Slayer arbeiten an neuem Material
Die Website Billboard.biz hat kürzlich ein Interview mit Scott Sokol veröffentlicht, der seit 15 Jahren der Manager bzw. Booking Agent von Slayer ist. Auf die Frage, ob die Band im Mai dieses Jahres nach der Nachricht vom Tod von Slayer-Gitarrist Jeff Hannemann vorhatte, die Tour abzubrechen, sagte Sokol: »Ich glaube, die Sache hätte leicht anders laufen können, aber Jeff hatte schon fast drei Jahre lang nicht mehr mit der Band gespielt. Es ging also nicht darum, dass Gary Holt (Gitarrist von Exodus und Hannemanns Ersatz) nur eine neue Variable in der Gleichung war. Als Jeff verstarb, arbeitete Gary bereits zweieinhalb Jahre mit Slayer zusammen. Niemandem wäre damit geholfen gewesen, das zu unterbrechen, was sie taten, denn die Band genießt es wirklich, live zu spielen. Ich bin weder Anwalt noch sonst irgendwas in der Richtung, aber ich denke, die Art, wie sie mit den Dingen umgehen, hängt direkt damit zusammen, was sie mögen und lieben – und sie lieben es, rauszugehen, auf die Bühne zu gehen und das zu tun, worin sie am besten sind.«
Sokol sprach auch darüber, dass sich ihr Live-Auftritt nach Holts Einstieg in die Band als Hannemanns Ersatz merklich verändert hat: »Ich glaube, sie haben keinen einzigen Schlag verpasst. Es gibt niemanden, der Jeff vollständig ersetzen könnte. Gary ersetzt also nicht Jeff, der für sich selbst eine Legende ist, gleichzeitig ist aber auch Gary in gewissem Maße genauso legendär. Es geht also nur um stilistische Unterschiede. Brian Johnson und Bon Scott sind zwei völlig unterschiedliche Frontmänner, die den Namen AC/DC repräsentieren, aber beide sind auf ihre ganz eigene Art Legenden. Ähnliches könnte man jetzt auch in diesem Fall behaupten.«
Ob die Band bald mit der Aufnahme neuen Materials beginnen will, verriet Sokol: »Sie arbeiten definitiv an neuem Material und kreieren neue Musik. Mehr wird in den kommenden Wochen enthüllt.«
Slayer brechen am 22. Oktober zu einer amerikanischen Tour mit fünfundzwanzig Auftritten zusammen mit Gojira und der Band 4ARM auf. Ende Mai enthüllten Tom Araya und Kerry King, dass Paul Bostaph für den Rest der internationalen Tour am Schlagzeug sitzen wird. Bostaph spielte von 1992 bis 2001 Schlagzeug in der Band und nahm mit ihr vier Alben auf – Divine Intervension, Undisputed Attitude, Diabolus In Musica und God Hates Us All, sowie die DVD War At The Warfield. Abgesehen von seinem Ehrenplatz bei Slayer war Bostaph auch Mitglied in Bands wie Forbidden, Exodus, Systematic und Testament. Der ursprüngliche Schlagzeuger Dave Lombardo fiel im Februar und März wegen eines Vertragsstreits mit den übrigen Bandmitgliedern aus dem Tourplan heraus, und die australische Tour spielte stattdessen Jon Dette, ansonsten Schlagzeuger bei Testament und Anthrax.