Todesursache von Lou Reed bekannt

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Autor: Urban Bolta

Heute wurde offiziell die Todesursache der gestern verstorbenen Musiklegende Lou Reed bestätigt. Die Gerüchte haben sich bewahrheitet: Der amerikanische Musiker starb an Komplikationen nach einer Lebertransplantation im Frühjahr.

Die US-Zeitung New York Times zitiert Dr. Charles Miller, der die Lebertransplantation im April geleitet hatte. Demnach ist Lou Reed vergangene Woche nach Ohio zurückgekehrt, weil sich sein Zustand deutlich verschlechtert hatte. Sein Sprecher Andrew Wylie sagt sogar, Reed sei schon seit mehreren Monaten gesundheitlich schwer angeschlagen gewesen. Dr. Miller habe Reed dann im Gespräch anvertraut, dass es um seine Leber so schlecht stehe, dass ihm nicht mal mehr die Medizin helfen könne. Also ging der Musiker zurück nach Hause auf Long Island (New York) zu seiner Frau Laurie Anderson, wo er seine letzten Lebenstage verbrachte.

Die Nachricht vom Tod eines der charismatischsten Musiker der letzten fünfzig Jahre hat die Musikwelt natürlich schwer erschüttert. Zu den Ersten, die sich inzwischen mit Posts in den sozialen Netzwerken oder auf andere Weise von Reed verabschiedet haben, zählen David Bowie, John Cale (neben Drummer Tucker das einzige noch lebende Mitglied der klassischen Besetzung von The Velvet Underground & Nico), Nikki Sixx, Iggy Pop, Billy Morrison, Glenn Hughes, Steven Tyler und zahlreiche andere.

Dass Lou Reed ein wirklich eigenwilliger Künstler war, konnte sich letztes Jahr auch Rockline beim österreichischen Festival Lovely Days überzeugen. Über Reeds Auftritt schrieben wir: Das streckenweise intime musikalische Bekenntnis kippte stellenweise in den Klangkitsch reinen Experimentierens. So hat Lou Reed auch live seinen Ruf bestätigt, ein Musiker zu sein, der die Massen mit seinen einzigartigen Kreationen stark anzieht und gleichzeitig noch stärker abstößt – der Alleinherrscher unter den Giganten hält sich eben weiter an das Rezept, das ihm vor langer Zeit den Erfolg gebracht hat. (den ganzen Bericht gibt’s HIER)

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