Festival Ljubljana reduziert die Konzertkapazität der Križanke!
Aus gut informierten Kreisen haben wir erfahren, dass der öffentliche Betrieb Festival Ljubljana eine Entscheidung getroffen haben soll, mit der die maximale Besucherkapazität des „Amphitheaters“ Križanke von bisher 3.500 auf 3.000 Besucher gesenkt werden soll.
Als Grund für diese einseitige Entscheidung sollen die zahlreichen Beschwerden von Besuchern, negative Reaktionen und Medienkritik genannt werden. Das Fass zum Überlaufen gebracht haben soll vor allem die Frage, ob die Besucherkapazität beim Konzert von Duran Duran in den Križanke am 14.07.2012 überschritten wurde oder nicht. Festival Ljubljana besteht darauf, dass dem nicht so war. Vecer.com deutet sogar an, dass beim Konzert von Duran Duran bis zu 4.000 Besucher anwesend gewesen sein sollen.
Die Entscheidung des öffentlichen Betriebs schadet nämlich allen lokalen Promotern (Veranstaltern) des Konzertangebots erheblich, vor allem jenen, die derzeit OFFENE Projekte haben – diese sollen mittelfristig in den Križanke stattfinden! Eine solche Entscheidung seitens Festival Ljubljana wirkt im Hinblick auf die Pflege gesunder Partnerbeziehungen mit den Veranstaltern, die die Räumlichkeiten anmieten, äußerst unseriös. Festival Ljubljana erwähnt in diesem Zusammenhang natürlich auch nicht, dass es die Mietkosten für das Amphitheater Križanke, die bei etwas über 7.000€ liegen, ebenfalls senken würde. Das würde zumindest teilweise den finanziellen Verlust bei den Projekten ihrer Geschäftspartner abfedern.
Falls die Kapazität beim Konzert von Duran Duran tatsächlich überschritten wurde (die Rockline-Reportage vom Konzert kannst du HIER nachlesen), muss die Sache anders angegangen werden – und gesetzlich zur Rechenschaft gezogen werden sollte in erster Linie derjenige, der es zugelassen hat, dass die Kapazität beim Konzert von Duran Duran überschritten wurde, anstatt mit einseitigen »ad hoc« Entscheidungen den Konzertbetrieb in Slowenien langfristig zu beschneiden – und das erst recht in Zeiten, die alles andere als rosig sind.
Diese plötzliche Welle des »rührend-fürsorglichen Verständnisses« für die grundlegenden physiologischen Bedürfnisse des kleinen Mannes seitens Festival Ljubljana, wie sie aus der Entscheidung zur Reduzierung der Besucherkapazität der Križanke hervorgeht, ist in diesen bleiernen Zeiten, in denen das Getriebe der Gesellschaft nur noch vom Klimpern des Geldes angetrieben wird, wahrlich erstaunlich – und umso mehr erhitzen diese plötzliche Entscheidung und die Frage nach ihrem wahren Hintergrund die Gemüter. Es ist gut möglich, dass sich da jemand auf diesem Weg blitzschnell seine Haut vor dem langen Arm des Gesetzes rettet. Der Teufel weiß es – selbst wenn er den Spaß mal beiseitelässt.