Ein Abend voller guter Panda-Vibes! (2017)

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Autor: Jernej Vene
Fotos: Jernej Vene

Ort: Ljubljana / Soho / Slowenien
Datum des Konzerts: 31.03.2017
Besucherzahl: 80

Ein Konzert der altgedienten Ljubljanaer Band Panda zu besuchen ist immer ein angenehmes Erlebnis. Auch diesmal haben die Mitglieder von Panda diese Erwartungen erfüllt.

Andrej Pompe hält die Band seit Jahrzehnten zusammen, das Grundgerüst der vier Männer ist seit mindestens zwanzig Jahren bekannt, Schlagzeuger Vanja Vogrinčič hat ebenfalls schon eine zweistellige Jahreszahl auf dem Buckel, und Nina Bauman hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise fest vor oder hinter dem Mikrofon etabliert.

Etwas anderes als einen grandiosen Abend zu erwarten – musikalisch wie performativ – wäre natürlich verschwendete Mühe gewesen. Panda hat die Luft im Obergeschoss des Clubs Soho (ehemals Guliver in der Vilharjeva in Ljubljana) ordentlich zum Schwingen gebracht, wo seit dem Neustart Ende 2016 feine Konzerte für Genießer stattfinden. Mit einer Mischung aus alten Favoriten und Songs vom Album Stoletni ples, auf dem die Stücke der letzten Jahre versammelt sind, sorgte Panda für einen stürmischen und übermütigen Auftritt.

Genießer, enge Freunde und Anhänger guter Musik aus der Generation 30+ kamen voll auf ihre Kosten. Jedes Bandmitglied gab sein Bestes. Gerade in den Solo-Einlagen war zu hören, dass sie immer noch mit Seele und Herz spielen und es ihnen egal ist, ob sie auf einer kleinen Bühne stehen. Hier ist der Kontakt zum Publikum umso echter, was auch jene freute, die an jenem Freitag zufällig auf ein oder zwei Bier vorbeigekommen waren. Das Konzert teilten die Pandistas in zwei Teile auf – im ersten setzten sie mutig auch den Neuzugang Pozabi ein, der etwas rockiger ist als die jüngsten Werke, aber immer noch den unverkennbaren Panda-Stempel trägt. Angeblich haben sie noch einige weitere Neuheiten in der Pipeline, aber dazu dann, wenn die Zeit reif ist. Jeden Teil eröffneten sie mit den Instrumentalstücken Taxi und Vladivostok, die tief in den Jazz-Rock eintauchten. Das Hauptwort behält Bassist Vlado Pirc, dem Pompe und Nina natürlich ihre Sätze oder Witze hinzufügen.

Das alles wurde von einem überzeugenden Auftritt untermauert. Die Darbietung stimmte, der Flucht aus dem Alltag und die Überführung der Zuhörer in eine eigene Welt – ein musikalisches Gemisch aus Rock, Pop, Jazz, Latin und noch mehr – ist dem Sextett vollauf gelungen. Auch wenn sie nicht jede Woche dreimal spielen, spürt man, dass sie ein kompaktes Team sind, in dem jeder neben seinem erwarteten Anteil auch genug Raum für die eigene Entfaltung hat – meist in den Verzierungen, die sie Versen und Phrasen hinzufügen, oder in den Soli. Diesmal sind Sterne und Chemie zu einer Einheit verschmolzen…

Spaß beiseite: Panda ist neben Avtomobili mit Sicherheit die einzige Pop-Rock-Band, die mehr als drei Jahrzehnte qualitätsbewusst auf der Szene überlebt und ihren musikalischen Weg bedacht aufgebaut hat – auch mit Konzerten wie diesem im Soho.

Setlist

  1. Taxi
  2. Sanje
  3. Stoletni ples
  4. Vzemi me
  5. Pozabi
  6. Kako ga čutim
  7. V poznih nočnih urah
  8. Noro
  9. Vladivostok
  10. Mala strast
  11. Da te ni
  12. Kakšno sonce, kakšen dan
  13. Ti in jaz
  14. Sive ceste
  15. Ljubimec brez imena
  16. Nepremagljivi
  17. Daleč stran
  18. Moja moč

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