Die Musikwelt trauert um Johnny Winter
Avtor: Urban Bolta
Billy Gibbons (ZZ Top), Nikki Sixx (Mötley Crüe), Paul Stanley (Kiss) sind nur einige der Größen der Rockmusik, die in Statements der am Donnerstag verstorbenen Blues-Legende Johnny Winter ihren Tribut gezollt haben.
Wie wir berichtet haben, starb der legendäre Blues-Gitarrist mitten in einer Europatournee in einem Hotelzimmer in Zürich (Schweiz). Es stellte sich heraus, dass Winter seinen letzten Auftritt am vergangenen Samstag beim Festival Lovely Days in Österreich hatte — einem Festival, das die Rockline-Crew in den vergangenen Jahren bereits mehrmals besucht hatte, in diesem Jahr aber leider nicht vor Ort war.
Johnny Winter hatte für September die Veröffentlichung seines neuen Albums »Step Back« geplant, das nun als posthumes Album erscheinen wird. Nach der Veröffentlichung hätte er mit seinem jüngeren Bruder Edgar Winter eine US-Tournee unternehmen sollen, bevor er mit dem Konzertieren im Jahr 2015 in Großbritannien weitergemacht hätte.
Winters Begleitgitarrist Paul Nelson veröffentlichte im Netz ein Foto von Johnnys berühmtem Hut und schrieb dazu: »Danke an Johnnys Familie, die Band und das Personal für all die Liebe, die ihr uns in diesen schweren Momenten entgegengebracht habt«. Unten sind die Statements der anderen Persönlichkeiten zusammengestellt, die auf die eine oder andere Weise vom Wirken der verstorbenen Blues-Legende geprägt wurden.
Billy Gibbons (ZZ Top): »Als ich zum ersten Mal einem Konzert von Johnny beiwohnte, war ich vielleicht 12 oder 13 Jahre alt — damals war er bekannt als »Johnny Cool Daddy Winter«. Wir haben ihn immer unter diesem Spitznamen gekannt. Im Laufe der Jahre wurden wir enge Freunde. Jetzt ist der Moment gekommen, seinen Glanz zu feiern, der für immer eingefroren ist. Wir haben noch einen großen Gitarristen verloren.«
Nikki Sixx: Unglaublich! Ich habe seine Musik unzählige unzählige Jahre lang bis tief in die Nacht gehört«.
Paul Stanley: »Wir haben einen der Größten verloren. Was für ein Gitarrist. Danke dir für all das Feuer«.
Bruce Kulick: »Ich werde die Gibson Firebird-Gitarre nicht vergessen, die ich vor ein paar Wochen gekauft habe. Ich sagte Lisa, dass Johnny Winter auf solchen Gitarren spielt und dass das außergewöhnliche Instrumente sind. Genauso außergewöhnlich wie Johnny selbst. 1979 spielte er ein Solo auf dem Demo meiner Band Blackjack mit Michael Bolton ein, mit der wir einen Plattenvertrag bekamen«.
Zakk Wylde: »Gott segne Johnny Winter — lang lebe der König der Gibson Firebird«.
Joe Satriani: »Rest in peace, Johnny, wir werden dich vermissen«.
The Doobie Brothers: »Wir kannten uns gut — TJ bekam seine erste Firebird 1973 genau von Johnny. Er war ein guter Mensch und ein unglaublicher Gitarrist«.
Steve Lukather (Toto): »Die Welt hat einen der Größten verloren. Mein Herz ist in diesem Moment bei meinem Freund Edgar Winter und bei Johnnys Familie«.
Foghat: »Wir sind sehr traurig. Die Welt hat eine wahre Legende und einen guten Menschen verloren«.
Auch Rockline begegnete Johnny Winter zweimal bei Konzertauftritten, zuletzt im Februar 2012 in Triest. Über das Konzert schrieben wir damals: Die anderthalb Stunden lange Reise mit einer der wenigen Blues-Legenden, die noch nicht irgendwo am Rand der Musikgeschichte vergessen sind (wie es vielen von Winters Zeitgenossen widerfahren ist), bot wegen der angeschlagenen Form des Musikers zwar nicht jene euphorischen Momente, die nur Konzerterlebnisse heraufbeschwören können — und dennoch war die Begegnung mit dem Meister der musikalischen Interpretation wegen seines Renommees und seiner Ausstrahlung ein Moment, der noch lange nicht vergessen sein wird. (vollständige Reportage hier)