Shadowheart

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Autor: Rok Klemše

Künstler: Kivimetsan Druidi
Label: Century Media
Erschienen: 2008

Kivimetsan Druidi wurden 2002 von den Brüdern Koskinen gegründet, um Folk Metal im Stil ihrer Landsleute Moonsorrow zu spielen, die sie als größten Einfluss auf ihr Schaffen betrachten. Nach zahlreichen Mitgliederwechseln und einem Haufen Aufnahmen, die auf einigen Demos und zwei EPs landeten, machten sie sich bei noch einer weiteren umpa-lumpa-umpa-di-da-Band aus Finnland beliebt: Korpiklaani. Die nahmen sie unter ihre Fittiche und schleppten sie auf Tour. So haben Kivimetsan Druidi noch vor dem Erscheinen ihres Debüts eine ganze Reihe europäischer Bühnen abgeklappert. Nun haben sie für Century Media endlich ihr Debüt mit dem Titel Shadowheart veröffentlicht. Ach ja, Kivimetsan Druidi bedeutet übrigens Druiden des Steinwaldes. Wirklich originell…

Aber die Jungs und das Mädel belassen es nicht beim kläglichen Namen — Shadowheart häuft Klischee auf Klischee. Erst mal wären da die Texte, die auf einem Fantasy-Roman basieren, der gerade unter den Fingern des Gitarristen/Sängers Joni Koskinen entsteht. Der Roman erzählt die Geschichte von „The Land of the Crystal Mountain and Stone Forest“ und ist schon für sich genommen spottreif, denn er ist nichts weiter als eine schlechte Kopie des Herrn der Ringe. Drachen, Verrat, Rache, ewiger Kampf zwischen Gut und Böse, Freundschaft und eine quasi-epische Geschichte? „Check.“ Weiter geht’s mit symphonischem Folk Metal, der völlig ausgelutscht und seelenlos ist und seine Einflüsse aus unzähligen ähnlichen Bands zieht. Da wären die rohen und aggressiven männlichen Growls, die an die eher viking/black metal-orientierten Moonsorrow und Fintroll erinnern. Die epischen Strukturen, die hauptsächlich von den Keyboards getragen werden, hat man schon bei Ensiferum gehört. Generische Riffs, ideenlose Passagen und Gitarren, die größtenteils auf stumpfem Power-Chord-Gesäge basieren, tragen natürlich kaum zur Abwechslung und Interessantheit von Shadowheart bei. Das Schlagzeug ist zwar solide, aber der Trigger auf der Bassdrum ist zum Kotzen, und das Zusammenspiel von Keyboard- und Gitarrenpatterns haben wir alle schon unzählige Male gehört. Technisch ist die Ausführung durchaus gut und souverän, aber das reicht einfach nicht, denn was Shadowheart vor allem fehlt, sind Seele und originelle Ideen. Doch die Klischees hören noch nicht auf, denn am Ende wartet noch das ausgelutschte „Beauty and the Beast“-Konzept mit abwechselnden männlichen Growls und dem quasi-engelshaften Gesang von Lenni-Marie. Schön und gut, aber die Stimme besagter Dame hat eine so nervtötende Klangfarbe, dass man sich allein wegen ihres „Beitrags“ kaum durch die gut fünfzig Minuten des Albums kämpfen kann. Songs, die sich gleichen wie ein Ei dem anderen und in absolut nichts herausragen, helfen auch nicht dabei, Shadowheart verdaulicher zu machen. Shadowheart ist eigentlich eher ein Knochen, der einem im Hals stecken bleibt.

Shadowheart und Kivimetsan Druidi rufen damit ganz von allein nach folgendem, in diesem Fall nur allzu treffenden Satz über eine Folk-Metal-Band, die die Prinzessin vor dem Drachen rettet. Der Protagonist kommt mit seinen Freunden an und spielt auf Akkordeons, Geigen, Flöten und anderen seltsamen Instrumenten, und der Drache schläft dabei ein (wegen des ganzen Tanzens). Die Protagonisten ziehen ab…….. ohne die Prinzessin.

Besetzung

Joni Koskinen – Gesang, Gitarre
Antti Koskinen – Keyboards
Antti Rinkinen – Gitarre
Simo Lehtonen – Bass
Atte Marttinen – Schlagzeug
Leeni-Maria Hovila – Gesang

Produktion

Esa Orjatsalo

Trackliste

1.Northwind – Prelude
2.Blacksmith
3.Jäässä Varttunut
4.Halls of Shadowheart
5.Pedon Loitsu
6.Burden
7.The Tyrant
8.Tiarnäch – Verinummi
9.Verivala
10.Korpin Laulu
11.Mustan Valtikan Aika

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