Morgen in Trzin: Ana Pupedan
Autor: Urban Bolta
wer: Ana Pupedan + Vorband
wo: Trzin, Trznfest
wann: Samstag, 31. Mai
Eintritt frei
Morgen treten im Rahmen des Trznfest die Schelme aus dem Küstenland Ana Pupedan auf – unterstützt von einer Vorband, den Gewinnern des heutigen Abends.
Die Besetzung, die seit Anfang an dieselbe geblieben ist, zeichnet sich durch ihren eigenwilligen musikalischen Ansatz aus – vor allem aber durch ihre kritische und bisweilen hellsichtige Haltung gegenüber dem Leben und dem, was um sie herum passiert. Ana Pupedan spielt regelmäßig auf Konzertbühnen in Slowenien und im Ausland und hat sich auch im Theater (Viže inu griže), im Film (Vrtičkarji) und im Animationsfilm (Bizgeci) versucht. Vielleicht seid ihr ihnen schon in ihrer anderen Version als Ante Upedanten Banda begegnet, mit der sie mit Akustikinstrumenten für altes Publikum Songs aus allen möglichen Musikrichtungen spielen – oder in der Vokal-Variante Anademski pupevski pulpet. Am liebsten widmen sie sich ihrer eigenen, selbst geschriebenen Musik, die eine geschickte Mischung verschiedener Genres ist und mit Rock, Punk, Jazz, Blues, Reggae, Hippie-Klängen und noch einigem mehr flirtet. Den unverwechselbaren Sound hat die Band durch die Wahl von Vintage-Instrumenten und ihre eigene Hausproduktion entwickelt. Einen besonderen Reiz verleihen der Musik die Texte, die gesellschaftskritisch, witzig und spöttisch sind und Botschaften transportieren, die das Quartett aus Pivka seinen Zuhörern mitgeben möchte. Der eklektische Ansatz gibt der Musik von Ana Pupedan jene Offenheit, bei der alle musikalischen Richtungen noch möglich sind – sodass man auf Basis des Gehörten unmöglich vorhersagen kann, welche Schritte als nächste folgen. Nach wie vor handelt es sich um eine ‘Hausproduktion’, die der Musik von Ana Pupedan ausgesprochen gut steht: Bei einer allzu poliert klingenden Produktion könnten sie schnell die Grenze zur unabhängigen Randproduktion mit Alterhaltung überschreiten und sich im Einheitsbrei der heimischen Mainstream-Radiopopper verlieren. Das ist Musik, die nie nach Schablonen gesucht und sich nie äußeren Interessen gebeugt hat. Mit dem Album Na domači brjači hat Ana gezeigt, dass ihr nach siebzehn Jahren weder Ideen noch Akkorde, Melodielinien, Rhythmen oder Worte ausgegangen sind – und dass sie noch immer in bester Form ist. Ana bleibt alternativ und ist gleichzeitig auf ihre Weise zugänglich, direkt und kritisch – kurz gesagt so, wie sie immer war: spontan und unberechenbar.
Besetzung: Simon Avsec – Gesang, Violine, Boštjan Požar – Gitarre, Klarinette, Peter Žnidaršič – Bass, Marko Doles – Schlagzeug