Unwelcome

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Autor: Primož Novak

Künstler: Arsis
Label: Nuclear Blast
Erscheinung: year_month
Laufzeit: 36:37
Wertung: 4/5

Die amerikanischen Arsis waren schon seit ihrem Debüt, A Celebration Of Guilt (2004), irgendwie Exoten. Sie traten auf die Bühne, als Metalcore populär war und der schwedische melodische Death Metal sich gerade amerikanisierte. Der Death Metal selbst bog dabei in immer extremere Gefilde ab. Arsis versuchten in ihrer Musik eine Art Kombination aus Melodie und Technik zu demonstrieren. Den absoluten Höhepunkt an Technik erreichten sie mit dem Album We Are The Nightmare (2008), mit dem sich Arsis so manchem technischen Death-Metal-Act im Stil von Necrophagist annäherten. Mit dem vorherigen Album Starve For Devil legte Bandkopf James Malone den Extremismus beiseite und führte einen rockigeren Ansatz ein.

Unwelcome brauchte eine ganze Weile. Malone wollte nämlich ein Album herausbringen, das das Vertrauen in Arsis irgendwie wiederherstellen sollte. Im Laufe der Entstehung änderte sich die Besetzung erheblich. Der talentierte Gitarrist Brandon Ellis stieß zur Band, und hinter das Schlagzeug setzte sich Shawn Priest, der bei Arsis bereits als Live-Drummer gespielt hatte.

Beim fünften Studioalbum von Arsis gab es keine drastischen Veränderungen. Die Musik ist nach wie vor technisch, schnell und melodisch. Unwelcome erinnert am ehesten noch an We Are The Nightmare. Einerseits wegen des schnellen Schlagzeugspiels von Shawn Priest, andererseits schlicht wegen der technisch versierten Gitarrenarbeit und Malones einzigartigem Gesang, der immer noch an einen eher black-metallischen Vocal erinnert. Doch taucht dabei auch ein Problem auf. Malone arbeitete diesmal sehr an Technik und Geschwindigkeit, was die Melodie in den Hintergrund drängte – sie ist zwar vorhanden, sticht aber nicht hervor. Egal welchen Song du auswählst, bekommst du vor allem Brutalität, auch beim Cover von Corey Hart, Sunglasses At Night. Genau bei diesem Cover zeigt sich nämlich Malones Liebe zu den Achtzigern. Und angesichts der Originalität des Covers könnten Arsis eigentlich ein ziemlich interessantes Cover-Album auf die Beine stellen.

Das ewige Highlight bei Arsis sind seit jeher die Gitarrensoli. Dazu trug diesmal auch Gitarrist Brandon Ellis bei, der Malones einzigartigem Solospiel eine frische Note verleiht. Virtuoses Solospiel zieht sich also durch das gesamte Album. Sehr löblich ist auch das Drumming von Shawn Priest, während Bassist Noah Martin kaum in den Vordergrund tritt.

Unwelcome ist mehr als ein solides Werk – das Problem zeigt sich lediglich darin, dass die Songs trotz ihrer Ausgereiftheit zu wenig herausstechen, da schlicht die catchy Riffs fehlen.

https://www.youtube.com/watch?v=c66W3A8QEhQ

Besetzung

James Malone – Gesang, Gitarre

Brandon Ellis – Gitarre

Shawn Priest – Schlagzeug

Noah Martin – Bass

Produktion

Mark Lewis (Audiohammer Studios)

Trackliste

01. Unwelcome
02. Carve My Cross
03. Handbook For The Recently Deceased
04. Choking On Sand
05. Let Me Be The One
06. Sunglasses At Night
07. Martyred Or Mourning
08. No One Lies To The Dead
09. I Share In Shame
10. Scornstar

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