Thor

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Künstler: Wizard
Label: Massacre Records
Erscheinungsjahr: 2009
Laufzeit: 49:29
Wertung: 2.5/5

Wizard sind deutsche Metaller. In diesem Jahr feiern sie ihr 20-jähriges Bestehen. Verdammt, wie die Jahre gnadenlos vergehen. Ihre erste Platte namens „Son Of Darkness“ erschien 1995. Sie tauchte also ungefähr zu der Zeit auf, als die melodische Komponente im Heavy Metal wiederentdeckt wurde (die Jahre des „power metal revival“-s). Seitdem belohnen Wizard ihre Fans treu im Zwei-Jahres-Rhythmus mit neuen Alben.

Viele haben sie als deutsche Antwort auf Manowar bezeichnet, was auf „Thor“ jedoch in keinster Weise erkennbar ist. „Thor“ ist ein neues, typisches Wizard-Album der Zunft. Die Jungs können, wollen oder schaffen es schlicht nicht, sich von ihrer großen Liebe zur nordischen Mythologie zu distanzieren! So haben sie auch ihr neues Album diesem Thema gewidmet, wovon der Titel zeugt. Die Geschichte dreht sich also um den Donnergott, dem zwischendurch der Hammer gestohlen wird, Onkel Thor wird empört, woraufhin die Blitze zu zucken beginnen und so weiter… Das ist nichts Neues für Wizard.

Generische Geschichte und generische Musik. Wizard weichen nicht von ihren Schablonen ab und erfreuen natürlich alle Liebhaber des makellosen Power Metal wie Manowar (Serpent’s Wenom), Grave Digger (unverschämt! Einfach der Reihe nach – die ersten drei Songs des Albums, tausch einfach den Gesang gegen Boltendahl aus und Grave Digger zeichnen sich automatisch vor deinen Augen ab). Also Doppelbass-Pedal auf Vollgas  und teutonischer Riff-Griff mit vampirisierter, roh-lebendiger deutscher Produktion. Eine siegreiche, aber vorhersehbare Kombination. Die Songs erinnern tatsächlich am stärksten an Grave Digger – wegen der Riff-Figurationen und der gnadenlosen Unerbittlichkeit des doppelten Bass-Drum-Gestampfs durchs ganze Album.

Summa summarum. Ein gutes Album, aber ohne Highlights. Für alle Fans von Märchen, gespannten Muskeln, schweißtreibenden Schlachten und dem ultimativen, einzigen Sieg des Guten über das Böse. Interessant, dass die Band 8 Alben in ihrer Karriere veröffentlicht hat, ohne dabei musikalisch auch nur einen Fingerbreit abzuweichen. Nicht mal im Jahr 2009! Ihre Selbstreplikation ist nur aus der Perspektive gerechtfertigt, dass sie in der Zeit der Wiederentdeckung des „Power Metal“ Mitte der Neunziger aufgetaucht sind. Sie bieten zu wenig Wiedererkennungswert, damit die Selbstreplikation immer zündet – wie das zum Beispiel bei Helloween, Blind Guardian oder Grave Digger stets der Fall ist. Aber das ist schon die Oberliga des Power Metal.

Besetzung

Sven D’Anna – Gesang
Dano Boland – Gitarre
Michael Maass – Gitarre
Volker Leson – Bassgitarre
Sören van Heek – Schlagzeug

Produktion

Andy Hom

Trackliste

1. Utgard (False Games)
2. Midgard’s Guardian
3. Asgard
4. Serpent’s Venom
5. Resurrection
6. The Visitor
7. What Would You Do?
8. Utgard (The Beginning)
9. Stolen Hammer
10. Lightning
11. Pounding In The Night

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