Above (Deluxe Edition)
Autor: Sandi Sadar Šoba
Interpret: Mad Season
Label: Columbia Records
Erscheinungsjahr: 2013
Laufzeit: 1:19:14 + 1:14:52
Bewertung: 4.8/5
Grunge – bloß ein Modewort, das über die Klangpalette hinter dieser Bezeichnung nichts aussagt, oder doch ein historischer Fakt, der die Neunziger definiert hat, meine Generation geprägt hat und nach Hendrix erneut die Stimme einer Stadt in die Welt trug, in der es an 90 Prozent aller Tage regnet, während an den übrigen Tagen der Himmel von schweren Bleiwolken aus Tristesse, Perspektivlosigkeit, Depression und narkotischer Lähmung durchzogen wird? Wie auch immer – gerade Seattle hat mit seiner Invasion karierter Muster auf Flanellhemden, einem Meer talentierter lokaler Abhängiger mit ausgeprägtem Sinn fürs Musizieren meinem ziellos umhertreibenden Teenagerleben in den Neunzigern Sinn gegeben; den Löwenanteil der Erlöser-Soldateska bildeten Namen wie Pearl Jam, Screaming Trees, Alice In Chains, von den Erstligisten Nirvana und Soundgarden ganz zu schweigen. Drogen waren Versuchung und Last zugleich – weshalb uns nach einigen Jahrzehnten so manches musikalische Genie fehlt, vor allem aber die seelischen Fortsetzungen der Märtyrer, der giftig fruchtbaren Poeten, die nicht mehr unter uns sind. Doch bleiben wir bei der in Ketten gelegten Alice. Gerade der charismatische, depressive, von Drogen und Dunkelheit durchtränkte Frontman Layne Staley ist derjenige, den man zu Recht als die wahre Stimme und das Gesicht von Alice In Chains betrachten kann – und als einen der lautesten und edelsten Boten seiner Generation. Mit seinem Hybrid aus dem neuerfundenen Seattle-Sound und Metal lenkte er den Zug des musikalischen Genusses stets in eine etwas andere, weniger auf einen Punkt fokussierte Richtung, weshalb man ihm diesmal, mit der Neuauflage seines Ausflugs ins Unbekannte mit einem Bündnis außergewöhnlicher Staranmen unter demselben Dach der Band Mad Season, Tribut zollen muss.
Die Geschichte beginnt eigentlich damit, dass Pearl-Jam-Gitarrist Mike McCready in einem Entzugszentrum auf eine verwandte Seele traf: den Bassisten der Walkabouts, John Baker Saunders. Gemeinsam gründeten sie eine Band und luden u.a. den immer tiefer in die Sucht abgleitenden Staley zur Mitarbeit ein – seine Freunde wollten ihm durch die Musik helfen, den Weg ins Licht der Heilung, der Läuterung und vor allem des Überlebens zu finden. Das Bandbild vervollständigt Screaming-Trees-Schlagzeuger Barrett Martin; nach ein paar Konzerten unter dem vorläufigen Namen Gacy Bunch benennt sich die Band um und feiert fortan unter dem mit der Zeit und der Seele der Band besser passenden Namen Mad Season. Die neuartige Psychedelie – Mahnmal der Zeiten des Pilzrausches und des Aufblühens melodischer Entrückung – erhielt ihren Obelisken strahlender Außergewöhnlichkeit 1995, als das Album Above erschien; anders als die weit gefeierten und oft zitierten Ausflüge ins Unbekannte von Bands wie Temple Of The Dog und Brad schaffte die Band den Durchbruch ins Radio, auf den steilen Aufstieg folgte jedoch der verfrühte Fall, der Systemzerfall, Staleys Abgang aus der Band – und dann Saunders‘ Rückkehr auf den Pfad der Selbstzerstörung, der sein Leben 1999 allzu früh beendete. Nur drei Jahre später erlag auch Staley dem verhängnisvollen Rausch.
Seit dem Erscheinen der Platte ist ein ganzes Erwachsenenleben vergangen; nun lässt sich die Qualität der Platte, die man jetzt, 18 Jahre später, mit dem angereicherten Spektrum an Bonus-Material kennenlernen kann, objektiver und klarer beurteilen. Die Deluxe-Edition von Above servierte neben dem bekannten Album noch eine bunte Palette an Konzertmitschnitten, bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus den wenig erfolgreichen Wiederbelebungsversuchen der Band, eine DVD und ein schriftliches, dokumentiertes Tribut an eine Ära aus einer Stadt, die nie mehr so sein wird wie 1995. Falsche Romantik muss man hier eigentlich nicht suchen. Mad Season waren ein Zusammenschluss außergewöhnlicher Musiker, die sich einen Weg in eine neue gemeinsame Realität bahnen und eine Spur hinterlassen wollten, die unvergesslich bleiben könnte. Barrett Martin hat die Klangformel der Band treffend beschrieben und Mad Season mit einem Blues-Experiment gleichgesetzt. Das überrascht kaum, da Saunders in der Vergangenheit die Blues-Szene im windigen Chicago und in Minneapolis mitgeprägt hat; dennoch kann ich mich mit der nüchternen Blues-Terminologie bei Mad Season nicht vollständig anfreunden. Atmosphärischer Grunge-Sound ist reichlich vorhanden, der aber statt harter metallisierter Linien diesmal eine weitaus entspanntere Lounge-Atmosphäre in seine DNA aufgenommen hat; der perfekte Roadtrip ist diesmal völlig frei von Stoppuhr-Vorgaben, die herzlichen Ergüsse aus Leidenschaft und schönem Klang überschreiten zwar oft die epische Marke von sechs Minuten – langweilig wird’s auf der Platte aber nie.
Die Musik spiegelt den Charakter aller Beteiligten wider; und wenn diese in ihren »Jobs« bei den Stammbands den stärker metallisierten Reizen eines punkoid gestimmten Grunge erlegen sind, tritt diesmal die Durchdringung mit Rockklassikern wie Led Zeppelin und dem kontemplativeren Black Sabbath stärker in den Vordergrund – in der verrauchten Atmosphäre von Above mischt sich zudem etwas Jazzigeres, Entspannteres und Improvisationsfreieres ins Spiel. Der mit wachsender Sinnlichkeit aufgeladene Opener Wake Up beweist, dass McCreadys Stratocaster die perfekte giftige Ergänzung zu Laynes verträumtem Dunkel ist; als wunderbares Füllmaterial kommen neben Bass und Schlagzeug auch Xylophon-Klänge der grundlegenden vier Akkorde ins Arrangement. Die Planet-Caravan-Anspielung verwandelt sich mit X-Ray Mind in eine explosivere Fortsetzung psychedelischer Verzerrungen. McCreadys Gitarre dominiert in allen Songs; das gleichwertige Gegengewicht zu den süßen Gitarrensounds bildet vor allem Staleys düstere Poetik der selbstzerstörerischen Entschlossenheit. »See the more I think / I’m afraid to blink / I don’t move an inch / Slowly draining me / Hire a spy and bug me / Pimp your friends for money / Rich and growing sicker / Sell the dead ones quicker,« singt Layne, und die Schichten des satten Klangs zeigen, dass Mad Season als Einheit eine höchst ausgewogene Mischung inspirierter, wunderbar aufeinander eingespielter und edel gestählter Musiker waren. Die Hauptsingle des Debüts, River Of Deceit, bleibt dem Schmerz und der Formel des gerade richtig gesüßten Grunge treu. »My pain is self-chosen, at least so The Prophet says / I could either burn or cut off my pride and buy some time / A head full of lies is the weight, tied to my waist,« bekennt Layne immer wieder, und die drogengetränkte Lyrik bahnt sich diesmal mit jedem Akkord ihren Weg auch in die auf kommerziellen Sound eingeschworenen Radiosender.
Die Täuschung ist perfekt; das meditative Fundament des Albums ist so einfach und scheinbar zerbrechlich zugleich, dass man erst nach der Landung bei den härteren Klängen von I’m Above begreift, dass es sich bei alldem um ein wohldurchdachtes Rockerprodukt handelt. Screaming Trees schleichen sich via Mark Lanegans wunderschönem Bariton aus den Boxen, der sich königlich mit Staleys wehmütiger Färbung ergänzt. Die Led-Zeppelin-Wucht des Refrains wird durch die strophische Gelassenheit der Akustik abgemildert, und Mad Season lassen ihre magnetisch anziehenden Dämonen nicht vollständig frei. Viel Zurückhaltung und Reserve prägen das Ganze – genau deshalb ernteten Mad Season 1995 nur einen Bruchteil der Lobeshymnen, die sie für ihre Arbeit leicht hätten verdienen können. Enorme Mühe steckt in dem Ganzen, doch volles Abschalten und 100 % Unterhaltungswert darf man der Platte nicht bescheinigen. Daran ändert auch der außergewöhnliche Blues-Track Artificial Red nichts, ebenso wenig wie die exponentiell donnernde Verzerrung des düsteren Lifeless Dead, das die junkie-hafte Ausweglosigkeit der Heroinsucht besingt. Das Zombie-Spektakel setzt sich mit dem eher Alice-In-Chains-artigen I Don’t Know Anything fort, das dann schizophren in die eher Lanegan-verdunkelte Akustik von Long Gone Day abkippt; dort schleicht sich Skeriks giftiges Saxophon und die tief summenden Cello-Klänge ins Gefüge, und Mad Season ergeben sich erneut den entspannteren Jazz-Momenten einer völlig anderen Erzählung als in den Stammbands.
Die Kombination aus Pearl-Jam-Sinnlichkeit, Screaming-Trees-Unheimlichkeit, Alice-In-Chains-Schärfe und Unverfrorenheit sowie der Blues-Persona des Lamont Cranston Band ist etwas wirklich Außergewöhnliches, das danach nie wieder aufgegriffen wurde; mit den abschließenden Akten der originalen Studiostücke wie dem psychotisch brillanten Instrumental November Hotel und All Alone endet die erste Scheibe allerdings noch nicht. Bonus-Material ist trotz Staleys Abwesenheit einiges vorhanden. Nach dem akustischen Intermezzo Interlude beweisen Mad Season 1997 mit der dreckigen Metrik von Locomotive noch einmal ihren Existenzwillen – hier übernimmt Lanegan alle Vokaldienste, reicht aber nicht an Staleys schmutzige Schönheit und die verwirrte introspektive Besessenheit mit der nahezu Morrison-esken Mystik der Flammen des Vergehens und Sterbens heran. Stärker im Einklang mit den alten Songs zeigt sich die fragmentierte Schönheit von Black Book Of Fear, doch Lanegan kommt nicht aus seinen Screaming-Trees-Schuhen heraus, und Mad Season klingen diesmal deutlich näher am Country als an den altehrwürdigen Rock-Häutungen lässiger Alltagsentrückung. Slip Away versucht, die Splitter alter Regenbögen einzufangen, bleibt abseits der klanglichen Momente aber – dem Titel entsprechend – mit wenig Essenz in der Hand, auf der sich eine weitere Erfolgsgeschichte hätte aufbauen lassen. Auch das Denkmal dafür, dass Mad Season auf dem Höhepunkt ihres Schaffens den Song I Don’t Wanna Be A Soldier dem Arbeiterklasse-Helden John Lennon widmeten (nebenbei sei erwähnt: Besagter Song zierte das Kompilationsalbum Working Class Hero mit Staleys Interpretation der antikriegerischen Meditation des wichtigsten Ideen- und Klangträgers der Band The Beatles, und dir wird unweigerlich auch die sexy Saxophonlinie in Erinnerung bleiben, die erneut etwas Messingfundament in die ziemlich eintönige Wiederholung derselben Akkorde und schon gehörten Muster einbringt.
https://www.youtube.com/watch?v=b8-VEQuNeHM
Wie viel Gutes in der Band steckt, beweisen mehr als die Studioaufnahmen die Konzertmitschnitte ihres Auftritts in Seattles Moore Theater. Was auf dem Album gezähmt klang, erfuhr beim dokumentierten Konzert vom 29. April 1995 seine vollständige Bühnenentladung. Der Sound ist höllisch, und das eröffnende Wake Up reißt sämtliche Register von Kreativität und Verträumtheit der Band auf. Alle Schleusen sind geöffnet, Mad Season funktionieren fest und unzerbrechlich. Das vernichtende Thema setzt sich nahtlos mit Lifeless Dead fort, das zur Bühne für ein noch gnadenloseres Durchspielen der Elemente wird; die außergewöhnliche Rhythmussektion ergänzt sich herrlich mit den Vokal-Gitarren-Duellen. Beweis dafür, dass Chemie nicht im Labor erschaffen und danach auf der Bühne reproduziert werden kann (Mad Season hatten genau damit im laborartig sterilen Studioumfeld ihre Schwierigkeiten – auf der Bühne aber offenbar nicht …). Die künstliche Röte von Artificial Red bringt etwas mehr Blues-Natur ins Set, River Of Deceit wirkt live noch ausgewogener und resonanter als auf dem Album. Einer der ungeahnten Höhepunkte des April-Konzerts war auch Lennons Auflehnung gegen den Kriegsdienst mit I Don’t Wanna Be A Soldier, das der außergewöhnliche Skerik wunderbar würzt. Den bombastischen Schlag aus Bass, Schlagzeug, verzerrten Gitarren und Staleys Fuck-off ans Sterben für den Staat komplettiert das herrliche Saxophon, das im Mad-Season-Vokabular zwar rar ist – aber dort, wo es auftaucht, umso wuchtiger und erschütternder wirkt. Alles funktioniert ungekünstelt, entspannt, befreiend; die Saison des Wahnsinns setzt sich mit Lanegans Hommage an den längst vergangenen Tag mit Long Gone Day fort. Das Titelstück I’m Above bezeugt, dass Mad Season zu Recht einer der helleren Momente der Neunziger waren – und eine Neuauflage des damals Erschaffenen wird der Grunge nie wieder erleben. Das Qualitätsniveau hält sich auch mit I Don’t Know Anything oder dem strahlenverseuchten X-Ray Mind; nach den Nachklängen der meditativen All Alone endet das Set wunderbar mit der satten 14-minütigen Meditation November Hotel. Man hört, dass Mad Season auf ihrer Mission der musikalischen Welteroberung zumindest für einen Augenblick wussten, wie man Spaß hat – und ihre Begeisterung auch in die Menge zu tragen vermochten.
Es tut mir wirklich leid, damals beim Ritual jenes fernen Jahres 1995 in diesem akustischen Heiligtum Seattles nicht selbst dabei gewesen zu sein; als Trost bleibt mir auf der Deluxe-Version noch der letzte Backstage-Besuch der Band im abschließenden dritten Teil dieses heiligen Triptychons von Mad Season – die DVD mit dem vollständigen Bilddokument des Konzerts aus der bereits gehörten und in vollen Zügen genossenen Klangkanonade in der Moore Theater, dazu die süßen Extras ihres allerletzten gemeinsamen Bühnenauftritts bei der Silvester-Gala 1995 in der RCKNDY sowie Aufnahmen des Gastspiels in der Radiosendung Self Pollution – und natürlich das einzige offizielle Musikvideo der Band zum Song River Of Deceit. In Erinnerung bleibt vor allem das außergewöhnliche November Hotel, bei dem McCready mit einem epischen Solo und einem vollkommen hingebungsvollen Gleiten des giftigen Stratocasters hinter dem Hals alles gibt; die schweißüberströmten Gesichter aller Beteiligten bezeugen, dass die Männer wussten, was sie taten, und für den perfekten klanglichen Extrakt der herzlichen Essenz ihre gesamte Potenz und Charisma opferten, der Pose und dem sicheren Hafen des garantierten Erfolgs in den Stammbands absagten und vor allem dem wahren, ursprünglichen Ruf der Musik erlagen. Die dokumentierte Schönheit ist diesmal dank Duncan Sharps Regiearbeit wunderbar neu aufbereitet – und trotz des achtzehn Jahre alten Zeitverzugs ist dieser Backstage-Besuch vielleicht sogar besser und nachhaltiger, als wäre man in diesem Schicksalsjahr 1995 selbst vor der Band gestanden.
Ich meine, dass die Einwände der Puristen, der selbsternannten Kritiker und Scharlatane, die 1995 tonnenweise Gülle über die außergewöhnlichen Klang-Oratorien einer Epoche ausgossen, die so verdammt wichtig war und gleichzeitig so eng auf das Modewort Grunge verengt wurde – ein Wort, das über die Musik und die kosmische Reichweite der wahren Vorreiter des Alternative Rock herzlich wenig aussagt –, heute, achtzehn Jahre später, verdammt wenig zählen. Mad Season haben ihr Denkmal, Monument, ihr Zeichen der Größe mit dieser besonderen, wirklich wunderschönen Einheit aus Klang, Seele und Bild in dieser prestigeträchtigen Sammlung endlich dauerhaft erhalten. Was gewesen wäre, wenn – das spielt keine Rolle mehr. Neben den Legenden über die Destruktivität im Kern der Neunziger, über Menschen, die zweifellos Spuren hinterließen – sowohl in der Zeit als auch in uns, die wir neben dem Klang auch den Botschaften, Warnungen, Ratschlägen und Wecksignalen lauschten –, ist nun etwas Einzigartiges verfügbar. Above ist in dieser Form nämlich eine außergewöhnliche Zeitmaschine, ein Dokument einer Zeit und einer wunderbaren Fügung der Zufälle, aus der etwas Großes und Außergewöhnliches entstand – das wir damals vielleicht gar nicht zu schätzen wussten. Als Zauber und wunderbare Gabe kehrt es jetzt zurück – achtzehn Jahre weiser – als Chance, Mad Season unsere Anerkennung auszusprechen, zumindest mit einer kurzen Flucht weit weg von dieser verrückten Welt, von den aktuellen Jahreszeiten des Wahnsinns – zumindest heute, diese langen achtzehn Jahre später. Und das absolut zu Recht und verdient, meine Lieben!
Besetzung
Barrett Martin – Schlagzeug, Perkussion, Kontrabass, Cello, Marimba, Vibraphon
Mike McCready – E-Gitarre und Akustikgitarre
John Baker Saunders – Bass
Layne Staley – Gesang, Rhythmusgitarre
Gastmusiker:
Mark Lanegan – Gesang auf I’m Above, Long Gone Day, Locomotive, Black Book Of Fear und Slip Away
Skerik (Nalgas Sin Carne) – Saxophon
Produktion
Mad Season & Brett Eliason
Trackliste
CD 1: Above + Bonus-Tracks
1. Wake Up
2. X-Ray Mind
3. River of Deceit
4. I’m Above
5. Artificial Red
6. Lifeless Dead
7. I Don’t Know Anything
8. Long Gone Day
9. November Hotel
10. All Alone
Bonus-Tracks:
11. Interlude
12. Locomotive
13. Black Book Of Fear
14. Slip Away
15. I Don’t Wanna Be a Soldier
CD 2: Live at the Moore
1. Wake Up
2. Lifeless Dead
3. Artificial Red
4. River Of Deceit
5. I Don’t Wanna Be A Soldier
6. Long Gone Day
7. I’m Above
8. I Don’t Know Anything
9. X-Ray Mind
10. All Alone
11. November Hotel
DVD: Live at the Moore plus Bonusmaterial
1. Lifeless Dead (Live at The Moore)
2. River Of Deceit (Live at The Moore)
3. Long Gone Day (Live at The Moore)
4. I Don’t Know Anything (Live at The Moore)
5. X-Ray Mind (Live at The Moore)
6. All Alone (Live at The Moore)
7. November Hotel (Live at The Moore)
8. Wake Up (Unseen Footage from The Moore)
9. Artificial Red (Unseen Footage from The Moore)
10. I Don’t Wanna Be A Soldier (Unseen Footage from The Moore)
11. I’m Above (Unseen Footage from The Moore)
12. Wake Up (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
13. Lifeless Dead (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
14. River Of Deceit (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
15. I Don’t Know Anything (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
16. I’m Above (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
17. Artificial Red (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
18. I Don’t Wanna Be A Soldier (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
19. All Alone (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
20. November Hotel (Live at The RCKNDY -NYE Show 1995)
21. Lifeless Dead (Self Pollution Radio Broadcast)
22. I Don’t Know Anything (Self Pollution Radio Broadcast (new edit))
23. River Of Deceit (Music Video)