instrumentalstücks zu entwickeln ist eine ganz eigene Herausforderung. Da ist kein Platz für Theater. Grega und ich sind aber ziemlich auf derselben Wellenlänge – sehr selten kommt es vor, dass wir nicht dieselbe Idee oder denselben Blick auf eine Gesangslinie haben.
RockLine: Es ist aber wahrscheinlich eine völlig neue Erfahrung, dass du dich manchmal selbst dem Gesang unterordnen musstest. Na ja, nicht überall, aber etwas Anpassung musste es geben. Hat Nina auf diese Weise aus dir auch gitarristische Lösungen herausgelockt, die sogar dich selbst überrascht haben und die du nicht erwartet hättest?
Grega: Sicher. Es gab Anpassungen. Auf seine Weise war das Aufnehmen der Gitarren dieses Mal leichter, da Ninas Gesang einen großen Teil der Musik füllte. Die slowenische Sprache auf dem Album und dabei darauf zu achten, nicht in einen generischen slowenischen Sound abzudriften, hat die meiste Mühe gekostet.
Nina: Weder die Musik ist generisch, noch sind die Texte banal. Das gefällt mir außerordentlich gut.
RockLine: Wie siehst du die Sache, auch mal im Ausland aufzutreten?
Grega: Ich habe das Gefühl, dass wir uns mit dem letzten Album und Ninas Gesang dem breiten Publikum deutlich angenähert haben und dass jetzt alles möglich ist. Am meisten würde ich mich über Konzerte in den Ländern der ehemaligen gemeinsamen Republik freuen, weil die Menschen dort emotionaler sind und mir daher näher. Lass uns überrascht werden.
Autor: Aleš Podbrežnik
Fotografien: Mitja Ploj (Promotionsfotos) & Jernej Vene (Bild aus dem Interview)

