Headbanging ist ein lebensgefährliches Unterfangen!
Autor: Sebastijan Videc
Deutsche Ärzte, die einen 50-jährigen Mann untersuchten, dem nach dem Besuch eines Motörhead-Konzerts eine Hirnblutung aufgetreten war, machten das ‚Headbanging‘ für diese gefährliche Verletzung verantwortlich. Jetzt warnen sie auch andere vor den Gefahren dieses Treibens.
Der Mann, der zuvor keine Kopfverletzungen hatte und nie Drogen konsumiert hatte, erklärte, dass er nach dem Konzert anhaltende Kopfschmerzen gehabt habe. Im Januar 2013, einen Monat nach dem Konzert, begannen Neurochirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover ihn zu behandeln. Die Gehirnaufnahme zeigte ein Blutgerinnsel auf der rechten Seite, das erfolgreich entfernt wurde.
„Es wird vermutet, dass das ‚Headbanging‘ mit seinen schnellen Vor- und Rückwärtsbeschleunigungen zum Einreißen von Verbindungsgefäßen geführt hat“, sagte Dr. Ariyan Pirayesh Islamian. „Das Risiko für eine solche Verletzung ist sehr, sehr gering. Wir glauben aber, dass es nicht passiert wäre, wenn unser Patient ein Klassikkonzert besucht hätte. Dennoch sollen Heavy-Metal-Fans weiterhin ihre Musik genießen.“
Wie die BBC herausfand, sind neben diesem Fall nur noch drei weitere Fälle bekannt, bei denen es infolge von ‚Headbanging‘ zu einer Hirnblutung kam. Eine unheimliche Koinzidenz ist, dass im Vorjahr ausgerechnet Motörhead-Frontman Lemmy, der ultimative Headbanger, ein Hämatom erlitt, was etliche Konzertabsagen nach sich zog.