Winterthrough

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Künstler: Hostsonaten
Label: Eigenveröffentlichung
Erscheinungsjahr: 2008
Wertung: 4.1/5

Hostsonaten ist ein Projekt, das unter der Leitung von Fabio Zuffanti entstanden ist, dem Bassisten einer der besten neueren italienischen Symphonic-Bands im Moment, Finisterre. Winterthrough ist Zuffantis viertes Album unter dem Namen Hostsonaten, und er scheint sich stetig zu verbessern. Diesmal zaubert er uns ein idyllisches und auch etwas weniger schönes Bild des Winters.

Finisterre sind schon eine ganze Weile inaktiv (seit 2004 haben sie kein Album mehr veröffentlicht), daher lässt sich guten Gewissens sagen, dass Hostsonaten nun Zuffantis Hauptprojekt ist. Zuffanti hatte bereits 2002 mit dem romantischen Epos Springsong begeistert, und jetzt kehrt er mit seiner Ode an den Winter zu den Jahreszeiten zurück, der genauso sanft wie der Frühling sein kann, auf der anderen Seite aber auch rauer sein kann.

Hostsonaten, die ihren Namen von einem Film von Ingmar Bergman bekamen (mit Ingrid Bergman in der Hauptrolle), sind einerseits eine ziemlich typische italienische Band, aber das meine ich im positiven Sinne – im Sinne des italienischen Symphonic Rock der Siebziger. Die Musik ist außerordentlich melankolisch, romantisch, fließend und melodisch. Sie haben dieses echte italienische Gespür für Musik, das einem eine Gänsehaut bereitet. Es stimmt zwar, dass der Stil in den Siebzigern verankert ist und dass eine Reihe musikalischer Tricks von alten Bekannten wie Genesis, Celeste und vielleicht auch PFM übernommen wurden, aber kompositorisch habe ich Zuffanti wirklich nichts vorzuwerfen. Er hat es geschafft, ein Werk zu erschaffen, das dich auf eine magische Reise durch alle Schönheiten und Mühen des Winters mitnimmt. Kritisieren würde ich einzig eine Passage, die dann doch zu offensichtlich eine Kopie ist. Sie haben Hacketts Gitarrenriff aus Banks‘ Solo bei Cinema Show entliehen. Nun gut, lassen wir das – der Gesamteindruck ist positiv.

Hostsonaten bedienen sich ziemlich offensichtlicher Tricks, die wir von allen großen Symphonic-Bands schon gehört haben. Vintage-Keyboards gibt es reichlich. Besonders auffällig sind die sanften Passagen mit Klavier und Mellotron, die oft an Celeste erinnern. Orgeln und Synthesizer sind ebenfalls reichlich vorhanden, was manchmal zwar die romantische Stimmung des Albums aufbricht, aber insgesamt als gute Abwechslung dient. Anders als beim Vorgängeralbum fehlen diesmal auch härtere Passagen nicht, da die Gitarre deutlich freier aufatmen kann. Nach wie vor gibt es viele offensichtliche Tricks auf der zwölfsaitigen und akustischen Gitarre (auch die elektrische klingt manchmal sehr nach Hackett), doch kann ich mit Sicherheit sagen, dass das Album in dieser Hinsicht abwechslungsreicher ist. Klassische Bass- und Basspedal-Parts kommen ebenfalls nicht zu kurz. Gelungen finde ich die Ergänzung durch Blasinstrumente, die dem Album einen eigenständigeren Charakter verleihen.

Von Hostsonaten lässt sich sagen, dass sie die schöne italienische Tradition mediterraner symphonischer Musik mit melankolischem Einfluss fortführen. Der Einfluss von PFM und Celeste ist deutlich spürbar, ebenso natürlich der starke Einfluss von Genesis. Die Musik ist recht komplex arrangiert, der Schwerpunkt liegt aber vor allem auf Melodiosität und Ästhetik. Zuffanti ist es gelungen, eine winterliche Atmosphäre zu beschwören, und er konnte anspruchsvolle Arrangements mit stilistisch hochgradig ausgefeilter Musik verbinden. Winterthrough ist ein Album, das alle Liebhaber neuer Symphonic-Musik gehört haben müssen, denn es übertrifft in puncto Musikalität alles, was Bands wie The Flower Kings und Spock’s Beard je veröffentlicht haben.

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Hostsonaten ist ein Projekt unter der Leitung von Fabio Zuffanti, dem Bassisten einer der besten neueren italienischen Symphonic-Bands im Moment, Finisterre. Winterthrough ist Zuffantis viertes Album unter dem Namen Hostsonaten, und er scheint sich kontinuierlich zu verbessern. Diesmal malt er uns ein idyllisches und auch nicht ganz so perfektes Bild des Winters.

Es ist schon lange her, dass Finisterre irgendetwas gemacht haben (seit 2004 haben sie kein Album mehr veröffentlicht), daher kann man davon ausgehen, dass Hostsonaten nun Zuffantis Hauptprojekt ist. Zuffanti hatte bereits 2002 mit dem romantischen Epos Springsong beeindruckt, und jetzt kehrt er mit seiner Ode an den Winter zurück, der genauso sanft wie der Frühling sein kann, manchmal aber auch rauer.

Hostsonaten, die ihren Namen von einem Film von Ingmar Bergman bekamen (mit Ingrid Bergman in der Hauptrolle), sind eine ziemlich typische italienische Band, aber das meine ich im positiven Sinne – im Sinne des italienischen Symphonic Rock der 70er. Die Musik ist äußerst melankolisch, romantisch, fließend und melodisch. Sie haben dieses großartige italienische Gespür für Musik, das einem eine Gänsehaut beschert. Es stimmt, dass der Sound ziemlich in den 70ern verwurzelt ist und viele Tricks von Bands wie Genesis, Celeste und vielleicht sogar PFM übernommen wurden, aber was die kompositorische Qualität angeht, habe ich nur Positives über Zuffanti zu sagen. Er hat ein Werk erschaffen, das einen auf eine magische Reise durch alle Schönheiten und Unbilden des Winters mitnimmt. Einzig an einer Stelle habe ich ein Problem: Sie ist zu offensichtlich eine Kopie von Hacketts Gitarrenriff in Banks‘ Solo bei Cinema Show. Aber genug davon – der Gesamteindruck ist gut.

Hostsonaten bedienen sich ziemlich offensichtlicher Tricks – alles kennt man schon von den großen Symphonic-Bands. Vintage-Keyboards gibt es reichlich. Besonders auffällig sind die sanften Passagen mit Klavier und Mellotron, die den Hörer oft an Celeste erinnern. Orgeln und Synthesizer sind ebenfalls reichlich vorhanden, was manchmal zwar die romantische Stimmung des Albums aufbricht, aber meist dazu dient, die Musik aufzupeppen. Anders als bei einigen früheren Werken gibt es hier auch ein paar härtere Passagen, bei denen die Gitarre etwas freier aufatmen kann. Auf der zwölfsaitigen und akustischen Gitarre sind nach wie vor viele offensichtliche Hackett-Tricks zu hören (sogar die elektrische erinnert manchmal an Hackett), aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass das Album in seinen Gitarrenpassagen vielseitiger ist als je zuvor. Klassische Bass- und Basspedal-Parts sind ebenfalls reichlich vorhanden. Der Einsatz der Holzbläser ist eine gelungene Ergänzung, die dem Album einen einzigartigen Charakter verleiht.

Von Hostsonaten lässt sich sagen, dass sie die schöne italienische Tradition mediterraner symphonischer Musik mit melankolischem Einschlag fortführen. Der Einfluss von Bands wie PFM und Celeste ist klar erkennbar, natürlich auch der von Genesis. Die Musik ist recht komplex arrangiert, der Schwerpunkt liegt aber nach wie vor auf melodischem und ästhetischem Wert. Zuffanti hat die richtige Winteratmosphäre erschaffen und komplexe Arrangements mit stilistisch hochgradig ausgefeilter Musik verbunden. Winterthrough ist ein Album, das alle Liebhaber neuer Symphonic-Musik hören müssen, denn es übertrifft in puncto Musikalität alles, was Bands wie The Flower Kings und Spock’s Beard je geleistet haben.

 

Besetzung

Fabio Zuffanti – Bass, Basspedal, Gitarren, Keyboards
Alessandro Corvaglia – Mellotron, Moog
Maurizio Di tollo – Schlagzeug, Percussion
Edmondo Romano – Saxophon, Flöte, Dudelsack
Roberto Vigo – Keyboards
Matteo Nahum – Gitarren

Produktion

Fabio Zuffanti

Trackliste

1. Entering The Halls Od Winter
2. Red Sky
3. White Earth
4. Snowstorm
5. Over The Plain
6. The Crystal Light
7. Outside
8. Ruins
9. Through Winter’s Air
10. Rainsuite:
i. Prelude
ii. New year’s theme
iii. Winter’s end
iv. Celebration / To the open fields…

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