Stereo Messiah

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Autor: Aleš Podbrežnik

Künstler: Vega
Label: Frontiers Records
Erscheinungsjahr: 2014
Laufzeit: 52:15
Wertung: 5/5

Das dritte Studioalbum der britischen AOR-Revivalisten Vega knüpft nahtlos an die beiden vorangegangenen Studioarbeiten der Band an und liefert eine weitere hochkarätige Fortsetzung, die den Namen der Gruppe in der Szene einmal mehr als eine der ausdrucksstärksten und ausgereiftesten in ihrem Genre festigt — einem Genre, dem sie treu ergeben bleiben.

»Stereo Messiah« ist das Album, das die Band zurück unter das Dach des italienischen Labels Frontiers Records bringt, wo Ende 2010 das Debütalbum der Gruppe mit dem Titel »Kiss of Life« erschienen war. Auch das neue Album bringt 12 melodisch perfekt ausgearbeitete AOR-Hymnen, produktionstechnisch auf den Punkt poliert und klanglich feinst ausdetailliert. Sie strotzen vor Bombast, ansteckender Eingängigkeit und spürbarer rockiger Wucht! Die Symbiose dieser Qualitäten ist außergewöhnlich. »Stereo Messiah« als drittes Studioalbum der Band belegt den Moment der größten künstlerischen Reife und Ausdruckskraft von Vega. Angesichts der langjährigen Karriere von Veteran Nick Workman, der bereits in den Achtzigern als Mitglied der britischen AOR-Melodic-Rocker Kick bekannt wurde, überrascht das kaum. Eher überrascht die Tatsache, dass Workman keine Zeit fand, am Comeback-Album von Kick mit dem Titel »Memoirs« (2013) mitzuwirken — einem durchaus gelungenen Werk, dem aber genau jenes gewisse Etwas fehlt, das nur Workmans außergewöhnlicher Gesangsbeitrag hätte liefern können!

Workman bleibt auch auf dem neuen Album die zentrale Figur des gesamten Geschehens. Seine Stimme ist in absoluter Topform, und Nick geht damit um, als wäre ihm keine noch so hohe Lage ein Hindernis — alles überwindet er mit souveräner Explosivität und leidenschaftlich sinnlichem Zugriff. Die 12 Tracks sind erneut kompositorisch außerordentlich ausgereift und melodisch bis aufs Letzte optimiert. Der Song »10 X Bigger than Love« entstand in Zusammenarbeit mit Def Leppard-Sänger Joe Elliott, der auf dem Stück auch als Gastsänger in Gesangsduetten mit Workman zu hören ist. Der Track ist eine Art Albumattraktion, mit der die Band die eine oder andere Kopie von »Stereo Messiah« mehr verkaufen dürfte — obwohl er qualitativ keineswegs vom übrigen Material absticht. Die Höhepunkte musst du selbst entdecken. Genau diese Erkenntnis galt bereits bei der Rezension der beiden vorangegangenen Alben. Es ist eben der Perfektionismus, den Vega von Platte zu Platte so meisterhaft aufrechterhalten.

Das Album besitzt bei aller kompositorischen Perfektion die mit Abstand dynamischste, lebendigste und kompakteste Produktion aller bisherigen Vega-Alben — das Werk gelangte in die Hände von John Mitchell (It Bites, Arena, John Wetton), der für den Mix verantwortlich zeichnete, bevor es zur finalen Masterisierung über den Atlantik direkt in die Hände des Kanadiers Harry Hess (Harem Scarem) ging. Klar ist: Mit »Stereo Messiah« wird in keinerlei Hinsicht Spaß gemacht. 

Vega, die bereits nach zwei Alben hohes Ansehen im Kreis der Melodic-Rock-Kenner erreicht hatten, haben in ihrer zwar kurzen Karriere als Vorband vor so anerkannten Künstlern wie Tesla, Saxon, Michael Schenker Group und FM gespielt. Mit dem neuen Album — zweifellos dem reifsten und ausgereiftesten Studiowerk der Band bis dato — festigen sie ihre Position weiter und rücken damit an die Spitze der qualitativ hochwertigsten Melodic-Rock-Bands der neuen Ära. 

Besetzung

Nick Workman – Gesang 
Tom Martin – Gitarre 
James Martin – Keyboards 
Dan Chantrey – Schlagzeug

Produktion

John Mitchell & Harry Hess

Trackliste

01. Stereo Messiah
02. All Or Nothing
03. Wherever We Are
04. Ballad Of The Broken Hearted
05. Gonna Need Some Love Tonight
06. The Fall
07. Neon Heart
08. With Both Hands
09. 10 X Bigger Than Love
10. My Anarchy
11. The Wild, The Weird, The Wonderful
12. Tears Never Dry

GASTMUSIKER:
Joe Elliot (Def Leppard) – Gesang auf Track Nr. 9. 

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