Olivia Newton-John, Sängerin und Schauspielerin, die im Laufe ihrer Karriere vier Grammys gewann, ist nach einem langen Kampf gegen Brustkrebs im Alter von 73 Jahren gestorben. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Rolle als Sandy in dem Kultfilm „Grease“.
Newton-John wurde erstmals bereits 1992 mit Brustkrebs diagnostiziert. Die Behandlung war damals erfolgreich, doch 2013 kehrte der Krebs zurück. Im Mai 2019 gab sie bekannt, dass sich ihr Zustand verschlechtert hatte und der Krebs sich auf weitere Körperteile ausgebreitet hatte.
John Easterling, der Ehemann von Olivia Newton-John, machte die Nachricht vom Tod seiner Frau am Montagmorgen, dem 8. 8. 2022, öffentlich und schrieb in seiner Mitteilung, dass die Sängerin und Schauspielerin an jenem Morgen friedlich auf ihrer Ranch im Süden Kaliforniens im Kreise ihrer Familie und Freunde gestorben sei.
Olivia Newton-John wurde in England geboren und verbrachte nach der Auswanderung ihrer Familie nach Melbourne den Großteil ihres Lebens in Australien. Im Laufe ihrer Karriere gewann sie vier Grammys. Auf dem Gebiet der Musik erzielte sie fünf Nummer-1-Hits sowie zehn weitere Hits, die es in die Top Ten der Billboard Hot 100 schafften. Ihre Alben „If You Love Me, Let Me Know“ (1974) und „Have You Never Been Mellow“ (1975) erreichten den ersten Platz der Billboard 200. Elf ihrer Singles (darunter zwei Platin- und vier Doppelplatinauszeichnungen) erhielten eine Goldzertifizierung durch die Recording Industry Association of America (RIAA). Olivia Newton-John verkaufte im Laufe ihrer Karriere weltweit über 100 Millionen Alben und gilt von der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute als eine der kommerziell erfolgreichsten Musikerinnen.
1978 spielte Olivia Newton-John im Musikfilm „Grease“ mit, dessen Soundtrack bis heute eines der meistverkauften Alben der Aufnahmegeschichte ist. Darauf befinden sich zwei riesige Hits als Vokalduelle von Olivia und John Travolta: You’re the One That I Want – der als einer der meistverkauften Singles aller Zeiten gilt – sowie Summer Nights.
Zu den herausragenden Errungenschaften im Bereich ihrer Soloalben zählt das Album „I Honestly Love You“ (1974), das ihr den Grammy in der Kategorie „Platte des Jahres“ einbrachte. Die bedeutendsten Singles, die Olivia Newton-John im Laufe ihrer Karriere aufnahm, sind: If Not for You, Banks of the Ohio (beide von 1971), Let Me Be There (1973), If You Love Me (Let Me Know) (1974), Have You Never Been Mellow (1975), Sam (1977), Hopelessly Devoted to You (ebenfalls aus dem Film „Grease“), A Little More Love (1978) sowie die Songs Magic und Xanadu aus dem Soundtrack zum Film „Xanadu“. Den Song Xanadu schrieb Jeff Lynne, der Kopf der Band Electric Light Orchestra.
Der Hit Physical, die Leadsingle des gleichnamigen Albums von 1981, gilt als der erfolgreichste Hit ihrer Karriere. Mit seiner Veröffentlichung wurde Newton-John zur echten Pop-Ikone der Achtziger. Allein in den USA verkaufte er sich direkt nach Erscheinen zwei Millionen Mal, erhielt sofort Platinstatus und hielt sich weitere zehn Wochen auf Platz eins der Billboard Hot 100. Der Song wurde zunächst Rod Stewart angeboten, dann auch Tina Turner – doch deren damaliger Manager lehnte ihn ab.