Laibach: Volk

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„Pop ist Musik für Schafe, und wir sind Hirten, verkleidet als Wölfe.“ Laibach

LAIBACH kündigen das Erscheinen ihres neuen Albums mit dem Titel ‚VOLK‘ an, das wie schon der Vorgänger ‚WAT‘ aus dem Jahr 2003 am 23. Oktober beim englischen Label Mute Records (Virgin/EMI) rauskommt. Die erste Single ‚ANGLIA‘ steht schon am 9. Oktober 2006 in den Läden.

‚VOLK‘ (in den germanischen Sprachen auch Volk bzw. Nation) ist eine Sammlung von Interpretationen nationaler Hymnen. Darauf findet sich auch die Hymne des NSK, jenes Staates in der Zeit, ohne Territorium und ohne Staatsgrenzen, mit dem Laibach seit seiner Gründung 1984 verbunden sind, außerdem die Hymne des Vatikans sowie die gesamtslawische Hymne mit dem Titel ‚Slovania‘.

Mit diesem großen Projekt haben sich Laibach auf bislang unbetretene Klangpfade gewagt, und trotzdem klingt das Ergebnis typisch nach Laibach. Alle Songs auf ‚VOLK‘ sind von den originalen Nationalhymnen inspiriert und darauf aufgebaut, und die Band verwandelt sie in ganz eigene Popsongs. Der Opener ‚Germania‘ interpretiert das Original ‚Das Lied der Deutschen‘ neu, ein 1841 geschriebenes Lied, das nach dem Ersten Weltkrieg, in der Zeit der Weimarer Republik, zur Hymne des deutschen Volkes wurde. In ‚Yisra’el‘ ist die offizielle jüdische Hymne mit der palästinensischen verflochten, und die bereits erwähnte Single ‚Anglia‘ basiert auf John Bulls Original ‚God Save The Queen‘, das in der Laibach-Version natürlich ziemlich anders klingt.

Mit witzigen Texten und eleganter Hymnenhaftigkeit legen Laibach auf dem neuen Album die kollektiven imaginären Fundamente frei, die Einzelne zu Nationen mit gemeinsamem patriotischem Gefühl zusammenschweißen, einem Gefühl, das auf gewaltsamen und blutigen historischen Grundlagen ruht. Mit ihrer Interpretation dieser Stücke (die meisten Songs wurden ins Englische übersetzt und auf Englisch gesungen, in jedem davon haben aber Gastsänger Teile auch in der Sprache der Original-Hymne vorgetragen) liefert die Band zugleich einen ziemlich scharfen Kommentar zur kulturpolitischen Lage von heute.

Laibach haben für das Projekt die Ljubljaner Band Silence (Boris Benko und Primož Hladnik) eingeladen, die auf der Platte als Koproduzent und Mitautor der Musik geführt wird, und Boris Benko hat auch noch meisterhaft einen großen Teil der Begleitvocals und Arrangements beigesteuert. Neben dem Beitrag von Silence ist auf der Platte auch die Stimme von Mina Špiler (Melodrom) zu hören, dazu Brina Vogelnik und sogar die Zither des legendären Miha Dovžan, und am Mischpult saß Paul Walton, sonst bekannt von seiner Arbeit mit Björk, Massive Attack und Goldfrap.

Die Platte ist dem Andenken des kürzlich verstorbenen slowenischen Regisseurs Boštjan Hladnik gewidmet.

TRACKLIST DES ALBUMS:

1. Germania
2. America
3. Anglia
4. Rossiya
5. Francia
6. Italia
7. Espana
8. Yisra’el
10. Turkiye
11. Zhonghua
12. Nippon
13. Slovania
14. Vaticanae
15.  NSK

Das Album erscheint außerdem in einer limitierten Auflage mit Hardcover-Verpackung und einem umfangreichen Booklet mit Erläuterungen zu jeder Hymne sowie mit Original-Aquarellen von Laibach.

Die Single ‚Anglia‘ erscheint als CD und auf 12″ Vinyl. Remixe dafür haben Iztok Turk, Peter Penko und Damjan Bizilj aka dj Bizzy beigesteuert.

Laibach wurden 1980 in Trbovlje gegründet, und ‚VOLK‘ ist ihr zwölftes Studioalbum. Im November kündigt die Band außerdem die nächste Veröffentlichung in ihrer DVD-Reihe an, den Dokumentarfilm von Saša Podgoršek, ‚Razdružene države Amerike‘ (Divided States of America).

Ende November geht Laibach auf den ersten Teil der Europatournee, mit 18 Auftritten in Westeuropa, doch schon vorher präsentiert die Band die neue Platte und das neue Konzertprogramm erstmals in der legendären Halle des Delavski dom in Trbovlje, und zwar am 27., 28. und 29. Oktober. Eine begrenzte Zahl an Tickets gibt es bei den Eventim-Verkaufsstellen nur für den 28. und 29. Oktober.

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