Samorastnik, noch eine neue Band – oder etwas, das auch Skeptiker interessieren sollte (2026)

Samorastnik 2026 (promo)
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In der slowenischen Hard-Rock-Szene taucht hin und wieder eine Band auf, die nicht bei null anfängt, sondern mit Erfahrung.

Samorastnik ist genau so eine Geschichte. Eine neue Besetzung, zusammengestellt aus Musikern, die in anderen Projekten und Bands bereits ihren Stempel hinterlassen haben und jede Menge Konzertkilometer und Studiostunden auf dem Buckel haben.

Diesmal geht es aber nicht um eine Fortsetzung der Vergangenheit, sondern um einen echten Neustart. Frische Band, frischer Sound und eine erste Single, die die Frage aufwirft: Was passiert, wenn die Erfahrungen verschiedener Wege auf eine gemeinsame Vision treffen?

Ich lade euch ein, das Interview mit dem Kopf hinter Samorastnik zu lesen – mit Rok Tomšič. 

Wer ist Samorastnik – wie würdet ihr euch jemandem vorstellen, der euch zum ersten Mal hört, und wie würdet ihr euren Sound beschreiben? 

Samorastnik ist ein Musikkollektiv, bestehend aus erfahrenen slowenischen Musikern, die einen ziemlich umfangreichen musikalischen Katalog und viele Konzertkilometer hinter sich haben. Das Projekt ist für den slowenischen Markt ausgelegt – also mit slowenischsprachigen Texten und eingängiger melodischer Musik. Während Songwriting und Texte ausschließlich meine Arbeit sind, bringt im Aufnahmeprozess jedes Mitglied seine eigenen Arrangements ein, was dank des Wissens und der Erfahrung der beteiligten Musiker ein qualitativ hochwertiges Klangbild ergibt. 

Ihr habt bereits eure eigenen Bands und Geschichten – warum dann noch Samorastnik? Ist das vielleicht eine Weiterentwicklung früherer Projekte? Was könnt ihr hier machen, was ihr woanders nicht konntet?

Wir haben das Gefühl, dass dieser Ausflug notwendig ist. Für unsere Seele und für ein Publikum, dem in der slowenischen Medien- und Konzertwelt diese Art von Musik leider nicht oft serviert wird. Wir wollen also das Spektrum des Publikums ein wenig erweitern – aber nicht so, dass wir uns verkaufen, sondern indem wir starke Musik mit qualitätsvollen Texten repräsentieren, die das slowenische Publikum braucht und vermisst. Hinter Samorastnik baut sich langsam ein breiteres Team von Mitarbeitern auf, das uns Musikern hilft, das gewünschte Ziel zu verwirklichen – das Projekt formiert sich also strategisch und auf professionelle Weise. 

Wie ist die Band entstanden – spontane Idee oder langer Prozess?

Es ist ein längerer Prozess, denn die Idee begann schon vor geraumer Zeit in mir zu glimmen. Ich wollte auf Slowenisch schaffen und ein Solo-Projekt aufbauen, in das auch Keyboards eingebunden wären und an dem verschiedene Musiker mitwirken würden. Als ich die Songs schrieb, formte sich langsam ein Gesamtbild, das immer mehr darauf hindeutete, dass aus dem Solo-Projekt etwas wie eine sogenannte »Supergroup« werden würde – denn die eingeladenen Musiker, die zusagten, waren wirklich erstklassig. 

Woher kommt der Bandname – hat er für euch eine besondere Bedeutung oder Geschichte?

Der Name ist bei einem solchen Projekt sehr wichtig. Ich wollte, dass er slowenisches Kultur- bzw. Literaturgut enthält, auf der anderen Seite die Natur ehrt – Samorastnik als wild gewachsener Baum – und gleichzeitig einen eigenständigen musikalischen Weg ankündigt. Als sich das Team der Musiker formierte, stellten wir fest, dass wir auch auf musikalischem Gebiet gewissermaßen Samorastniki sind, denn wir haben uns unseren Platz in der Musikszene durch jahrelanges, konsequentes und kontinuierliches Schaffen selbst erkämpft – wofür es wirklich viel Einsatz, Verzicht und aufrichtige Liebe bzw. Hingabe an die Musik braucht. 

War die Besetzung der Band von vornherein geplant oder hat sie sich eher zufällig ergeben? 

Die Besetzung war von vornherein geplant – basierend auf meinen früheren Zusammenarbeiten mit verschiedenen Musikern, den Erfahrungen, die ich in der Musikszene gesammelt habe, sowie dem Gesamtbild des Projekts – also sowohl dem klanglichen als auch dem visuellen Bild. 

Wie entstehen eure Songs – wie entwickelt ihr eine Idee, eine Inspiration?

Die Songs entstehen spontan, in Momenten der Inspiration, wenn im Kopf ein Blitz einschlägt und die Idee vertont wird. Meistens entsteht zuerst der Text, dann die Musik.

Ihr kündigt eine neue Single an. Ist vielleicht schon bald auch ein neues Album im Gespräch?

Die erste Single mit dem Titel Prvi maj erscheint am 1. 5. 2026 um 18 Uhr auf unserem Youtube-Kanal. Sie erscheint als Musikvideo, das von Matej Sušnik inszeniert wurde. Matej hat eine unglaubliche Gabe, ein Talent und das Knowhow – ich bin ihm von Herzen dankbar, dass er mit einem guten Team ausländischer Kameraleute vom Projekt des Europäischen Solidaritätskorps ein so fantastisches Produkt geschaffen hat.

Das Album ist für nächstes Jahr geplant.
Neue Single – erstes Urteil des Publikums. Erschreckt euch das oder könnt ihr es kaum erwarten?

Wir können es kaum erwarten. Wir wissen, dass das Produkt gut ist, also werden wir es dem Publikum mit Freude und Selbstvertrauen präsentieren. 

Was sind eure Wünsche und Ziele für die Zukunft?

Das Ziel ist, dieses Jahr 3 Singles zu veröffentlichen. Nächstes Jahr ist die Albumveröffentlichung und der Beginn der Konzerttätigkeit geplant. Auch dabei wird der Ansatz strategisch sein – wir wissen, welchen Anspruch wir ans Live-Spielen haben, und werden darauf hinarbeiten, dieses Ziel zu verwirklichen. 

Musstet ihr euch bei diesem Projekt bewusst etwas aus euren früheren Bands abgewöhnen?

Das Projekt funktioniert schon von Anfang an völlig anders als etwa die Arbeitsweise und Aktivitäten in unseren 

Stammbands, die auf eine gewisse Weise Familie sind.

Ist das euer Maximum oder habt ihr noch Reserven?

Musik ist kein Sport. Sie ist Kunst und basiert auf Geistesblitzen momentaner Inspiration – also gibt es keine Maxima und keine Reserven. Es gibt nur Schaffen, Aufnehmen, Spielen und Auftreten. Bei all diesen Prozessen gibt man immer alles.

Befreien euch Erfahrungen oder schränken sie euch ein?

Sie befreien, denn du weißt schon, was du vermeiden musst, an wen du dich wenden kannst, wem du vertrauen kannst und so weiter.

Was kann das Publikum von euch erwarten? Was erwartet ihr vom Publikum?

Das Publikum kann eine neue Dosis Qualitätsmusik erwarten. Von ihm erwarten oder fordern wir nichts, aber wir wünschen uns, dass es sich die Zeit nimmt und Musik hört, auf Konzerte geht, auf den Impuls reagiert, den die Musik gibt, und konstruktiv kritisch ist. Wir wünschen uns, dass die Menschen sich Zeit für Musik nehmen und sie nicht nur als etwas betrachten, das im Hintergrund dudelt. 

Wo werden wir euch live sehen und hören können?

Auf der Bühne Aber erst nächstes Jahr.

Und noch zum Schluss…

Was nervt euch am meisten an der slowenischen Musikszene? Ist es heute überhaupt noch möglich, in Slowenien mit einer „Rock“-Band den Durchbruch zu schaffen?

Persönlich bin ich im Reinen mit mir selbst und versuche, das Leben so positiv wie möglich zu sehen. Daran arbeite ich jeden Tag und distanziere mich von Menschen und Faktoren, die negative Gefühle auslösen.

Eher „wir machen Musik für uns“ oder „wir wollen ein Publikum“ – ehrlich gesagt?

Die Grundidee des künstlerischen Schaffens kommt vom Menschen, und wenn sie künstlich nur auf Instant- und Hyperproduktion und -konsum ausgerichtet ist, dann ist das keine gute Kunst. 

Was ist wichtiger: ein gutes Riff oder ein guter Refrain?

Beides. Den Beweis liefert die kommende Single Prvi maj .

Kompromiss oder Sturheit?

Da spreche ich wieder nur für mich. Definitiv Kompromiss.

Was motiviert euch mehr: das Schaffen oder die Reaktion des Publikums?

Für mich das Schaffen.

Rok, danke für das Gespräch und ich wünsche dir/euch eine erfolgreiche Zeit mit der neuen Band – und natürlich mögen sich so viele Zuhörer wie möglich finden, denen eure Musik gefällt. Rock on!

Interview geführt und redigiert von: Silvija Makovec

DIE BAND BESTEHT AUS:
Rok Tomšič (Ideengeber) – Gitarre
Jan Leščanec – Gesang
Tilen Hudrap – Bass
Klemen Markelj – Schlagzeug
Matic Leščanec – Keyboards

Erste Single (Veröffentlichung 1. 5. 2026, um 18.00 Uhr): https://samorastnik.lnk.to/prvimaj
Youtube: https://www.youtube.com/@Samorastnik-band
Instagram: @samorastnik.official
Facebook: facebook.com/samorastnikband 

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