Mit Carl Palmer auf den Flügeln des Drum-Gewitters durch das ELP-Vermächtnis
Autor: Peter Podbrežnik
Ort: Orpheum theater / Graz / Österreich
Konzertdatum: 04.05.2007
Besucherzahl: 450
Ticketpreis: 27.00€
Trotz ausgiebiger Regengüsse, die zumindest unseren Bauern nach der Aprildürre sicher wie ein Pflaster auf die Wunde kamen, machten wir uns mit heiterer Miene auf den Weg nach Graz und in die Halle Orpheum, die in den letzten Jahren schon fast unser fester Konzertstammplatz ist, wenn ein interessanter Musikname in die Nähe der Grenze kommt. Zuletzt war ich vor etwas mehr als einer Woche hier, als mich der Gitarrenaltmeister des Jazzrock-Fusion, AlDi Meola, mit seinen superschnellen und zerfurchten Gitarren-Meisterwerken begeistert hat. Diesmal stand das Konzert von Carl Palmer auf dem Programm, der Prog-Rock-Schlagzeuglegende, die aktuell (wieder) Mitglied der neu auferstandenen Asia ist, daneben aber schon seit etlichen Jahren auch als Solomusiker aktiv. Sein Auftritt hätte eigentlich schon im Februar stattfinden sollen, wurde aber wegen der Wetterhindernisse, die Carls Abflug vom Londoner Flughafen damals begleiteten, auf einen günstigeren Termin verschoben. Carls Werk muss man allen Liebhabern von Prog-Rock-Sounds wirklich nicht lang und breit vorstellen, schließlich ist er einer der meistgeschätzten Schlagzeuger der Rockgeschichte, den die meisten vor allem als dritten Teil des unvergesslichen Gespanns Emerson, Lake & Palmer in Erinnerung haben, das Anfang der 70er die Geschichte des kreativen Rock mitgeschrieben und ihm mit seiner witzigen Mischung aus Rock und klassischer Musik einen unauslöschlichen Stempel aufgedrückt hat – bis heute eine häufige Inspirationsquelle für zahllose Musiker. Carls musikalischen Beitrag und seine Schlagzeugtechnik, bei der eine außergewöhnliche Dynamik mit kraftvollen Schwüngen vorne liegt, schätzen aber auch alle Fans der Bands, in denen er vor und nach ELP gespielt hat, wie Atomic Rooster, The Crazy World Of Arhur Brown, Asia und Quango, auch wenn er dort nie eine so wichtige Rolle gespielt hat wie bei ELP, wo er den größten künstlerischen und kommerziellen Erfolg erlebte. Auf dem Vermächtnis eben dieser Band fußte dann auch ganz logisch der Großteil seines Konzertrepertoires, das sowohl zahlreiche Klassiker als auch Stücke enthielt, die einen ausgeprägten Carl-Stempel tragen. Ein weiterer interessanter Abend stand also bevor, der aber – ein bisschen ironisch angesichts der Songauswahl – eher für Liebhaber improvisierter Jams und instrumentaler Technik gemacht war als für ELP-Fans. Da ich schon vor dem Auftritt wusste, was mich erwartet, war ich über das Fehlen des Sounds dieses wichtigsten Elements der Musik des unsterblichen Trios nicht enttäuscht. Carl will nämlich nicht den authentischen Klang der ELP-Klassiker nachbauen, sondern gönnt sich lieber eigene, freie Interpretationen, hinter denen oft ein extrem roher Sound steckt – die logische Folge davon, dass die Drums im Mittelpunkt stehen, die zentrale Position der Bühnenaufstellung einnehmen und sich Gitarren- und Bassklang unterordnen.
Anders als die Band von Keith Emerson, die wir letztes Jahr beim Festival in Wiesen bewundern durften und bei der wir so gut wie die konsequente Wiederbelebung des authentischen ELP-Geists erlebten, den nur Emersons Keyboards wirklich originalgetreu nachbilden können, wählte Carl für seinen Solo-Auftritt einen viel härteren und „jammigeren“ Ansatz, bei dem er das Fehlen des reichen Sounds vielschichtiger Keyboards recht erfolgreich durch Bass und Gitarre ersetzte (die die zahlreichen Effekte von Moog-Modular und Synths mehr oder weniger erfolgreich ersetzten) – in klassischer Trio-Besetzung. Als Verstärkung an Gitarre und Bass holte sich Carl zwei talentierte und gut ausgebildete Musiker der jüngeren Generation, Stuart Clayton am Bass und Paul Bielatowicz an der Gitarre. Vor allem Letzterer, der mit seinem Aussehen eines Kükens, das kaum aus dem Ei geschlüpft ist, blitzschnell über die Tonleitern glitt und ein paar extrem anspruchsvolle Soli abfeuerte, wobei er die extrem schwere Aufgabe hatte, Emersons Orgeln, Synths und Moog zu ersetzen, sorgte für viele hochgezogene Augenbrauen und heruntergeklappte Kiefer. Trotz seiner für sein Alter außergewöhnlichen technischen Versiertheit und Geschwindigkeit, trotz des echten Potenzials zum künftigen Gitarrenhelden, war sein betont akademischer Ansatz weit vom authentischen ELP-Sound entfernt und ein schlechter Begleiter für alle, die auf die echte Magie der 70er gehofft hatten. Der Junge musste sich bei manchen Nummern ordentlich anstrengen, um wenigstens ungefähr ein Bild dessen einzufangen, was noch an die Originale erinnerte. Carl hätte sich sicher auch einen viel erfahreneren Gitarristen aussuchen können, wenn er wirklich den richtigen Sound hätte erzeugen wollen, aber wie gesagt: Er spielt eher zum eigenen Vergnügen und improvisiert lieber, indem er sich seinem eigenen Drumsound anpasst – deshalb bekam Paul reichlich Gelegenheit, sich zu beweisen, was ihm auch für die Zukunft viele Türen offen lässt. Ich selbst habe mich während des Auftritts nicht damit belastet, dass Carl den echten ELP-Sound geopfert hat, weil ich wusste, was mich erwartet, und weil mich Emerson letztes Jahr in dieser Hinsicht ordentlich gesättigt hatte, sodass ich ganz entspannt den Auftritt genießen konnte. Carls Repertoire fußte, völlig logisch, fast ausschließlich auf Material aus ELP-Zeiten, größtenteils instrumental. Das Fehlen eines Sängers zeugte ebenfalls davon, dass er kein Interesse daran hat, die echte ELP-Atmosphäre nachzubauen.
Auf die Bühne kamen sie pünktlich, also um 20:00 Uhr, und spielten genau zwei Stunden. Die ganze Zeit über hatten sie einen extrem scharfen, hardrockigen Sound, bei dem die Drums Gitarre und Bass oft übertönten. Carl bewies, dass er noch immer in hervorragender Form ist, ihm ging nie die Puste aus, während er den beiden Youngstern mit Autorität den Rhythmus diktierte. Zwischen den einzelnen Stücken spazierte er auch öfter ans Mikrofon. Den Auftritt eröffneten sie wuchtig mit „Peter Gunn Theme“ (Works Vol. I, 1977), das allen, die zufällig einen ruhigen, jazzigen Ansatz erwartet hatten, die Köpfe wegblies. In diesem glühenden Geist folgte auch „The Barbarian“ vom Debüt „Emerson, Lake & Palmer“ (1970), das ihrem elektrisierten Ansatz noch zusätzlichen Wind in die Segel blies, während Pauls E-Gitarre den traditionellen Orgelsound zerschnitt. Carl nahm sich dann Zeit für die erste der witzigen Anekdoten des Abends und kündigte einen Song vom Album „Trilogy“ (1972) an, auf dessen Cover die Profile aller drei Bandmitglieder abgebildet sind, unter denen seines “ das schönste ist“. Bevor er sich wieder auf den Schlagzeughocker setzte, wäre er fast heruntergefallen. Darauf reagierte er mit der Erkenntnis, dass das eben Ware „made in Italy“ sei, worauf ein dröhnendes Lachen des Publikums folgte. Es folgte ein weiterer schneller, hochenergetischer Aufputscher, „Hoedown“, bei dem sonst Emersons Orgel den Löwenanteil der Komposition übernimmt, diesmal aber vor allem die E-Gitarre zum Zug kam, an der wir eine perfekte Demonstration bis zur Perfektion geschulter Technik sahen. Auch bei der interessanten, „vermetallisierten“ Version von „Enemy God Dances With Black Spirits“ (Works Vol. 1, 1977), im Original ein klassisches Werk von Prokofjew, gönnten sie sich keinen Moment Pause und zeigten dabei auch sehr gute gegenseitige Abstimmung. Einer der Höhepunkte des Auftritts war auch die interessante Version von „Trilogy“ vom gleichnamigen Album. Dann erzählte Carl eine Anekdote über „die Zeiten, als er in Kalifornien lebte, an die er keine allzu angenehmen Erinnerungen hat. Eines der farbenfroheren Erlebnisse von damals war seine Freundschaft mit Joe Walsh, dem Sänger der Eagles, der als „berüchtigt“ für sein unermüdliches Trinken galt und mit dem er damals zahlreiche Lokale abklapperte. Diese Ereignisse fasste Carl in „LA Nights“ (Works Vol. 1, 1977) zusammen, einer interessanten Mischung aus Jazz und Blues, mit der sie die aufgeheizte Atmosphäre schließlich etwas beruhigten und für einen Hauch Nostalgie sorgten. Dann verschwand Carl für ein paar Minuten in die Pause und überließ die Initiative den beiden Youngstern, die jeweils ihre Solonummer hatten. Stuart zeigte eine gute Beherrschung des vielseitigen Bassspiels, während sich Paul voll in die Umsetzung der zentralen Melodie aus dem Film Der Zauberer von Oz und das Spiel des Hummelflugs hineinlebte, was er mit einigen Soli ergänzte, die sein ungeahntes Potenzial bestätigten. Trotzdem war die ganze Zeit klar, wer der zentrale „Star“ des Abends war und wer noch die Schüler sind, die noch viel lernen müssen, bevor sie ihre Namen auf T-Shirts drucken lassen können. Als Carl sich wieder hinter sein Schlagzeug setzte, entschied er, dass es Zeit sei, mit dem Spaß aufzuhören, und servierte den nächsten Höhepunkt des Abends in einer hervorragenden Version des Klassikers „Tank“ (Emerson, Lake & Palmer, 1970), seines ersten und wohl bekanntesten „Solo“-Werks (wie auf beiden „The Works“-Alben hatten ELP auch auf dem Debüt einige getrennte, eigene Stücke, die die Eigenheiten und Fähigkeiten des Einzelnen klar demonstrierten). Obwohl Carl zugab, auf beide „The Works“-Veröffentlichungen nicht besonders stolz zu sein, nach denen die Band wegen der extrem teuren Tour mit Orchester in finanzielle Schwierigkeiten geriet und schnell an Popularität verlor, kündigte er „Bullfrog“ an, sein Lieblingsstück von „Works Vol. 2“ (1977). Wieder durften wir eine weitere prächtige Version dieses klassischen Carl-Stücks genießen. Carl sprach danach ein paar Worte über das Album, auf das er am stolzesten ist und das nach seiner Meinung das beste Album seiner Karriere ist – „Brain Salad Surgery“ (1973) –, und von dem sie für diesen Abend ihre Version von Ginasteras Klassiker „Toccata“ auswählten, die sie auf ziemlich schizoide und rohe Art spielten, wobei ich sagen muss, dass es eine der wenigen Darbietungen des Abends war, die das Original an Energie sogar übertreffen konnte. Nach dem Album, auf das er am stolzesten ist, sprach Carl noch ein paar Worte über „Love Beach“ (1978), sein schlechtestes Album, „für das er sich noch heute schämt und auf dessen Cover die ELP-Mitglieder in aufgeknöpften Hemdchen vor Palmen auf schmalzige Art im Stil der Bee Gees posieren, wobei schon der Titel ein richtiger Hohn für eine Prog-Rock-Band ist“. Nach dem Lachen und der Zustimmung des Großteils des Publikums zu diesen Worten fuhr er fort, dass „das Ding trotz des totalen Reinfalls auch einen der seltenen Lichtblicke enthält, nämlich den Song „Canario“. Gleich ging es mit karibischen Takten los und weiter bis zum ersten Einsatz, wo Paul plötzlich ordentlich patzte (er hatte schon vorher ein paar Probleme gehabt, die er aber irgendwie notdürftig überspielen konnte). Aber zu viel war zu viel, und Carl stand auf, entschuldigte sich beim Publikum und sagte, dass er „ihnen auf keinen Fall Scheiße vorspielen will“. Mit diesen Worten forderte er die beiden Youngster auf, ihre Köpfe freizukriegen und die Darbietung ernster anzugehen. Beim zweiten Anlauf lief es merklich besser und energischer, auch wenn Paul bei einigen Passagen wieder ein paarmal danebenlag, die er offenbar noch nicht gut gelernt hat. Vielleicht trug zu seiner „Verwirrung“ ein wenig die Tatsache bei, dass der anspruchsvollste Teil des Konzerts unmittelbar bevorstand. Die Rede ist vom legendären postapokalyptischen Epos „Tarkus“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1971, das einen ganz besonderen Platz im Herzen aller ELP-Fans und Progressive-Rock-Liebhaber überhaupt hat, denn im Original handelt es sich um eines der großartigsten Werke der Rockgeschichte. Wer in diesem Moment auf eine getreue Umsetzung dieses Klassikers gehofft hatte, wurde furchtbar enttäuscht, denn es fehlte der echte Sound, den nur Emersons Keyboards erzeugen können, und es war um fast alle Abschnitte gekürzt außer dem Eröffnungsteil „Eruption“ und dem Schlussteil „Aquatarkus“, die dafür ordentlich in die Länge gezogen wurden. Trotzdem zeigten Carl und seine Kumpels, wie auch eine Gitarre einige anspruchsvolle Keyboardpassagen erfolgreich nachbilden kann, soweit es die vorhandenen Möglichkeiten eben zulassen. Ich persönlich war mit diesem „hardrockigen Jam“ ganz zufrieden. Im Vergleich zur letztjährigen, konsequent Emerson’schen Version, die echte Magie enthielt und ein richtiges „Märchen“ für alle ELP-Fans war, war diese Version wie das „hässliche Entlein“, das alle Schwächen des gitarristischen „Wunderknaben“ deutlich offenlegte. Fürs Finale entschieden sie sich, mit einem weiteren Klassiker aufzuwarten, „Fanfare For The Common Man“ (Works Vol. I, 1977), wobei sie den Fanfaren-Auftakt vom Band einspielten. Auch das war einer der Höhepunkte des Abends und eine der besseren Interpretationen, bei der sie sich wieder ein paar Improvisationen gönnten. Beide Youngster verließen mitten im Stück die Bühne, und es folgte Carls Solo-Auftritt, der eine echte Demonstration vulkanischer Energie und Geschmeidigkeit war, die ihm noch immer nicht ausgegangen ist. Mit einem Angebot abwechslungsreicher Schlagzeugelemente begeisterte er auch alle, die bis dahin vielleicht wegen der alternativen Versionen der ELP-Klassiker sauer dreingeschaut hatten, und irgendwann fiel ihm ein Stick aus der Hand, den er im Nu durch einen anderen ersetzte. Dabei traf er offenbar eine der Trommeln und verletzte sich am Finger (was wir nach dem Konzert bemerkten, als er wegen der Infektionsgefahr niemandem die Hand geben wollte). Danach stießen Paul und Stuart wieder zu ihm auf die Bühne, und gemeinsam führten sie die Komposition zu ihrem Ende, das zugleich auch den Schluss des regulären Teils des Auftritts bedeutete.
Wir mussten nicht lange warten, bis sie wieder auf der Bühne erschienen, sich bei allen für die unvergessliche Stimmung und die tolle Zusammenarbeit bedankten und sich an eine weitere Prokofjew-Bearbeitung machten, „Romeo & Juliet“ (Black Moon, 1992). Persönlich hätte ich lieber eine Version eines Abschnitts von „Pictures At An Exhibition“ (1971) gesehen, und keine größere Überraschung wäre eine interessante Version von AOR-Stücken der Band Asia gewesen, von denen Carl nach der ausgedehnten Tour mit der genannten Band sicher schon die Nase voll hat. Zum Abschluss des Konzerts folgte trotzdem eine grandiose Überraschung in Form des legendären Klassikers von Carl Orff, „Carmina Burana“, den ELP nie gespielt haben, sondern der Carls eigene Interpretation ist, erschienen auf der Solo-Konzertaufnahme „Working Live, Vol. 2“ (2004). Seine Interpretation kam trotz fehlender Tasteninstrumente hervorragend rüber, schuf die passende Magie und erntete donnernden Applaus, der noch lange nachhallte, nachdem alle drei die Bühne verlassen hatten.
Das Konzert war eine großartige Erfahrung für alle Schlagzeug- und auch Gitarrenverliebten (auch wenn den hoffnungsvollen Youngster noch viel Arbeit erwartet, bevor er den akademischen Ansatz mit Gefühl verbindet) sowie für Liebhaber von Improvisationen. Ich selbst kann sagen, dass ich mit dem Gebotenen am Ende zufrieden war, denn ich habe mich überzeugt, dass die Schlagzeuglegende auch heute noch quicklebendig ist und mit ungebremster Kraft loslegt, während sie sichtlich die eigene, oft interessante Interpretation ihres reichen Vermächtnisses genießt. Alle, die schon vor dem Auftritt in Kauf genommen hatten, dass Carl anders als Emerson keine ELP-Atmosphäre erzeugen will, mussten zugeben, dass das Konzert eine interessante Erfahrung im Neuarrangieren mehr oder weniger bekannter Werke in neuem Klangbild war. Darin war Carl wirklich voll erfolgreich. Obwohl er und Emerson einen völlig anderen Konzertansatz haben, sind beide noch immer in hervorragender Form und hungrig auf Herausforderungen. Wenn sich auch noch Greg Lake, den wir offenbar nur live sehen können, wenn wir nach London fahren, in so einem Licht präsentieren, seine Vorbehalte gegen Stimmtraining vor Auftritten überwinden und sich vom gedeckten Tisch wegbewegen würde, dann wäre das Bild perfekt und alles bereit für die große Reunion, die heute, wo das zu einem allgemeinen Trend geworden ist, gar nicht mehr so unmöglich scheint, wie sie noch vor ein paar Jahren schien.
Setlist
1. Peter Gunn Theme
2. The Barbarian
3. Hoedown
4. Enemy God Dances With Black Spirits
5. Trilogy
6. LA Nights
7. Paul & Stuart Solo (including The Wizard Of Oz, Flight Of The Bumblebee)
8. Tank
9. Bullfrog
10. Tocatta
11. Canario
12. Tarkus
13. Fanfare For The Common Man (including Carl solo)
—Zugabe—
14. Romeo & Juliet
15. Carmina Burana