Destruction Manual

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Künstler: Hatred
Label: SAOL
Erscheinungsjahr: 2010
Laufzeit: 50:41
Wertung: 3/5

Der alte Thrash Metal kehrt auf seinen angestammten Platz in dieser Welt zurück. Die Zahl neu gegründeter Bands schießt wie Pilze aus dem Boden. Das deutsche Band Hatred ist kein Neuling in der Welle des neuen Thrash Metal. Die Musik, die sie spielen, ist nichts Neues. Dasselbe spielten bereits die alten Bands der Bay Area Thrash-Szene, und ebenso die legendären deutschen Thrash-Bands wie etwa Kreator, Destruction und Tankard. Dennoch haben Hatred die Musik ihrer Einflüsse aufgegriffen und wollten damit etwas Neues erschaffen. Sie wollten eine gewisse Vielfalt. Doch am Ende des Tages bleibt es Thrash Metal mit einem Beigeschmack der alten Schule. Da muss man einfach zustimmen.

Das neue Album, Destruction Manual, wurde beim deutschen Label SAOL veröffentlicht. Das Album strahlt für sich genommen die Aggressivität des deutschen Thrash aus und kann sich mit seinen amerikanischen Konkurrenten messen. Bands wie Hatred brauchen nicht nur dynamische Musik. Sie müssen böse sein und von Zeit zu Zeit auch von Vorbildern inspiriert. Kurzum… die Kraft von Destruction Manual kann man auf jedem Album jedes Thrash-Bands der neuen Thrash-Ära hören. In Hatreds lokalem Umfeld lassen sich außerdem Parallelen entdecken, die unter Namen wie Cripper und Hatchery stecken. Die beiden Faktoren, die für dieses gelungene Release verantwortlich sind, sind die Produktion und der Versuch, Abwechslung in den Kompositionen zu schaffen.

Gewissermaßen lässt sich der Mangel an Melodie durch eine Produktion, die Elemente der 80er aufgreift und mit zeitgenössischen Sounds verbindet, überdecken. Das Album selbst versteht es, von diesem Detail abzulenken. Dabei gibt es durchaus Momente, die man sogar als Melodien bezeichnen könnte. Hatred haben das über Harmonien im 80er-Stil versucht, unterstützt von schweren und vernichtenden Riffs. Wer Qual und Chaos will, hört sich “Smash ‚Em“ und “Moshpit Ritual“ an. Thrash-Hymnen: “Metal Bastards“, “Submission Of The Uncontrolled“ und “United“. Und wer einfach nur beim Trinken abschalten will, für den ist “Franconian Speed“ wie gemacht.

Wenn du ein Fan von Bands wie Exodus, Destruction, Kreator, Evile, Bonded By Blood und anderen Thrash-Bands der neuen Welle bist, verdienst du dir auch einen Tritt von Hatreds neuem Album Destruction Manual. Vielleicht ist es nichts Neues, aber es ist immer noch roh, ungeschliffen und auf seine eigene Art faszinierend. Wie Glenn Danzig sagte: “Für die einen ist Metal Motörhead, für die anderen Judas Priest“. Für die Thrash-Fans der neuen Generation kann das eben auch Hatred sein.

 

Die Rezension entstand in Zusammenarbeit von Rock Hard Slovenija und Rockline.

 

Besetzung

Bacchus – Gesang
Maddin – Gitarre
Kört – Gitarre
Hudson – Bass
Evil Ewald – Schlagzeug

Produktion

Michael Kropp

Trackliste

1. United
2. Ratter Of Hell
3. Run Amok
4. Black Sun Prophecy
5. Moshpit Ritual
6. Porker’s Revenge
7. Submission Of The Uncontrolled
8. Speak Of The Devil
9. Metal Bastards
10. Smash ‚Em
11. Franconian Speed

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