Bernie Marsden, der beliebte (ehemalige) Gitarrist der Hard-Rock-Giganten Whitesnake, der sich auch mit einer Reihe hervorragend aufgenommener Soloalben einen Namen gemacht hat, ist im Alter von 72 Jahren verstorben.
Das bestätigte Marsdens offizieller Vertreter in einer eigens veröffentlichten Mitteilung.
Die traurige Nachricht hatte zuvor bereits Marsdens ehemaliger Arbeitgeber und Whitesnake-Chef David Coverdale in die Öffentlichkeit getragen, der auf Twitter schrieb: „Ich war gerade aufgestanden, als mich die schreckliche Nachricht erschütterte, dass mein alter Freund und ehemalige ‚Schlange‘ Bernie Marsden verstorben ist. Meine aufrichtigsten Gedanken und Gebete sind in diesem Moment bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Fans. Er war ein genial unterhaltsamer und talentierter Mann, und es war mir eine große Ehre, ihn zu kennen und mit ihm die Bühne geteilt zu haben.“
Marsden war vor allem für seine Zeit bei Whitesnake bekannt. Gemeinsam mit Coverdale und Micky Moody gründete er Whitesnake 1978 mit. Bei Whitesnake war er dabei, als Klassiker wie u. a. „Come An‘ Get It“, „Saints & Sinners“ und „Live… In The Heart Of The City“ entstanden. Marsden gilt zudem als Mitautor des größten internationalen Hits der Band, nämlich Here I Go Again, der 1987 die Spitze der amerikanischen Charts erklomm – fünf Jahre nachdem Marsden die Gruppe verlassen hatte.
Einmal sagte er gegenüber Classic Rock über Here I Go Again: „Es hat mich höchstens zwei Stunden gekostet, den Song in meinem Haus zu schreiben und auf einem alten Revox-Recorder aufzunehmen.“
„Was mich von Anfang an gepackt hat, war die Eröffnungssequenz des Songs, die ersten drei Akkorde zu Beginn. Ich hatte die Melodie im Kopf, und als ich Jon Lord die Musik präsentierte, verfolgte er das Ganze mit einem ganz besonderen Ausdruck in den Augen. Er sagte, ich solle es noch einmal spielen, und meinte dann: ‚Du kleiner Gauner, oder? Das zieht.‘
Marsden wurde 1951 im britischen Buckingham geboren und begann seine Karriere Ende der Sechzigerjahre – inspiriert, wie so viele seiner Zeitgenossen, von der Blues-‚Explosion‘.
Schon als Kind war Marsden von Hank Marvin und seinen The Shadows begeistert, später war es dann Eric Clapton, dem er wirklich verfiel und den er aufmerksam verfolgte. Dazu zählte er auch George Harrison und Peter Green. Entsprechend besuchte er auch unzählige Fleetwood Mac-Konzerte.
1972 schloss sich Marsden UFO an, hielt es dort aber nicht allzu lange aus. Er stieß zu Wild Turkey, spielte für Cozy Powell’s Hammer und nahm das Album „Malice In Wonderland“ mit der kurzlebigen Formation Paice Ashton Lord auf. Dann kam das Jahr 1978 – und eine ganz besondere Einladung. Von David Coverdale.
„Alles, was Coverdale damals über Marsden wusste, war, dass er ein Studiogitarrist war, der Alben mit verschiedenen Leuten eingespielt hatte. Bernie erzählte, dass Coverdale ihn bei einer der Proben zur Seite gezogen und ihn in einer Pause gefragt habe, ob er kurz mit ihm sprechen könne. ‚Ich hätte nicht gedacht, dass du so spielst‘, soll Coverdale zu ihm gesagt haben. Und so begann Marsdens Zusammenarbeit mit Whitesnake.
Nachdem Marsden Whitesnake verlassen hatte (lange bevor die Band mit dem Hit Here I Go Again zu Stars wurde, dessen Mitautor er, Bernie, ist), spielte er in verschiedenen Formationen, darunter Bernie Marsden’s SOS, Alaska und Moody Marsden Band, bevor er sich für eine Solokarriere entschied und eine Reihe hervorragend aufgenommener Studioalben veröffentlichte. Seine Werke erfreuten sich bei seinen Anhängern stets großer Beliebtheit, und Marsden blieb durchgehend aktiv, was das Aufnehmen betrifft. Zuletzt erschienen drei Alben – „Kings“, „Chess“ und „Trios“ –, mit denen er den Musikern und der Musik, mit der er aufgewachsen war, seinen Tribut zollte.
Skromni velikan, RIP. Whitesnake so bili vse do Saint An‘ Sinners pravi band, že ne Slide It In pa so zaradi Coverdale-ovih komercialnih ambicij začeli razpadati, od 1987 naprej pa so pravzaprav postali Coverdalova spremljevalna skupina. 1987 je bil sicer izjemen album, a je bil obenem tudi labodji spev, saj kasneje niso več posneli ničesar, kar bi se po kakovosti lahko primerjalo z zgodnjimi leti, po moji oceni je Slip Of The Tongue celo njihov najšibkejši album.
Imam kar nekaj Marsdenove glasbe, sploh Alaska so mi hudo všeč. Smo ga pa imeli priložnosti videti v živo pred 21 leti tudi v Sloveniji, ko so The Company Of Snakes bili headlinerji žal hitro umrlega fesivala v Izoli.