Steht ein The Faces-Comeback bevor?
Nach der Veröffentlichung eines neuen Albums, das er in Erinnerung an seine vergangene Karriere geschrieben hat, möchte der britische Musiker Rod Stewart nun auch die Band The Faces wieder zum Leben erwecken.
Wie der Musiker erklärte, fand er den Anstoß zum Schreiben des aktuellen Albums »Time« beim Verfassen seiner im vergangenen Jahr erschienenen Autobiografie, in der er auch seine dunkle Seite enthüllte – analer Kokainkonsum und ähnliche Geschichten –, weshalb er das Album als eine Art gedanklich rückblickendes Werk beschrieb. Offenbar kamen ihm dabei auch Gedanken an die Blues/Rock-Band The Faces, die zwischen 1969 und 1975 ein wichtiger Teil der britischen Blues/Rock-Szene war.
In einem Gespräch mit der britischen Zeitung The Sun erklärte Stewart, dass Gespräche über eine Reunion der Band bereits laufen, diese aber vorerst an den vollgepackten Terminkalendern der einzelnen Mitglieder scheitert. Am problematischsten in puncto Timing soll Gitarrist Ron Wood sein, der momentan mit der Welttournee der Rolling Stones beschäftigt ist. »Die Stones sollen ruhig ihren Spaß haben – dafür kommen wir dann nächstes Jahr zurück«, schloss Stewart das Gespräch optimistisch ab.
The Faces veröffentlichten zwischen 1970 und 1973 vier sehr erfolgreiche Studioalben. Diese erschienen parallel zu den Soloalben ihres Frontmanns Rod Stewart, der in den frühen Siebzigern zu einem echten Rockstar heranwuchs und dessen Alben sich wie warme Semmeln verkauften, was zweifellos auch die Popularität von The Faces selbst beeinflusste. Eine Weile lang gelang es Stewart, beide Projekte zu vereinen – die Solokarriere und The Faces –, bis es schließlich einen Punkt gab, an dem keine Kompromisse mehr möglich waren, weshalb sie nach der Welttournee 1975 ihre Tätigkeit einstellten. Vor zwei Jahren wurden The Faces außerdem in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Bei der Aufnahmezeremonie waren alle Originalmitglieder anwesend, mit Ausnahme von Rod Stewart, der erkrankt war.