Chuck Berry (18. 10. 1926 – 18. 3. 2017)

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Autor: Primož Novak

Im Alter von 91 Jahren ist Chuck Berry, der Pionier des Rock ’n‘ Roll, gestorben.

Chuck Berry hat mit seinem einzigartigen Stil viele bekannte Bands beeinflusst, darunter The Beatles, The Rolling Stones und The Beach Boys.

Charles Edward Anderson Berry wurde am 18. Oktober 1926 in der Stadt St. Louis im Bundesstaat Missouri geboren. Als Teenager begann er an seiner örtlichen Mittelschule aufzutreten, doch seine Ausbildung wurde unterbrochen, als er des bewaffneten Raubüberfalls beschuldigt wurde und drei Jahre in einer Besserungsanstalt verbrachte. Nach seiner Entlassung verdiente er seinen Lebensunterhalt als Friseur und spielte gelegentlich Musik mit Ebby Hardy (Schlagzeug) und Johnnie Johnson (Klavier), der Berry durch seine gesamte Karriere begleitete.

Sein Gitarrenspiel wurde von Blues-Helden wie Muddy Waters und T-Bone Walker sowie von der Country-Musik geprägt, sein Gesangsstil hingegen von Nat King Cole.

Chuck Berry begann 1955 erstmals seine Musik aufzunehmen, unter dem Label Chess, das seinen ersten Rock-’n‘-Roll-Hit Maybellene veröffentlichte. In den folgenden Jahren begeisterte er mit zahlreichen Hits wie Roll Over Beethoven, Sweet Little Sixteen, Carol und Johnny B. Goode. Die Popularität seiner Musik trug dazu bei, dass schwarze Musiker in der Eisenhower-Ära auch bei weißen Teenagern Bekanntheit erlangten.

Berry trat auch in einigen Rock-Filmen auf, darunter »Rock, Rock, Rock«, »Mr Rock and Roll«, »Go Johnny Go« und »Jazz on a Summer’s Day«.

1962 wurde er zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt, weil er angeblich eine Beziehung zu einem 14-jährigen Mädchen aus Texas gehabt haben soll. Nach seiner Entlassung erlangte seine Musik im Zuge des Aufblühens der Rhythm-and-Blues-Szene in Großbritannien neue Bekanntheit. The Beatles und The Rolling Stones coverten seine Songs.

Erfolgreiche Tourneen folgten, und Berry steigerte seinen Bekanntheitsgrad mit Hits wie »No Particular Place to Go« und »Memphis Tennessee«. Berry ruhte sich auf seinen Hits nicht aus, sondern überzeugte vor allem durch seine Live-Auftritte.

In seiner Karriere hatte Berry auch finanzielle Schwierigkeiten. 1979 landete er erneut im Gefängnis, diesmal wegen Steuerhinterziehung. Er musste 100 Tage absitzen. 

In den Achtzigern erhielt Chuck Berry zahlreiche renommierte Musikpreise. Viele Musiker zollten ihm Tribut, darunter auch Keith Richards, der Berry als den Begründer der Rock-’n‘-Roll-Bewegung bezeichnete. Berry trat bis 2011 regelmäßig auf, bis sich sein Gesundheitszustand verschlechterte. Seitdem stand er nur noch gelegentlich auf der Bühne. An seinem 90. Geburtstag im Oktober 2016 kündigte Berry an, an einem neuen Album zu arbeiten, das er seiner Frau Toddy widmen wollte.

Chuck Berry verstarb am 18. März in seinem Zuhause. Die Todesursache ist derzeit noch unbekannt. Das Album, an dem Berry gearbeitet hatte, soll noch in diesem Jahr erscheinen. 

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