Einundzwanzigster Dezember – Song zur Geburt eines Einzelnen

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Es gibt keinen Tag, mit dem wir uns dieses Jahr mehr und länger beschäftigt haben als dem 21. Dezember. Je näher er rückte, desto offensichtlicher wurde er als Vorwand – für Kampagnen aller Art, die verschiedensten Aggregatzustände, Gelübde und Laster. Zum Glück blieb es nicht nur dabei.

In einem kleinen Studio K1 im Zentrum von Ljubljana hat sich vor wenigen Tagen ein neues Singer-Songwriter-Werk ins menschliche Gedächtnis eingeschrieben – von dem in Maribor beheimateten Marko Grobler, der der Musiköffentlichkeit längst kein Unbekannter mehr ist. Rund um die Geschichte vom Weltuntergang hat er einen Song geschrieben, der die globalen Dimensionen des Abschieds vom Alten in die intime, kleine Welt des Jedermanns überführt. Einen, der durch den letzten Tag der Welt spaziert, durch Straßen, die er auswendig kennt, unter Menschen, die nur noch davon reden. Von dem Tag, an dem »uns die Herzen versiegen werden«.
 
Marko Grobler schweigt geheimnisvoll über die tieferen Gründe für die Entstehung des Songs – über die zufällige Übereinstimmung mit dem Tag des gesamtslowenischen Streiks hingegen nicht. »Pesem 21. december ist dem Tag gewidmet, der sich als Tag des ersten gesamtslowenischen Aufstands gegen die heimische Obrigkeit ins kollektive Gedächtnis einschreiben wird. Er ist in der Tradition des Singer-Songwritertums entstanden, das gesellschaftliche Bewegungen seit jeher begleitet hat, ihnen Rhythmus gegeben und dafür die richtigen Worte gefunden hat.«
 
Was gibt es noch hinzuzufügen?

Sicher das: Marko Grobler wird den letzten Tag (dieser Arbeitswoche) so verbringen, wie er es am liebsten hat. Unterwegs, mit der Gitarre in der Hand. Nutzt vielleicht die letzte Gelegenheit, dass er auch vor eurem Mikrofon erklingt. Als Abschied. Oder als guter Anfang.

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