Wayne Shorter 25. 8. 1933 – 2. 3. 2023

Wayne Shorter leta 2012, foto: Robert Ascroft
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Wayne Shorter, zwölffacher Grammy-Gewinner, Saxophonist und Komponist, der über ein halbes Jahrhundert lang den einzigartigen Klang des modernen Jazz geprägt hat, ist am Montag, dem 2. März, in Los Angeles gestorben. Shorter wurde 89 Jahre alt.

Shorter gilt als einer der einflussreichsten Saxophonisten überhaupt. Vom Hard Bop der späten 50er Jahre über den stilistisch kaum greifbaren Jazz in verschiedenen kleineren Formationen der 60er bis hin zur Geburt der Jazz-Rock-Fusion in den 70ern – Shorters Sopran- und Tenorsaxophone standen stets für Innovation.

Wayne Shorter, geboren am 25. August 1933 in Newark, New Jersey, schloss sich nach seinem Musikstudium an der New York University Mitte der 50er Jahre der Gruppe an, die ihn als Komponisten und Saxophonisten ins Rampenlicht der Jazzwelt katapultierte: Art Blakey’s Jazz Messengers.

Mitte der 60er Jahre festigte Shorter seinen Namen, als er dem Miles Davis Quintet beitrat. Zu dieser Besetzung gehörten damals Bassist Ron Carter, Schlagzeuger Tony Williams und Pianist Herbie Hancock.

Während seiner Zeit mit Davis nahm Wayne Shorter auch eine Reihe hochgelobter Soloalben auf. Seine Zusammenarbeit mit Blue Note Records in den Jahren 1964–1970 lieferte der Szene viele Aufnahmen, die heute als Klassiker gelten – darunter Juju (aufgenommen mit Mitgliedern von John Coltranes Quartett), Speak No Evil (aufgenommen mit zwei Mitgliedern von Miles Davis‘ Gruppe) und The Soothsayer (aufgenommen mit Freddie Hubbard). Viele dieser Alben enthalten Kompositionen von Shorter, die heute als Jazzstandards gelten.

Nach dem Zerfall des zweiten Miles-Quintetts, als Miles begann, mit Elektronik zu experimentieren, blieb Shorter zunächst bei Miles. Gemeinsam mit Keyboarder Joe Zawinul, der ebenfalls mit Davis zusammengearbeitet hatte, gründete er Weather Report mit. Die Band wurde zu einer der bekanntesten Jazz-Rock-Fusion-Formationen der 70er. Das Album „8:30“ aus dem Jahr 1979 brachte Shorter den ersten seiner zwölf Grammy Awards ein. 2015 erhielt er den Grammy für sein Lebenswerk, verliehen von der Recording Academy.

Der letzte Lebensabschnitt von Wayne Shorter war geprägt von fast 50 Jahren Hingabe an den Buddhismus – genauer gesagt an die japanische Spielart dieser Religion namens Nichiren.

Das beeinflusste auch sein musikalisches Schaffen. Zu Beginn des neuen Jahrtausends setzte Shorter diese Ideen innerhalb seines Wayne Shorter Quartet um, dem deutlich jüngere Jazztalente angehörten. Nach seiner Rückkehr zu Blue Note Records nahm diese Formation eine Reihe von Alben auf.

Das letzte Album „Emotion“, das Shorter 2018 aufnahm und veröffentlichte, ist eine weitere Station auf der Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Spiritualität und Musik.

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