Wir stellen vor: Phil Lynott
Autor: Urban Bolta
Wir stellen euch Phil Lynott vor, den seit fast dreißig Jahren verstorbenen Frontmann der irischen Classic-Rock-Giganten Thin Lizzy.
Phil Lynott (20.08.1949 – 04.01.1986) war einer der größten musikalischen Söhne, die Irland je hervorgebracht hat. Er wurde in eine gemischtethnische Verbindung hineingeboren, wuchs als Kind gemischter Abstammung in einer weißen Welt auf und war dadurch gezwungen, ständig Sticheleien zu ertragen, die seine Persönlichkeit prägten.
Seine Musikkarriere begann er Mitte der Sechziger, Anfang der Siebziger gründete er dann Thin Lizzy, bei denen er zum Frontmann, Hauptsongwriter, Sänger und Bassisten wurde – und mit dem Erfolg der Band auch zum ersten schwarzen irischen Musiker, dem der kommerzielle Durchbruch gelang. Die Band wirkte auch in Zeiten heftiger religiöser Spannungen in Irland verbindend, da ihre Mitglieder sowohl Katholiken als auch Protestanten waren. Thin Lizzy hüllten Lynnotts Arbeitersprache in die Farben des Blues, traditioneller irischer Musik und Hard Rock und wurden in der zweiten Hälfte der Siebziger zu einer der führenden Stimmen des Classic Rock – auch dank der Popularisierung der unverkennbaren Terz-Harmonien des Gitarrenduos Scott Gorham / Robert Johnson. Das kreative Genie arbeitete beim Übergang in die Achtziger neben seiner Arbeit für Thin Lizzy auch mit zahlreichen anderen Musikern zusammen; am fruchtbarsten war die Zusammenarbeit mit Gary Moore. Zudem veröffentlichte er zwei Soloalben. Die letzten Jahre seines Lebens waren von Drogen und Alkohol geprägt, woran er Anfang 1986 schließlich starb. Er wurde nur 36 Jahre alt.
In England geboren, aber in Irland aufgewachsen. Phil Lynott war in Irland verliebt und betrachtete sich immer als Sohn dieses grünen Landes, was sein langjähriger Freund, Thin Lizzy-Gitarrist Scott Gorham, in einem Interview 2013 bestätigte: »Phil war unglaublich stolz auf seine irischen Wurzeln. Egal in welchem Teil der Welt er sich befand, erzählte er Menschen und Journalisten immer mit Begeisterung von Irland. Es bedeutete ihm sehr viel«.
Die vollständige Biografie kannst du HIER nachlesen, und unten kannst du inzwischen einigen der repräsentativsten Tracks seiner Karriere lauschen.
Thin Lizzy: Jailbreak (1975)
https://www.youtube.com/watch?v=BRo3u04vY1E
Thin Lizzy: Waiting For An Alibi (1979)
https://www.youtube.com/watch?v=ciIb-j5oSlw
Gary Moore & Phil Lynott: Parisienne Walkways (1979)