Myles Goodwyn, Gitarrist, Sänger, Gründer und zentrale Figur der kanadischen Rock-Ikone April Wine, ist am 3. 12. 2023 in Halifax (Nova Scotia, Kanada) im Alter von 75 Jahren verstorben. Sein Tod wurde von seinem Publicist Eric Alper bestätigt; der genaue Todesgrund ist zwar nicht bekannt, doch hatte Goodwyn im Dezember des Vorjahres angekündigt, sich vom Tourneeleben zurückzuziehen, da er unter diabetesbedingten Beschwerden litt.
Goodwyns letztes Konzert mit April Wine fand am 2. 3. 2023 im Roth Eastlink Community Centre in Truro (Nova Scotia, Kanada) statt.
Goodwyn gründete April Wine 1969 in Waverley (Nova Scotia); bei der Gründung dabei waren Gitarrist David Henman, Schlagzeuger Ritchie Henman und Bassist Jim Henman. In 45 Jahren Plattenveröffentlichungen war Goodwyn an 16 Studioalben beteiligt und verkaufte mit April Wine über 10 Millionen Alben.
Das Album „The Whole World’s Goin‘ Crazy“ erreichte 1976 in Kanada Platz 1 und war der Auftakt zu insgesamt 30 Hit-Singles, die die Band in ihrer Heimat landen sollte. Auch südlich der Grenze, in den USA, gelang der Band ein gewisser Durchbruch — auf dem europäischen Festland und in Großbritannien hingegen wollte der kommerzielle Erfolg nie so recht anspringen, obwohl April Wine 1980 beim historischen ersten Monsters Of Rock Festival auf dem Castle Donington auftraten. Auch eine anschließende Tournee durch Großbritannien ein Jahr später änderte daran nichts.
2010 wurden April Wine in die Canadian Music Hall of Fame aufgenommen, und 2003 erhielt Goodwyn den ECMA Lifetime Achievement Award für seinen grundlegenden Beitrag zur Entwicklung der kanadischen Musiklandschaft. 2016 veröffentlichte Goodwyn seine Autobiografie „Just Between You and Me“.
Anschließend veröffentlichte er zwei Soloalben: zunächst „Myles Goodwyn And Friends Of The Blues“ im Jahr 2018, gefolgt von einer Fortsetzung 2019 — was ihm 2020 einen Juno Award in der Kategorie Bestes Blues-Album einbrachte.