Homebrew Vol. 3
Künstler: Howe, Steve
Label: Inside Out Records
Release: 2005
Bewertung: 3/5
Steve Howe hat wieder an alle echten Anhänger seines einzigartigen Musikstils gedacht! Er hat uns mit der dritten Fortsetzung seiner daheim „zusammengebrauten Stückchen“ beglückt. Es sind 21 Songs, die eigentlich noch gar keine Songs sind. Im Grunde sind es Motive, die im Moment der Inspiration entstanden sind und die Steve „notdürftig“ flott auf einen Tonträger gebannt und so in roher Form festgehalten hat, damit er sie bloß nicht vergisst. Du weißt ja. Inspiration kommt schnell, geht aber auch schnell wieder.
Der musikalische Moment von Steve Howe, wie ihn uns “Homebrew Vol. 3″ zeigt, bezieht sich auf die spätere Phase von Steves musikalischem Schaffen und endet mit dem Jahr 2001. Die Skizzen, die du auf „Homebrew Vol.3“ finden wirst, wurden festgehalten, um später zu Klassikern von GTR und Asia ausgebaut zu werden – ein paar dieser Motive stammen aus der Zeit des „Pseudo-Yes-Reunions“ von Ende der Achtziger, ABWH, und wer Yes verfolgt, wird außerdem embryonale Keimzellen für Yes-Songs aus der Zeit der Alben „Open Your Eyes“ (1998) und “Magnification“ (2001) erkennen. Natürlich hat Steve dabei auf keinen Fall seine Solo-Studioalben vergessen! Der Rest des Materials auf „Homebrew Vol.3“ bildet so die Grundlage für Stücke, die auf den Soloalben „Grand Scheme of Things“ (1993), „Turbulence“ (1991), „Quantum Guitar“ (1998) und „Natural Timbre“ (2001) erschienen sind.
Bei „Homebrew Vol.3“ macht es natürlich keinen Sinn, musikalische Doktorarbeiten zu schreiben, denn es ist weder ein neues Studioalbum noch ein Livealbum. Es ist ein schönes Dokument, das uns einen direkten Einblick in Steve Howes Aufnahmestudio gibt, in seine Stündchen endlosen Spaßes beim Drücken von „Knöpfen und Fadern“ sowie beim Festhalten spontaner musikalischer Ideen in einer Grundskizze, aus der erst zum Beispiel Yes-Klassiker erwachsen werden! Das ist ein Album, das ausschließlich für alle gedacht ist, die diesen vielseitigen Gitarren virtuosen bewundern, der im Herzen dem Jazz verschrieben ist, sich aber durch ein außergewöhnliches Gespür fürs Verschmelzen verschiedener musikalischer Horizonte auszeichnet, was an ihm schon immer so anziehend war! Das neue „howebrew“ birgt seine versteckten Leckerbissen!
Besetzung
Steve Howe – Gitarre, Gesang
Produktion
Steve Howe
Tracklist
1. Turbulence (3:59)
2. Hint Hint (3:09)
3. The Main Title (2:30)
4. Just Passing Phase (3:01)
5. Suddenly (2:35)
6. Kind Of Friends (3:37)
7. Pyramidology (1:40)
8. In Course Of The Day (2:24)
9. Family Tree (4:02)
10. Solar Winds (2:01)
11. In Your World (1:18)
12. No Deceiving (2:49)
13. From Door To Door (4:23)
14. Cruise Control (1:17)
15. It’s Too Late (3:01)
16. Seven Castles (3:22)
17. Between Your Smiles (2:03)
18. Reaching Out (3:01)
19. The Last Word (4:27)
20. Getting Through (0:54)
21. Outlawed (3:51)
Spieldauer: 59:40