Sting will sein Vermögen nicht seinen Kindern hinterlassen
Autor: Sebastijan Videc
Rockmusik kann ein sehr lukratives Geschäft sein, wenn es Musikern gelingt, ganz nach oben zu kommen. Sting hat durch harte Arbeit und inspiriertes Songwriting eine der raren Positionen erreicht, in der man sich im Laufe einer Karriere ein beträchtliches Vermögen angehäuft hat. Trotzdem hat er sich entschieden, seinen sechs Kindern nichts davon zu hinterlassen.
Obwohl sein Vermögen auf rund 300 Millionen US-Dollar geschätzt wird, sieht der ehemalige Police-Sänger seinen Reichtum als potenziellen Ballast für seine Nachkommen. „Ich will ihnen auf keinen Fall irgendwelche Sparkonten hinterlassen, die sie dann schnell verprassen würden„, sagte er gegenüber dem Daily Mail. „Ich habe ihnen gesagt, dass sie nicht viel Geld bekommen werden, weil wir es ausgeben. Wir haben viele Verpflichtungen. Was wir verdienen, geben wir aus, und es bleibt nicht viel übrig.“
Der Musiker, der früher als Gordon Sumner bekannt war, weiß, wie hart das Erwachsenwerden sein kann und wie es aussieht, aus eigener Kraft erfolgreich zu sein – und offensichtlich hat er sich entschieden, diese „du musst es selbst schaffen“-Mentalität auch an seine Kinder weiterzugeben. „Sie müssen arbeiten„, sagte er. „All meine Kinder sind sich dessen bewusst, und sie fragen mich selten um irgendetwas – was ich sehr respektiere und schätze.“
Auch wenn es vielleicht wie eine etwas harte Art wirkt, Kindern Lebenslektionen beizubringen, ist Stings Denkweise dann doch nicht so unerbittlich, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. „Logischerweise würde ich ihnen helfen, wenn sie Probleme hätten, aber das war bisher noch nie nötig. Sie haben Arbeitsgewohnheiten, mit denen sie jeder für sich erfolgreich sein können.“
Sting ist allerdings nicht der erste wohlhabende Rocker, der sich für diesen Weg entschieden hat. Vor einigen Jahren erläuterte Kiss-Bassist Gene Simmons in einem Interview für CNBC seine posthumen Pläne für seine Kinder: „Was Erbschaft und den Rest angeht, wird für sie gesorgt sein, aber sie werden an meinem Geld nie reich werden. Weil ich sie jedes Jahr dazu zwingen musste, aus dem Bett aufzustehen, rauszugehen, anzufangen zu arbeiten und ihr Leben zu leben.“