The Cancer Empire

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Autor: Rok Klemše

Interpret: Zonaria
Label: Century Media
Erscheinungsjahr: 2008
Laufzeit: 45:11
Bewertung: 3.5/5

Die schwedische melodic-Death/Black-Metal-Band Zonaria wurde 2001 unter dem Namen Seal Precious gegründet und spielte anfangs noch typischen schwedischen Power Metal. In ein paar Jahren reifte die Band, benannte sich um, die Jungs ließen sich die Haare wachsen und wandten sich extremeren Metal-Genres zu – 2007 erschien ihr Debütalbum Infamy and the Breed.

Kaum ein Jahr nach dem Debüt melden sich Zonaria mit ihrem zweiten Studioalbum The Cancer Empire zurück. Die Jungs beweisen, dass auch junges Blut frischen Wind in den Metal bringen kann – und richtig gute „Tritt-in-den-Arsch“-Musik abliefert. Musik, die den Black/Death-Metal-Sound – inspiriert von Bands wie Dimmu Borgir und Hypocrisy – mit dem Sound jüngerer schwedischer melodischer Death-Metal-Bands vermischt. Der Sound passt dazu: Zonaria mixt aggressiven Death-Metal-Gesang, der an Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) erinnert, mit dem Gitarren-Riffing der neuen Schule des schwedischen Death Metals, angereichert mit epischer, pompöser Sinfonik, wie man sie von Bands wie Dimmu Borgir kennt. Auf ihrem zweiten Album sind die jungen Schweden auch kompositorisch deutlich gereifter: The Cancer Empire ist eine wesentlich kohärentere Platte als das Debüt, die Mischung aus Sinfonik und Brutalität durchdachter und ausgefeilter – und damit auch der Arrangement-Part vollends auf Vordermann gebracht. Vielleicht stellenweise sogar etwas zu sehr, denn die Produktion von Fredrik Nordström (At the Gates, In Flames, Dimmu Borgir) klingt mancherorts schlicht zu poliert – am deutlichsten hörbar beim Gesang, der immer wieder von diversen Effekten überschwemmt wird. Simon Berglunds natürlicher Gesang würde ohne Zweifel mehr zünden. Kritik verdient auch die offensichtlich (zu) starke Anlehnung an andere Bands – bei Zonaria vor allem Dimmu Borgir und Hypocrisy. Auf The Cancer Empire ist der moderne Sound des späten Hypocrisy unüberhörbar präsent, und die Nähe zu Dimmu Borgir hat sich – vor allem dank der Black-Metal-Einflüsse und pompösen Keyboards – noch weiter verringert. Eine direkte Kopie der genannten Bands sind Zonaria zwar nicht, aber allzu oft beschleicht einen das Déjà-vu-Gefühl, das irgendwo schon mal gehört zu haben.

Was Zonaria für einen größeren und besseren Status noch fehlt, ist vor allem mehr eigene Kreativität und Eigenständigkeit, die sie von den offensichtlichen Einflüssen älterer Bands abhebt. Trotz der Schwächen bleiben Zonaria aber eine der besseren jungen schwedischen Bands – und unzähligen At the Gates- und In Flames-Kopien um eine Nasenlänge voraus.

Besetzung

Simon Berglund – Gesang, Gitarre
Emil Nyström – Gitarre
Markus Ĺkebo – Bass
Emanuel „Cebbe“ Isaksson – Schlagzeug

Produktion

Fredrik Nordström

Tracklist

1.Slaughter is Passion
2.Praise the Eradication
3.Crowning King Cancer
4.Contra Mundum
5.Termination Process
6.At War with the Inferior
7.From the Abysmal Womb 0
8.Damnation Dressed in Flesh
9.Humanity Vs Sanity
10.The Icon and the Faceless

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