ABBA bekommt ihr eigenes Museum!
In Stockholm wurde gestern ein Museum eröffnet, das der Popgruppe ABBA gewidmet ist – einer der erfolgreichsten Musikgruppen aller Zeiten.
Im Museum befinden sich tausende von Gegenständen, die auf die eine oder andere Weise mit der Gruppe verbunden sind, die die Musik der Siebziger geprägt hat. Abba startete ihren kometenhaften Aufstieg in den Musikcharts im Jahr 1974, als sie mit dem Song Waterloo den Eurovision Song Contest gewannen. Bis 1981 veröffentlichten sie insgesamt acht Studioalben und verkauften davon zusammen über 300 Millionen Exemplare – womit sie zu den zehn meistverkauften Musikkünstlern aller Zeiten zählen, an der Seite von Namen wie The Beatles, Elvis Presley, Madonna, Michael Jackson, Led Zeppelin und Elton John. Wer kennt nicht ihre Hits wie Dancing Queen, Mama Mia, The Winner Takes It All, Take A Chance On Me, S.O.S., Lay All Your Love On Me…
Die Idee zum Museum ist schon etwas älter. Ulf Westman und Ewa Wigenheim Westman kamen darauf, nachdem sie Mitte des letzten Jahrzehnts das Beatles-Museum in Liverpool besucht hatten. Die ursprünglichen Pläne sahen eine Eröffnung für 2008 vor, doch die Schweden (und alle anderen ABBA-Fans weltweit) mussten auf die feierliche Eröffnung bis gestern warten.
Im Museum hat die Ausstellung „ABBA world“ einen festen Platz gefunden, die in den Jahren 2009–2011 durch Europa und Australien tourte. Neben den Exponaten der Ausstellung wurde die Sammlung auch um hunderte weitere Erinnerungsstücke bereichert, die dem Museum von ABBA-Fans gespendet wurden. Der feierlichen Eröffnung wohnten auch drei der vier Bandmitglieder bei (nur das jüngste Mitglied fehlte – die berühmte Blondine Agnetha Fältskog), und einmal mehr betonten sie, dass von einem Reunion nicht auszugehen sei. Zuletzt standen Agnetha Fältskog (63), Björn Ulvaeus (68), Benny Andersson (66) und Anni-Frid „Frida“ Lyngstad (67) vor drei Jahrzehnten zusammen auf der Bühne, und als offizielles Jahr ihrer Auflösung gilt 1983. Eintrittskarten für das Museum gehen weg wie warme Semmeln – aktuell sind sie bereits für mehrere Wochen im Voraus ausverkauft.
Zu den interessanten Exponaten zählt auch der Helikopter, der auf dem Cover eines ihrer erfolgreichsten Alben »Arrival« (1977) abgebildet ist. Noch spannender ist aber das rote Telefon (auf dem Foto oben), das als Symbol für ihren Song Ring Ring steht. Die vier Bandmitglieder versprechen nämlich, gelegentlich dort anzurufen – was bedeutet, dass glückliche Besucher die Chance auf ein Live-Gespräch mit einem der Mitglieder dieser legendären schwedischen Gruppe haben.
