SAMADOMA: ZADNJI CD

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Das Projekt SAMA DOMA ist aus den Händen zweier ehemaliger Mitglieder von PANKRTI entstanden, Dušan Žiberna und Boris Kramberger, die nach 25 Jahren ernsthaft zur Musik zurückgekehrt sind. Was sie heute machen, hat mit Pankrti keine ernsthafte Verbindung, dafür ist das Album „Zadnji cd“ eine Reise durch musikalischen Konzeptualismus, gut hörbare Musik und intimen Pop, die die beiden selbst geschaffen haben und die frischen Wind in die heimische Pop/Rock-Szene bringt.

Dule und Bore sind durch einen seltsamen Zufall nach fast 25 Jahren wieder Nachbarn geworden – im Osten von Ljubljana. In der Zwischenzeit ist beiden einiges passiert, aber ihre musikalische Grundausstattung haben sie weder weggeworfen noch verkauft. Im Gegenteil. Die Musik hat ihnen nie etwas übel genommen, sie haben sie nur für eine Weile beiseitegelegt, um sich anderen Dingen zu widmen. Dule hat sein ganzes Hab und Gut und ein Jahrzehnt ungenutzter musikalischer Ideen in zwei Koffer voller professioneller Musik- und Computerausrüstung gestopft. Bore wollte die Abgestumpftheit der reifen Jahre mit einem neuen Musikprojekt übertönen und nicht nur mit gelegentlichem Klavierspielen für Freunde und zufällige Zuhörer. Zufälle gibt es im Leben aber grundsätzlich nicht.

Der Auslöser war ein Dokumentarfilm über Pankrti. Kann man in 45 Minuten überhaupt noch etwas sagen, fragten sie sich. Das Projekt – die eigene innere Wahrheit auf ein äußeres Medium zu bringen und Fremden zu präsentieren – gingen sie in den verschneiten Monaten Ende 2005 und Anfang 2006 an. Der erste Gedanke war, das Projekt allein und zu Hause umzusetzen. Daher der Bandname. Wenn du zu Hause arbeitest, kannst du leichter auf dein inneres Gedächtnis zugreifen und bist weniger von den Erwartungen anderer belastet. Anders wollten sie ohnehin nicht arbeiten. Um Erinnerungen aber leichter zu materialisieren, musst du dir viel zuhören und viel miteinander reden. Deshalb stieß eines Tages auch noch Grega dazu.

Der zweite Gedanke war für heutige Verhältnisse etwas altmodisch: ein Konzeptalbum, also ein Projekt, das etwas mitteilt. Etwas Neues oder Anderes macht der Mensch vor allem dann, wenn er jung oder alt ist. Den Jungen verführt der Gedanke, eine andere Welt als die bestehende zu erschaffen, den Alten, ein ganz eigenes Leben zu führen, ohne übermäßige Teilnahme an einer Welt, die ihm zu oberflächlich und gleichgültig erscheint. Das Projekt ist also etwas anderes als das, was beide schon gemacht und erlebt haben. Es zielt auf die Erforschung des Intimen.

Beim Label hat man ihnen gesagt, dass Alben vorbei sind. Mehr noch, die CD als Medium verschwindet, sie verkauft sich immer weniger und ist out. Die eigenen Empfindungen, Erinnerungen, Botschaften und den eigenen Geschmack in ein einheitliches Projekt zu verpacken, ist angeblich auch passé. Jetzt sind einzelne Hits und einzelne Songs IN. Fragmentierte Wirklichkeit. Ein Grund mehr für Zadnji CD.

Dule und Bore wollen nicht auf Züge aufspringen, die schon voll besetzt sind. Sie haben eine CD mit 10 Songs aufgenommen, von denen sie hoffen, dass sie den Test der Zeit bestehen. Sie werden sich aber auch nicht wehren, falls einer davon ein Hit wird. Sie hoffen, dass das nicht ihre letzte CD sein wird.

Autoren: Texte/Musik
1. Izbira (4:58) – B.Kramberger-D.Žiberna / B.Kramberger-D.Žiberna
2. Kraval (4:02) – G.Tomc/B.Kramberger
3. Slika (3:31) – G.Tomc/D.Žiberna
4. Težko je (3:52) – G.Tomc/D.Žiberna
5. Rast (5:15) – B.Kramberger
6. Kje je še jutro (3:09) – G.Tomc/D.Žiberna
7. Kar odšla si (3:05) – B.Kramberger
8. Kameno srce (5:31) – D.Žiberna
9. Nov dan (3:40) – B.Kramberger/D.Žiberna
10. Žvet je treba (5:12) –B.Kramberger/D.Žiberna

Besetzung: Dule Žiberna (Gesang, Gitarren, Keyboards, E-Percussion) und Bore Kramberger (Backing
Vocals, Bass, Keyboards, Mundharmonika)
Arrangements: B.Kramberger und D.Žiberna
Direktor: Gregor Tomc
Aufnahme und Produktion: Studio 216, Dule Žiberna

Label: NIKA, d.o.o., Ljubljana, Oktober 2006

Dank an: B.Atanasković (für Soundeffekte), B.Činč (für Mix-Tipps) und B.Pretnar (für die Rhythmusgitarre bei Kraval)

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