Bard stellt sich vor (2014)

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Autor: Aleš Podbrežnik
Fotos: Aleš Podbrežnik

Ort: Ljubljana / CUK KIno Šiška / Slowenien
Konzertdatum: 15.01.2014
Besucherzahl: 40
Kartenpreis: 0,00€ (freier Eintritt)

Der ehemalige Niet-Mann Aleš Češnovar hat im vergangenen Jahr sein eigenes Musikprojekt namens Bard gegründet und genug Material für ein Debüt-Studioalbum zusammengebracht. Mit demselben Titel. »Bard«. Das Album erschien offiziell im November 2013, und der Mann präsentierte es noch im Dezember 2013  erstmals – und zwar im Popi’s Pub in Ljubljana. Mit dem Event im CUK Kino Šiška, untermauert von einer echten Pressekonferenz, bekamen das bisherige Werk und die neue musikalische Vision des Projekts Bard aber eine noch größere Bühne.

Im ersten Teil spielten Bard ein Konzert mit fünf Songs: Umiranje in življenje, Zvenenje, Novo jutro, Siberija sowie Vzhod & Zahod. Für die Konzertpräsentation des Albums »Bard« setzte Češnovar auf die Formation eines knackigen Rock-’n‘-Roll-Trios. Damit sorgte er für eine echte kleine Überraschung bei allen, die (wie ich) eine Neuinterpretation des Materials der Platte »Bard« erwartet hatten – mit den Zusatz-Arrangements, die von großen Meistern ihres Fachs beigesteuert werden, wie Vasko Atanasovski (Blasinstrumente), Nino Mureškič (Schlagzeug) oder Aleš‘ großem Guru noch aus Niet-Zeiten, Borut Činč, sowie Dejan Lapanja (Gitarre), Jure Kremenšek (Vocals, Gitarre) von Dandelion Children und Severa Gjurin (Vocals).

Die Bühne teilten Aleš (Gitarre, Vocals) also nur noch mit Yuri Baron am Bass sowie Nataša Zamida am Schlagzeug. Fünf Songs, gute fünfzehn Minuten Konzert. Alle Songs haben in der Rock-Trio-Formation gewonnen (leise erwartet), als das Trio sie in abgespeckter, direkter und lauterer Rockvarietät präsentierte, mit dem (leise erwarteten) Niet-Nachhall. Die Musik von Bard steckt aber auch voller anspruchsvoller Parts. Die musikalische Wahrnehmung von Aleš ist so eine Art Widerspiegelung der Niet-Musikphilosophie, der man noch besonders sinnvolle Parallelen zuschreiben kann – angesichts dessen, was die Alben »Trinajst« (2010) – RockLine-Rezension HIER und danach »Rokovnjači« (2012) – RockLine-Rezension HIER bieten, die klar ankündigten, dass sich die Gruppe Niet an einem Punkt neuer künstlerischer musikalischer Herausforderungen befand.

Nach dem Konzert folgte die Pressekonferenz, moderiert von der uns allen wohlbekannten, freundlichen und samtweich schmeichelnden Val-Stimme von Jure Longyke, zu dem sich Aleš Češnovar und der große Hammond-Buldožer-Meister und Musik-Mentor von Aleš, Borut Činč, gesellten. Erwartungsgemäß war das Ganze ein lautstarkes Dreiergespräch, und wir Medienvertreter mussten uns beim Verfolgen der Debatte dieses »Musiksymposiums auf höchstem Niveau« wieder höflich das Grinsen verkneifen und die Lacher zwischen die Schultern pressen – was so eine Art Konstante der letzten paar Jahre ist. Aber Sarkasmus mal beiseite! 

Aleš hat also mit seinem Dreierteam an diesem Tag mitten im CUK Kino Šiška erfolgreich und bildhaft den Inhalt seines neuen Projekts Bard vorgestellt – und damit seine kreativen Motive, seine neu gefundene kreative Inspiration sowie den allgemeinen Vormarsch dieses neuen Wesens auf die slowenische Musikbühne angekündigt. Des Wesens einer neuen musikalisch-expressiven Epopöe namens »Bard«. Wir wünschen ihm viel Glück sowie jede Menge Freude und Spaß!

Setlist

1. Umiranje & življenje
2. Zvenenje
3. Novo jutro
4. Siberija
5. Vzhod & zahod

Bildergalerie

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