Jean Louis experimentieren in der Menza
Jean Louis
Menza pri koritu, Ljubljana
19. Mai 2010, 21.30 Uhr
Menzas Konzertreihe Džez pri koritu empfängt diesmal das aufgedrehte französische Trio Jean Louis, das die Fans mit seiner souveränen Verbindung von Jazz- und Rock-Elementen und dem raffinierten Einsatz elektronischer Effekte beim letztjährigen Festival Sajeta schon begeistert hat.
Jean Louis entziehen sich klassischen Genre-Schubladen – Bezeichnungen wie Jazz, experimenteller Jazz-Rock oder elektronischer Jazz sind in ihrem Fall gleichermaßen (un)legitim. Ihre Musik baut auf dem soliden rhythmischen Fundament von Schlagzeuger Francesco Pastacaldi und Kontrabassist Joachim Florent, das die effektbeladene, „entfesselte“ Trompete Aymeric Avices durchzieht.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Jean Louis als Einflüsse so unterschiedliche Namen wie Zu, Marc Ducret, Meshuggah, Melvins, Varese, Stravinski, Zakir, Hussein, Fela Kuti, Miles Davis und Fred Frith angeben.
Biografie
Jean Louis entstanden 2005 in Paris, als die beiden Studenten der Jazzabteilung am Conservatoire National de Paris, Schlagzeuger Francesco Pastacaldi und Trompeter Aymeric Avice, ihre Kräfte mit Kontrabassist Joachim Florent vereinten. Es dauerte etwa ein Jahr, bis sie ein Repertoire eigener, kollektiver Kompositionen entwickelt hatten und anfingen, live zu spielen. Mit Auftritten in Pariser Clubs wie Le Triton, Olympique Cafe La Bellevilloise und Studio de l’Ermitage etablierten sie sich schnell als eine der interessantesten New-Jazz-Bands der französischen Hauptstadt. Eine Art Wendepunkt war das Jahr 2007, als sie als Vorband der französischen Prog-Formation Magma auf sich aufmerksam machten und von zahlreichen namhaften Festivals in ganz Europa entdeckt wurden. Letztes Jahr erschien ihr Debütalbum Jean Louis.
Besetzung:
Aymeric Avice (Trompete, Elektronik)
Joachim Florent (Kontrabass)
Francesco Pastacaldi (Schlagzeug)