Sodom, am 12.02.2011, Štuk, Maribor!
SODOM
Für Tom Angelripper ist seine Thrash-Metal-Band Sodom ein hervorragendes Mittel, um Haltung zu zeigen. Tom zeichnen neben Authentizität und einem soliden Fundament auch eine gesunde kritische Einstellung gegenüber politischen und anderen Autoritäten aus Finanz- und Wirtschaftskreisen aus. Auch auf dem neuen Album „In War And Pieces“ konzentriert sich Sodom auf schlimmsten Machtmissbrauch, Arroganz, Gier, Fanatismus, Korruption und Unterwerfung.
Tom: „Ich habe in meinen Texten immer beschrieben, was auf der Welt passiert, einschließlich all der Ungerechtigkeit und der Fehler. Ich weiß, dass ich auf politischer Ebene damit nicht viel erreichen kann, aber ich will das Bewusstsein für gesellschaftliche Missstände schärfen. Als Sänger einer Metal-Band habe ich die Möglichkeit, meine Wut der Öffentlichkeit zu präsentieren.“
Genau diese kompromisslose Haltung ist auch auf dem neuen Album zu spüren, das elf Songs enthält, die dynamisch und gnadenlos klingen. Dafür hat auch Produzent Waldemar Sorychta (Grip Inc., Enemy Of The Sun) gesorgt, der für die Energie auf dem Album „In War And Pieces“ verantwortlich ist. Mit Hilfe des Produzenten haben Angelripper (Gesang, Bass), Bernemann (Gitarre) und Bobby Schottkowski (Schlagzeug) ein Album geschaffen, das neue musikalische Elemente vorweisen kann, ohne die lange Tradition der Band zu gefährden. Tom ist der Meinung, dass Produzent Waldemar selbst ein hervorragender Musiker ist (er hat vor allem beim Gitarrensound geholfen), der aus einem Verstärker das Optimum herausholen kann.
Die Band Sodom wurde 1982 gegründet. Ihren musikalischen Weg begann sie mit Demo-Aufnahmen, der EP „In The Sign Of Evil“, und nahm 1986 das erste Album „Obsessed by Cruelty“ auf. Schon in der Frühphase jagte sie den Hörern das Fürchten ein. Zwei Jahre und ein Album später tourte sie bereits durch Europa mit Größen wie Whiplash und nahm in Düsseldorf das Live-Album „Mortal Way Of Life“ auf. Mit dem Album „Agent Orange“ gelang den Jungs ein Meilenstein in ihrem Genre. Sie spielten auf der ganzen Welt, mehrfach durch Europa, und machten auch in Japan und Südamerika Station. Alben wie „Better Off Dead“ (1990) und „Tapping The Vein“ (1992) sicherten den Erfolg der Band, und Tom Angelripper schaffte es trotz einiger Besetzungswechsel, dass Sodom seinen Wurzeln treu blieb. Auch in den Neunzigern behielten die Jungs ihre Authentizität und den Boden unter den Füßen. Mit „Code Red“ bezog das Trio Angelripper/Bernemann/Schottkowski eine politische Haltung wie nie zuvor. Mit der ersten DVD „Lords Of Depravity Part I“ und dem Album „Sodom“ (2006) haben sie ihren Weg noch klarer vorgezeichnet, und auf „In War And Pieces“ klingen sie vielschichtig und kompromisslos.
Diskografie:
Obsessed by Cruelty (1986)
Persecution Mania (1987)
Agent Orange (1989)
Better Off Dead (1990)
Tapping the Vein (1992)
Get What You Deserve (1994)
Masquerade in Blood (1995)
Til Death Do Us Unite (1997)
Code Red (1999)
M-16 (2001)
Sodom (2006)
The Final Sign of Evil (2007)
In War and Pieces (2010)
Nach dem Konzert Thrash Afterparty im Klub MC Pekarna